Streikprobe in der Mittagspause

Gestern nutzten die Beschäftigten des ATOS-Konzerns, zu dem auch der in Düsseldorf ansässige Unify-Betrieb gehört, ihre Mittagspause aktiv für eine kleine Demonstration vor ihrem Betrieb.Mit der Aktion unterstrichen die Beschäftigten ihre Forderung in der aktuell laufenden Tarifverhandlung für die ATOS-Gesellschaften, nach Übernahme der in der Metall- und Elektroindustrie erzielten Tariferhöhung.

In den bisherigen Sondierungsgesprächen hat die ATOS-Geschäftsführung der IG Metall-Verhandlungskommission völlig unakzeptable Vorschläge für eine modifizierte Übernahme der Entgelterhöhung vorgelegt.Die derzeit gültigen Tarifverträge sehen grundsätzlich eine automatische Übernahme der Entgelterhöhungen in der Metall- und Elektroindustrie mit einmonatiger Verspätung vor, bieten dem Arbeitgeber aber gleichzeitig die Möglichkeit, von der Erhöhung abzusehen, sofern die Entwicklung in der IT-Industrie anders verläuft als in der Metall und Elektro-Branche. Von dieser Abweichungsmöglichkeit versucht die Arbeitgeberseite derzeit Gebrauch zu machen, bisher jedoch ohne Argumente dafür zu liefern!

Die Belegschaften wollen mit den in dieser Woche bundesweit laufenden Aktionen die Verhandlungskommission der IG Metall unterstützen und dem Arbeitgeber unmissverständlich klar machen, dass er sich im Fall der Nicht-Übernahme der Entgelterhöhung auf einen harte Tarifauseinandersetzung einstellen muss.

Bevor morgen Nacht (12.04.2018) die Friedenspflicht endet, treffen sich noch einmal die Verhandlungspartner, um einen letzten Versuch für eine gütliche Einigung zu machen. Falls dieser scheitern sollte, sind die ATOS-Beschäftigten in Düsseldorf auf jeden Fall bereit für Streik!

 

ATOS- und Unify-Beschäftigte am Düsseldorfer Standort am Seestern

Auch in einer Außenstelle beim Kunden in Meckenheim wird demonstriert

Zoff im ZTE Konzern im Vorfeld der BR-Wahlen

Einstweilige Verfügung gegen Wahlvorstand vor dem LAG abgeschmettert

Davor fürchten sich viele Wahlvorstände: Dass ihre Beschlüsse und Entscheidungen vor Gericht angefochten werden.

Aber auch in diesem Fall hat sich wieder gezeigt, dass diese Ängste nicht sein müssen: Wenn der Wahlvorstand seine Entscheidungen wohlüberlegt und nach bestem Wissen und Gewissen fällt, ist er auf der sicheren Seite.

Es war ein eher ungewöhnliches Begehren, mit dem sich der Wahlvorstand bei der NAS, einer Tochter des chinesischen Telekommunikationsausrüsterkonzerns ZTE, befassen musste: Mehrere Beschäftigte, die der Wahlvorstand als leitende Angestellte identifiziert hatte, wollten in die Wählerliste aufgenommen werden und erhoben Einspruch. Die Mitglieder des Wahlvorstands forderten weitere Unterlagen an, prüften erneut und äußerst gründlich, weil ihnen die Tragweite ihrer Entscheidung durchaus bewusst war. Einer der Einspruch erhebenden Kollegen, Herr Sch., nach eigener Aussage „Head of HR“ (Leiter des Personalwesens), hatte nämlich im Vorfeld bereits deutlich signalisiert, dass er für die Betriebsratswahl mit einer eigenen Liste kandidieren wolle; er hatte dazu schon vor Beginn des Wahlverfahrens mehrere Wahlplakate von sich im Betrieb platziert.

