Hart verdient! Tausende setzen Zeichen für einen starken Sozialstaat.

18.000 Menschen in Essen, rund 175.000 bundesweit: Mit dem Aktionstag „HART VERDIENT! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ haben die Gewerkschaften am 26. September ein deutliches Signal an die Bundesregierung gesendet.

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18.000 Menschen in Essen, rund 175.000 bundesweit: Mit dem Aktionstag „HART VERDIENT! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ haben die Gewerkschaften am 26. September ein deutliches Signal an die Bundesregierung gesendet. Auch zahlreiche Mitglieder der IG Metall aus Düsseldorf und Neuss waren dabei.

Auf dem Essener Burgplatz versammelten sich 18.000 Menschen, bundesweit beteiligten sich rund 175.000 Beschäftigte an Kundgebungen und Demonstrationen in 15 Städten. Gemeinsam machten sie deutlich: Gute Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit und eine verlässliche Rente sind keine Privilegien, sondern hart erkämpfte Rechte der Beschäftigten.

Für die IG Metall ist klar: Gerade in Zeiten tiefgreifender industrieller Veränderungen brauchen Beschäftigte mehr Sicherheit statt Sozialabbau. Die Transformation von Industrie, Automobilbranche, Stahl- und Aluminiumindustrie stellt viele Kolleginnen und Kollegen vor große Herausforderungen. Wer tagtäglich arbeitet, den wirtschaftlichen Wandel trägt und den gesellschaftlichen Wohlstand erwirtschaftet, darf nicht zusätzlich durch Kürzungen bei sozialen Leistungen belastet werden.

Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi brachte es bei der Kundgebung in Essen auf den Punkt: Ein starker Sozialstaat ist kein Kostenfaktor, sondern die Grundlage für Zusammenhalt, wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliche Gerechtigkeit. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten müssen die Menschen darauf vertrauen können, dass sie bei Krankheit, Arbeitslosigkeit oder im Alter abgesichert sind.

Auch die Kritik an den aktuellen politischen Debatten war deutlich. Vorschläge zur Abschaffung des Acht-Stunden-Tages, zur Ausweitung befristeter Beschäftigung, zur Anhebung des Renteneintrittsalters oder zur Einschränkung bewährter Rentenregelungen lösen keines der tatsächlichen Probleme unserer Wirtschaft. Die Herausforderungen liegen vielmehr in fehlenden Investitionen, einer konsequenten Industriepolitik, dem Ausbau moderner Infrastruktur sowie der aktiven Gestaltung der ökologischen und digitalen Transformation.

Aus Sicht der IG Metall braucht Deutschland eine Politik, die Beschäftigung sichert, Zukunftsinvestitionen stärkt und gute Arbeit fördert. Wer die Wirtschaft stärken will, muss die Kaufkraft der Beschäftigten erhalten, Tarifbindung ausbauen und soziale Sicherheit gewährleisten. Sozialabbau schafft keine neuen Arbeitsplätze und macht die Industrie nicht wettbewerbsfähiger.

Die große Beteiligung am Aktionstag zeigt: Die Beschäftigten lassen sich ihre hart erkämpften Rechte nicht nehmen. Gute Arbeit, Gesundheitsschutz, soziale Sicherheit und eine verlässliche Rente gehören zusammen. Dafür werden die Gewerkschaften auch künftig gemeinsam eintreten.

Unsere Botschaft ist klar: Wer täglich Leistung erbringt, hat Respekt, Sicherheit und soziale Absicherung verdient. Was Generationen von Beschäftigten erkämpft haben, steht nicht zur Disposition. Es ist und bleibt hart verdient.