klare Sicherheit auch für den Standort Neuss IG Metall erzielt wichtigen Erfolg für die Beschäftigten der Rheinmetall Automotive-Sparte

Im Sommer verdichteten sich die Gerüchte, dass Rheinmetall seine Automotive-Sparte Power Systems verkaufen will. Für die Beschäftigten bedeutete diese Ankündigung große Unsicherheit über ihre Zukunft, ihre Arbeitsplätze und ihre Arbeitsbedingungen.

PRESSEMITTEILUNG - Rheinmetall-Beschäftigte in Neuss setzen Zeichen: „Wir lassen uns nicht verscherbeln!“

13. Februar 2026 13. Februar 2026


IG Metall erzielt wichtigen Erfolg für die Beschäftigten der Rheinmetall Automotive-Sparte – klare Sicherheit auch für den Standort Neuss

Im Sommer verdichteten sich die Gerüchte, dass Rheinmetall seine Automotive-Sparte Power Systems verkaufen will. Für die Beschäftigten bedeutete diese Ankündigung große Unsicherheit über ihre Zukunft, ihre Arbeitsplätze und ihre Arbeitsbedingungen.

Auch am Standort Rheinmetall Pierburg in Neuss, an dem rund 1.300 Beschäftigte arbeiten, war die Sorge groß. Betriebsrat und IG Metall kritisierten das Vorgehen des Unternehmens und forderten von der Konzernleitung verbindliche Sicherheit: durch einen Überleitungstarifvertrag, den Erhalt der Mitbestimmung sowie die Sicherung aller tariflichen Leistungen – unabhängig davon, wer künftig Eigentümer ist.

Nun ist der IG Metall-Verhandlungsgruppe nach intensiven Verhandlungen ein wichtiges Ergebnis gelungen: Für die insgesamt fast 3.500 Beschäftigten in acht Betrieben der Rheinmetall Automotive-Sparte wurde ein umfassender Schutz vereinbart. „Gerade für die Kolleginnen und Kollegen hier in Neuss ist dieses Ergebnis ein wichtiges Signal“, sagt Jessica Worrings, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Düsseldorf-Neuss. Mit rund 1.300 Beschäftigten sei Pierburg ein zentraler Industriestandort für die Region. „Wir haben durchgesetzt: Gute Arbeit, Tarifbindung und Mitbestimmung bleiben auch nach einem Verkauf gesichert.“

Der Abschluss stellt klar: Auch im Falle eines Verkaufs wird es keine Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen geben. Betriebsvereinbarungen, bestehende Regelungen und die Tarifbindung bleiben vollständig bestehen.

Zudem wurde eine Beschäftigungs- und Standortsicherung für drei Jahre vereinbart. Für die Belegschaften bedeutet das: Drei Jahre Sicherheit nach Closing – keine betriebsbedingten Kündigungen und keine Standortschließungen. Auch die Tarifbindung bleibt mindestens für drei Jahre uneingeschränkt erhalten. Damit sind Entgelte, Arbeitszeiten und alle tariflichen Regelungen abgesichert.

Darüber hinaus erhalten die Beschäftigten für das gesamte Geschäftsjahr 2026 eine Ergebnisbeteiligung – ein wichtiges Signal der Wertschätzung und Anerkennung ihrer Leistung.

Auch der Betriebsrat am Standort Neuss begrüßt die Einigung. „Die Belegschaft hat in den vergangenen Monaten klar gezeigt, dass sie zusammensteht“, betont Murat Küplemez, Betriebsratsvorsitzender bei Rheinmetall Pierburg Neuss. Der Abschluss gebe den Beschäftigten Sicherheit und Perspektive. „Ohne den Druck und die Geschlossenheit der Kolleginnen und Kollegen wäre dieses Ergebnis nicht möglich gewesen.“

Bereits seit November 2025 hatten die Beschäftigten ihren Forderungen mit verschiedenen Aktionen Nachdruck verliehen und so den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Dazu gehörten aktive Mittagspausen, Unterschriftenaktionen sowie eine Postkartenaktion, bei der Beschäftigte ihre Erwartungen und Botschaften direkt an die Unternehmensführung richteten.