Der Wahlvorstand lehnte die Einsprüche ab. Einer der Beweggründe des Wahlvorstands: Als Mitglied des Betriebsrats hätte Herr Sch. selbst über personelle Maßnahmen beraten können, die er zuvor selbst eingeleitet hatte – zum Beispiel über Einstellungen, Versetzungen und Kündigungen. Bei der Verhandlung von Betriebsvereinbarungen hätte Herr Sch. beide Seiten vertreten. Trotzdem reichte Herr Sch. eine Kandidatenliste ein, die der Wahlvorstand konsequent als unheilbar beanstandete. Herr Sch. versuchte daraufhin, beim Arbeitsgericht Düsseldorf eine Einstweilige Verfügung zu erwirken, um feststellen zu lassen, dass er auf die Wählerliste gehöre und seine Liste noch zur Wahl zugelassen werde.

Beides wurde vor dem Arbeitsgericht abgewiesen, weil der Eingriff in den Ablauf der Wahl nur dann in Frage käme, wenn die Fehler beim Wahlverfahren so gravierend seien, dass diese zur Nichtigkeit der Wahl führten. Das einzig mögliche Verfahren – so der Richter – sei die Anfechtung der Wahl nach deren Durchführung, was Herrn Sch, selbst Jurist, und dem ihn vertretenden Anwalt durch den Richter ausführlich erläutert wurde.

Entgegen der richterlichen Empfehlung ging Herr Sch.. direkt in die nächste Instanz. Auch das Landesarbeitsgericht wies die Klage ab: Kein Eingriff in das laufende Wahlverfahren! Interessanterweise war auch der Arbeitgeber bei den Verfahren auf Seiten Herrn Sch. als weiterer Beteiligter vertreten

Am Tag der Wahl ließ es sich Herr Sch. nicht nehmen, „im Auftrag der ZTE Services Deutschland GmbH und der NAS Netcare Administration Services GmbH“ die Beschäftigten per E-Mail dazu aufzurufen, seine Liste zu wählen, „auch wenn sie nicht auf der Liste vorgegeben ist“. Er lade „herzlich ein, nach Abgabe seiner Stimme im Wahlanfechtungsbüro seine Unterschrift unter die Anfechtung der Wahl zu setzen“ – alles ein klarer Verstoß gegen die gebotene Neutralität des Unternehmens bei Betriebsratswahlen.

Dieser Fall wirft Fragen auf:

Herr Sch. ist selbst Jurist und hatte weitere anwaltliche Unterstützung. Es ist hinlänglich klar, dass ein aktiver Eingriff in ein laufendes Wahlverfahren nur bei drohender Nichtigkeit in Frage kommt bzw. überhaupt möglich ist. Spätestens nach der richterlichen Belehrung hätten das auch diese beiden Juristen erkennen müssen. Warum gingen sie trotzdem in die zweite Instanz?

War dieses Verhalten der Sache dienlich oder wurde hier vielmehr vehement versucht, Vertreter des Arbeitgebers im Betriebsrat zu platzieren?

Der Wahlvorstand ließ sich vor Gericht anwaltlich vertreten. Diese Kosten muss der Arbeitgeber tragen. Wer die Kosten des von Herrn Sch. beauftragten Juristen trägt, wissen wir nicht. Allerspätestens nach der ersten Instanz hätte Herrn Sch. klar sein müssen, dass sein Unterfangen aussichtslos ist. Ist der chinesischen Geschäftsführung das Wirken ihres „Head of HR“ in dieser Angelegenheit klar?

Ist das chinesische Management in der Lage, die rechtliche Sinnhaftigkeit von Herrn Sch.‘s Handlungen nachzuvollziehen?

Klar ist in jedem Fall: Die IG Metall hat ihre Mitglieder im Wahlvorstand die ganze Zeit über mit Rat und Tat unterstützt. Und sie wird den Kolleginnen und Kollegen auch weiterhin zur Seite stehen, damit die Beschäftigten einen Betriebsrat behalten, der diesen Namen auch verdient.

Wie selbstbestimmt ist selbstbestimmtes Arbeiten wirklich?

Dieser Frage ging Stephan Siemens in seinem Vortrag zu indirekter Steuerung im gut gefüllten großen Saal des DGB-Hauses am 7.2.18 nach.

