Solidarität mit Leiharbeitern bei Daimler

Bereits in der vergangenen Woche machten aktive Metallerinnen und Metaller bei Daimler in Rastatt mit zwei Aktionen vor den Werkstoren auf die Missstände beim Personaldienstleister DEKRA aufmerksam. Besonders im Rastatter Werk sind vermehrt Unregelmäßigkeiten und Intransparenz bei Lohnabrechnungen, Urlaubsansprüchen und Stundenzetteln aufgefallen und dokumentiert worden. Dazu sollen im September bis zu 1200 Leiharbeiter in Rastatt entlassen werden.

Auch im Düsseldorfer Sprinterwerk ist das Verhalten der DEKRA in Rastatt gegenüber den Leiharbeitern ein großes Thema. Auf der Betriebsversammlung am 19. Juni in der Früh- und Nachtschicht, ist die Unternehmensleitung durch die IG Metall offen aufgefordert worden die Missstände abzustellen und für einen transparenten Umgang mit den Leiharbeitnehmern zu sorgen. Volker Consoir machte auf beiden Versammlungen deutlich, dass die Leiharbeiter keine Mitarbeiter zweiter Klasse sind und sieht die Geschäftsführung von Daimler klar in der Verantwortung, die Vorwürfe ernst zu nehmen und für Klärung und Abhilfe zu sorgen.

Neben der offenen Ansprache auf der Betriebsversammlung haben einige IG Metall Mitglieder die DEKRA Niederlassung in dieser Woche besucht und eine ausführliche Stellungnahme über die Situation und den Umgang mit den Leiharbeitern in Rastatt vor Ort übergeben. Im persönlichen Gespräch machten die IG Metaller*Innen noch einmal deutlich, dass ein solcher Umgang mit Mitarbeitern nicht hinnehmbar ist und forderten die Niederlassungsleitung nochmals auf, die Missstände in Rastatt abzustellen.