Golfkrieg und steigende Energiepreise IG Metall warnt – „Sorgen der Bevölkerung wachsen“

Angesichts stark steigender Energiepreise fordert die IG Metall Düsseldorf-Neuss ein entschlossenes politisches Handeln zum Schutz von Beschäftigten, Pendlerinnen und Pendlern sowie industriellen Betrieben.

Rauchende Schlote eines Kraftwerks vor einem Sonnenuntergang.


Golfkrieg und steigende Energiepreise:

IG Metall warnt – „Sorgen der Bevölkerung wachsen“

 

Düsseldorf/Neuss - Angesichts stark steigender Energiepreise fordert die IG Metall Düsseldorf-Neuss ein entschlossenes politisches Handeln zum Schutz von Beschäftigten, Pendlerinnen und Pendlern sowie industriellen Betrieben. Der aktuelle Preisschub bei Öl und Gas belastet Haushalte und Wirtschaft gleichermaßen und droht die wirtschaftliche Erholung weiter zu bremsen.

Die Gewerkschaft unterstützt deshalb ein umfassendes Sofortprogramm zur Stabilisierung der Energiepreise und zur Entlastung von Beschäftigten.

„Viele unserer Kolleginnen und Kollegen spüren die steigenden Energiepreise jeden Tag – beim Tanken, bei der Stromrechnung oder beim Blick auf die Heizkostenabrechnung. Für Pendlerinnen und Pendler wird der Weg zur Arbeit zunehmend zur finanziellen Belastung. Hier muss die Politik schnell handeln und für spürbare Entlastung sorgen“, erklärt Dinah Trompeter, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Düsseldorf-Neuss.

Zu den zentralen Forderungen gehören unter anderem Maßnahmen zur Stabilisierung der Kraftstoffpreise, eine stärkere Preisaufsicht bei Mineralölkonzernen sowie die Abschöpfung von Übergewinnen der Energie- und Mineralölwirtschaft. Zudem soll ein Mobilitätsgeld von 17 Cent pro Kilometer Pendlerinnen und Pendler unabhängig vom Einkommen entlasten. 

Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft eine Energiekostenpauschale von 150 Euro pro Kopf sowie gezielte Entlastungen für Betriebe, um Arbeitsplätze zu sichern und wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten. 

„Gerade unsere Industrieunternehmen stehen unter enormem Druck durch die Energiepreise. Wenn wir industrielle Wertschöpfung, gute Arbeitsplätze und tarifgebundene Beschäftigung sichern wollen, braucht es schnell wirksame Maßnahmen zur Stabilisierung der Energiepreise“, sagt Jessica Worrings, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Düsseldorf-Neuss.

Worrings ergänzt: „In vielen Gesprächen in den Betrieben hören wir derzeit sehr deutlich, wie groß die Sorgen sind. Die Sicherheitspolitische Sorge ist hoch, aber die Sorge, um die wirtschaftlichen Auswirkungen spüren die Beschäftigten sehr persönlich und direkt.“

Neben kurzfristigen Entlastungen betont die IG Metall auch die Notwendigkeit struktureller Veränderungen in der Energiepolitik. Ziel müsse ein Energiesystem sein, das Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Klimaschutz miteinander verbindet.

Dazu gehört insbesondere der konsequente Ausbau erneuerbarer Energien, um die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu reduzieren und langfristig Preisstabilität zu erreichen.

„Die aktuelle Situation zeigt erneut, wie verwundbar unser Energiesystem ist. Wir brauchen eine nachhaltige Energiepolitik, die industrielle Arbeitsplätze schützt, klimafreundliche Technologien voranbringt und gleichzeitig Energie für Beschäftigte und Betriebe bezahlbar hält. Aber natürlich wünschen wir uns vor allen Dingen Frieden“, so Trompeter. Die IG Metall Düsseldorf-Neuss fordert die Bundesregierung auf, kurzfristig wirksame Entlastungs-maßnahmen auf den Weg zu bringen und gleichzeitig die Transformation des Energiesystems sozial und industriell tragfähig zu gestalten.