Bereits vor ca. 60 Jahren haben Forscher der Arbeits- und Organisationspsychologie in Studien beschrieben, wie und unter welchen Voraussetzungen Beschäftigte effektiver und selbständiger arbeiten und „freiwillig das tun, was für das Unternehmen am besten ist“. Unternehmen fahren mit dieser Strategie seit langem sehr erfolgreich, die Produktivität ihrer Beschäftigten ist höher als jemals zuvor:

Teams werden durch konstruierte Marktanforderungen zu Höchstleistungen angespornt, die Kontrolle der einzelnen Teammitglieder übernimmt die Gruppe selbst, jeder unterstützt jeden – bis an den Rand der Erschöpfung und auch darüber hinaus. Vorgesetzte greifen nicht mehr ein, auch das ist Kalkül. Sollte ein Teammitglied den stetig wachsenden Anforderungen nicht mehr gerecht werden, so wird dieses nicht eingestanden sondern in der Freizeit weitergearbeitet. Burnout ist die schlimmste Folge dieser permanenten gewollten Überforderung. „ Die Mitarbeiter richten sich selbst!“ so der BR-Vorsitzende von IBM in Düsseldorf, der häufig betroffene Kollegen berät und unterstützt.

Stephan Siemens stellte heraus, dass sich Individuen gegen diese Organisationsform nicht erfolgreich behaupten können. Er wies eindringlich darauf hin, dass Gewerkschaften und Betriebsräte die Aufgabe übernehmen müssen, die Belegschaften aufzuklären und die Kolleginnen und Kollegen zur offenen und ehrlichen Auseinandersetzung mit der stetigen Überforderung zu bewegen.

In der anschließenden regen Diskussion wurde von eigenen Erfahrungen berichtet, aber auch Vorschläge erarbeitet, wie man den negativen Auswirkungen begegnen könnte.

Zum Abschluss erklärte Ulrike Saaber von der IGM Geschäftsstelle, dass es notwendig sei, sich mit der Problematik der indirekten Steuerung weiter zu befassen und versprach, möglichst in diesem Jahr noch ein Seminar dazu anzubieten.

Wer Näheres zu den Mechanismen der indirekten Steuerung erfahren möchte, kann sich hier auf amüsante, aber doch ernstgemeinte Art einen Überblick verschaffen:

https://www.youtube.com/watch?v=lukzu-gwmpM

Und wer sich mehr für die praktische Umsetzung interessiert, wird bei Rüdiger fündig:

https://www.youtube.com/watch?v=JK3Vg5ufO6M

 

 

 

Starker Tarifabschluss dank starker Beteiligung

Die Tarifverhandlung in Stuttgart ist heute Nacht erfolgreich beendet worden. Der Abschluss in Baden-Württemberg bringt für die Beschäftigten deutlich mehr Geld in zwei Stufen und mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit:

Der Tarifvertrag sieht ab 01.04.2018 eine Entgelterhöhung von 4,3 Prozent sowie eine Einmalzahlung von 100 Euro für Januar bis März 2018 vor.

Außerdem erhalten alle Beschäftigten ab 2019 einen Festbetrag von 400 Euro plus ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent eines Monatsentgelts. Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schicht arbeiten, können wählen, ob sie statt des tariflichen Zusatzgelds acht freie Tage nehmen wollen. Zwei Tage davon finanziert der Arbeitgeber.

Der Tarifvertrag sichert zudem den Beschäftigten einen Anspruch auf Reduzierung ihrer Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für bis zu 24 Monate. Danach haben sie das Recht, zu ihrer ursprünglichen Arbeitszeit zurückzukehren.

Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. März 2020.

Die Tarifkommission in NRW kommt an diesem Mittwoch zusammen und berät über das Ergebnis.

Wir möchten uns auf diesem Wege bei allen Metallerinnen und Metallern aus der Region Düsseldorf-Neuss bedanken, die mit ihrer Beteiligung an den kurzzeitigen Warnstreikaktionen sowie den 24-Stunden-Warnstreiks in den vergangen Tagen und Wochen die Ziele der IG Metall eindrucksvoll und nachdrücklich unterstützt haben. Gemeinsam haben wir gezeigt, dass wir weiterhin eine große, solidarische Kraft entfalten können, um die Zukunft der Arbeit zu gestalten.

Vielen Dank!

Statements & Stimmungen vom 24.01.

Hier findet ihr noch eine Zusammenfassung der Statements unserer Kolleginnen und Kollegen bei der Kundgebung vor dem Arbeitgeberverband in Düsseldorf:

 

4.000 Beschäftigte machen nochmal Druck in Düsseldorf

Kurz vor der vierten Verhandlungsrunde sollte der Druck auf die Arbeitgeber nochmal erhöht werden. Die IG Metall Düsseldorf-Neuss rief deshalb heute die Beschäftigten aus 20 Betrieben in der Region zu einer Kundgebung vor dem Arbeitgeberverband in Düsseldorf auf.

Den Auftakt der zweiten Warnstreikwelle machten bereits heute früh ab 3 Uhr rund 1.000 Kolleginnen und Kollegen aus der Nachtschicht im Daimler Werk in Düsseldorf. Bei einer Kundgebung vor dem Werkstor bekräftigten die Beschäftigten ihre Forderung nach 6 % mehr Entgelt und Arbeitszeiten, die zum Leben passen.

Ab 11 Uhr reisten dann die Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben ABB Calor Emag, AVL, Demag Cranes & Components, Alu Norf, Benhil, Goodrich, Hille & Müller, Hydro Aluminium, Kiepe Electric, Komatsu Germany, Ruhfus, Schindler, Novar, Lintorfer Eisengießerei, SIG Combibloc, TRW, IMS, Steeltec und Siemens an, um gemeinsam mit den Beschäftigten der Tagschicht der Daimler AG in den Warnstreik zu gehen.
Die über 3.000 versammelten Metallerinnen und Metaller zogen gemeinsam in einem Demozug direkt zum Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie NRW und zeigten während der anschließenden Kundgebung lautstark ihren Unmut über das unzulängliche Angebot der Arbeitgeber.

In den vergangenen beiden Wochen beteiligten sich im Bezirk NRW rund 138.000 Metallerinnen und Metaller an mehrstündigen Arbeitsniederlegungen. Bundesweit waren es bereits  910.000 Beschäftigte.

Die gigantische Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen gibt Rückenwind für die vierte Verhandlungsrunde, die heute in Baden-Württemberg gestartet ist.
Jetzt liegt es an den Arbeitgebern, die Verhandlungen einen entscheidenden Schritt nach vorne zu bringen und weitere Eskalation zu vermeiden. An Lösungsvorschlägen der IG Metall mangelt es auf jeden Fall nicht!

Hier das Video zur Aktion:

Starke Jugendaktion im Verhandlungslokal

Die IG Metall Jugend Düsseldorf-Neuss hat am 18. Januar zusammen mit der IG Metall Jugend NRW ihrer Forderung nach bezahlten Freistellungstagen vor allen Teilen der Abschlussprüfung eindrucksvoll Nachdruck verliehen.

Gemeinsam mit David Lüdtke, der als Vertreter der Jugend, Mitglied der Verhandlungskommission ist, suchten die Jugendlichen die Arbeitgeber heute direkt im Verhandlungslokal auf.

„Wenn die Arbeitgeber nicht freiwillig mit uns über unsere Forderung sprechen wollen, dann müssen wir nachhelfen. Ihre Behauptung, dass der freie Tag vor der Prüfung nur mehr Urlaub für uns bedeutet, ist einfach unverschämt und das wollen wir ihnen heute zeigen“, sagte Diego Sesena Carrasco, Jugendvertreter bei der Daimler AG in Düsseldorf, kurz vor der Aktion.

Um den Arbeitgebern zu zeigen, dass es höchste Zeit für Bewegung beim Thema ist, hat die IG Metall Jugend Düsseldorf-Neuss in den letzten Wochen vor der Verhandlung extra einen „Riesenwecker“ angefertigt, der heute Arndt Kirchhoff, Verhandlungsführer der Arbeitgeber, überreicht worden ist.

David Lüdtke mahnte Herrn Kirchhoff nochmals bei der Übergabe: „Wir erwarten, dass Sie von ihrer Blockadehaltung bei all unseren Themen abrücken. Damit Sie wissen, dass es so langsam aber sicher 5 vor 12 ist, haben wir Ihnen noch einmal einen unserer Wecker mitgebracht.“

Die Weckerübergabe hat der IG Metall Jugend aber noch nicht gereicht:

Allen Verhandlungskommissionsmitglieder auf Arbeitgeberseite wurde noch ein Abschlusszeugnis überreicht. Die Zeugnisse bescheinigten dabei nur „mangelhafte“ Noten und waren mit dem freundlichen Hinweis versehen, dass man sich vielleicht mit einem zusätzlichen Vorbereitungstag vor den Prüfungen hätte helfen können.

„Die Abschlussprüfung ist richtungsweisend für den weiteren beruflichen Lebensweg. Das wissen auch die Arbeitgeber! Unsere Forderung ist deshalb wichtig und kommt bei den Azubis gut an. Die Aktion heute hat gezeigt, dass wir auch bereit sind dafür zu kämpfen“,fasst Kerstin Sevenheck, Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung bei Siemens in Düsseldorf, im Anschluss zusammen.

Nach der starken Aktion heute, wissen hoffentlich auch die Arbeitgeber, dass es Zeit ist zu verhandeln!

Das Video zur Jugendaktion findest Du hier

Pierburger proben den Ernstfall

Hier das Video zur Warnstreikaktion bei der Pierburg GmbH:

 

 

Über 500 Warnstreikende in Ratingen und Düsseldorf-Benrath

Zum Abschluss der ersten Warnstreikwoche beteiligten sich heute nochmal mehr als 500 Metallerinnen und Metaller an Warnstreikaktionen in Ratingen und Benrath.

Mehr als 180 Beschäftigte der ABB in Ratingen legten heute morgen ihre Arbeit nieder und beteiligten sich an der Kundgebung, um so ihren Protest gegen das unzureichende Angebot der Arbeitgeber zu zeigen.
Am Vormittag zogen dann 350 Beschäftigte der Betriebe Demag Cranes, Komatsu, Kiepe Electric und Hille & Müller gemeinsam vor das Werkstor der Demag Cranes in Düsseldorf-Benrath und setzten in der anschließenden Kundgebung ein lautstarkes Zeichen für ihre Forderungen nach 6 % mehr Entgelt und Arbeitszeiten, die zum Leben passen.

Die große Beteiligung an den Warnstreiks von den Beschäftigten aus Betrieben in der Region Düsseldorf-Neuss, ist ein starkes Zeichen an die Arbeitgeber und stärkt für die Tarifverhandlungen am kommenden Donnerstag in Neuss.

Insgesamt haben heute 12.250 Beschäftigte aus 109 Betrieben in NRW die Arbeit niedergelegt. Bundesweit waren es bisher rund 250.000 Beschäftigte, die sich an Aktionen und Kundgebungen beteiligt haben. Und die Warnstreiks der IG Metall gehen auch in den nächsten Tagen und Wochen weiter.

Hier das Video zu den beiden Aktionen:

Starke Warnstreikaktion an der Hafenmole

Heute setzten die Beschäftigten von Pierburg, Steeltec, IMS, Goodrich, AVL, Benhil, Ruhfus, Novar, Schindler, Rhein-Getriebe, SIG Combibloc und Siemens zusammen ein starkes Zeichen für die Tarifforderung der IG Metall.

Über 750 Metallerinnen und Metaller beteiligten sich an der Kundgebung an der Hafenmole in Neuss und zeigten dabei eindrucksvoll, dass sie bereit sind den Druck auf die Arbeitgeber weiter zu erhöhen, wenn es nicht bald ein anständiges Angebot gibt.

Die große Beteiligung der Beschäftigten an den Warnstreiks gestern bei Aluminium Norf in Neuss und Hydro Aluminium in Grevenbroich und am Warnstreik heute an der Hafenmole sollten ein Warnschuss für die Arbeitgeber sein. Die Beschäftigten haben gezeigt, dass sie voll hinter den Forderungen der IG Metall stehen. Die Arbeitgeberseite sollte sich deshalb gut überlegen, ob sie in der nächsten Verhandlung weiter versucht die Beschäftigten mit unverschämten Angeboten abzuspeisen.

Die Warnstreiks in der Region Düsseldorf-Neuss gehen auf jeden Fall weiter. Für Donnerstag, 11.01.2018 sind die Beschäftigten von ABB, Demag Cranes, Komatsu, Kiepe Electric und Hille & Müller aufgerufen den Arbeitgebern zu zeigen, was sie vom bisherigen Angebot halten.

Hier das Video zur Warnstreikaktion an der Hafenmole: