IG Metall Seniorenfest 2018

Die IG Metall Düsseldorf-Neuss lädt alle Rentnerinnen und Rentner zum diesjährigen IG Metall Seniorenfest am 9. Oktober 2018 um 15:00 Uhr ins Rheinische Landestheater Neuss ein.

Ab 14:30 Uhr begrüßen wir Dich mit Sekt oder Saft im Foyer des Rheinischen Landestheaters Neuss.

Es ist gute Tradition, sich alle zwei Jahre, in gemütlicher Atmosphäre wieder zu treffen. Das Zusammentreffen alter Weggefährten, der Austausch über die guten alten Zeiten sowie die gewerkschaftlichen Errungenschaften und Entwicklungen stehen bei unserem Seniorenfest an erster Stelle. Wir wollen Erinnerungen aufleben lassen! Auch über das aktive Arbeitsleben hinaus.

In diesem Jahr wird uns der Kabarettist Jens Neutag mit seiner messerscharfen Gegenwartsanalyse unter Verwendung komödiantischer Mittel den Nachmittag erhellen. Für das leibliche Wohl wird gesorgt und bei guter Stimmung in gemütlichen Gesprächsrunden werden wir beim gemeinsamen Abendessen den Tag ausklingen lassen.

Da zu jeder Veranstaltung eine gründliche Vorbereitung gehört, bitten wir Dich um eine verbindliche Anmeldung bis spätestens 2. Oktober 2018 per Email an klaudia.funk@igmetall.de oder telefonisch 0211 38701-12. Die Einladung zum IG Metall Seniorenfest 2018 steht hier für Dich zum Download bereit.

 

Das Team der IG Metall Düsseldorf – Neuss und der Vorstand des Netzwerk 55plus freut sich, Dich am 9. Oktober 2018 begrüßen zu können.

Vallourec Betriebsräte und IG Metall fordern ganzheitliches Konzept für Arbeitsplätze und Standorte

Der Gesamtbetriebsrat der Vallourec Deutschland GmbH und die IG Metall forderten am Donnerstag die Unternehmensleitung aufgrund der angekündigten „weitreichende Kapazitätsanpassungen“ an den Düsseldorfer Standorten, ein ganzheitliches Konzept mit dauerhaften Perspektiven für die Beschäftigten vorzulegen.

Das Unternehmen hatte bereits in der vergangenen Woche  einschneidenden Veränderungen mit Stellenabbau an allen deutschen Standorten angekündigt. Konkrete Zahlen wurden aber bisher nicht vorgelegt.

Bereits im Juni erfuhren die Beschäftigten des Unternehmens auf Betriebsversammlungen, dass die Markt- und Auftragslage notwendige Anpassungen und Umstrukturierungen in Teilen des Unternehmens notwendig machen wird. Doch derzeit fehlen zukunftsweisende Konzepte für eine langfristige Sicherung der Arbeitsplätze und den Erhalt der Standorte in Düsseldorf seitens der Geschäftsführung.

IG Metall und Betriebsräte machten deshalb am Donnerstag in einer Informationsveranstaltung auf dem Betriebsgelände klar: „Wir wollen Konzepte mit Zukunft für die Menschen statt Pläne für den Rückbau. Für uns zählt jeder Arbeitsplatz. Dazu gehören eine Standort- und eine Beschäftigungsgarantie.“

Weitere Gespräche über die Unternehmensplanung sind für Anfang August  geplant. Danach werden die Betriebsräte und die IG Metall alle weiteren Schritte in enger Abstimmung mit den Beschäftigten beraten.

 

Unsere Alternative heißt Solidarität!

Protest gegen AfD endet mit Angriff auf Gewerkschafter

Am vergangenen Freitag (20. Juli 2018) haben mutmaßliche Anhänger der AfD einen Gewerkschafter angegriffen und so lange gewürgt, bis dieser bewusstlos zusammenbrach. Der verletzte Kollege war Teilnehmer und Ordner bei einer Gegendemonstration gegen eine Veranstaltung mit der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion Beatrix von Storch.

Zur Vorgeschichte: Als Reaktion auf den angekündigten Gegenprotest hatte die AfD in einem offenen Brief angekündigt, den DGB im Hanauer Gewerkschaftshaus zu einem gemeinsamen Dialog offiziell aufsuchen zu wollen. Da Gewerkschaften und AfD keine politischen Verbündeten, sondern politische Gegner sind, hat der DGB das „Gesprächsangebot“ abgelehnt und angekündigt, vom Hausrecht Gebrauch zu machen, sollte die AfD das Gewerkschaftshaus betreten. Daraufhin rief die AfD zu Protesten vor dem Hanauer Gewerkschaftshaus auf. Begründung: Man wolle die Öffentlichkeit über politische Straftaten und Linksextremismus im Kreis informieren. Damit suggerierte sie, der DGB sei in politische Straftaten verwickelt. Die DGB-Funktionäre wurden indirekt sogar mit zerstochenen Autoreifen und eingeschlagenen Fensterscheiben in Verbindung gebracht.

Der Vorfall zeigt, wie perfide die AfD vorgeht und mit falschen Fakten die Gesellschaft polarisiert. Und sie verfehlen ihre Wirkung nicht: Beim Hanauer DGB kamen allein gestern drei Briefe an, in denen offen gedroht wurde. Dieser Angriff auf einzelne sollte jetzt gemeinsam von uns allen abgewehrt werden! Denn: Unsere Alternative heißt Solidarität!

Die DGB-Region Südosthessen bittet uns alle um Unterstützung und hat eine Solidaritätserklärung vorbereitet. Noch mehr Hintergrundinfos und die Solidaritätserklärung der DGB-Region Südosthessen findet ihr hier.

 

 

Vertrauensleute der DEMAG Cranes informieren über Kurze Vollzeit

Das Thema Kurze Vollzeit ist seit dem Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie zwar in aller Munde, aber wie genau der Anspruch durchzusetzen ist, ist vielen Beschäftigten noch unklar. Genau aus diesem Grund haben die Vertrauensleute und der Betriebsrat der DEMAG Cranes in Benrath gestern ihre Informations-Offensive im Betrieb gestartet. Und der Andrang am ersten Infotag war groß.

Vor und während der Pause informierten die Vertrauensleute die vielen Interessierten an ihrem Infostand über das Tarifergebnis und erklärten wie die Beschäftigten ihren Anspruch auf die Kurze Vollzeit durchsetzen können. In den vielen Einzelgesprächen wurde deutlich, dass ein großes Interesse daran besteht Arbeits- und Privatleben besser vereinbaren zu können. Die zahlreichen Fragen der Beschäftigten drehten sich daher rund um Inhalt, Voraussetzungen und Umsetzungsmöglichkeiten der Kurzen Vollzeit. Die Vertrauensleute verteilten die Musteranträge zur Kurzen Vollzeit und gaben viele nützliche Tipps zur Antragstellung.

Weitere Infostände zum Tarifergebnis und zum Anspruch auf bezahlte Freistellungstage, sind nach den Sommerferien geplant.

 

 

Solidarität mit Leiharbeitern bei Daimler

Bereits in der vergangenen Woche machten aktive Metallerinnen und Metaller bei Daimler in Rastatt mit zwei Aktionen vor den Werkstoren auf die Missstände beim Personaldienstleister DEKRA aufmerksam. Besonders im Rastatter Werk sind vermehrt Unregelmäßigkeiten und Intransparenz bei Lohnabrechnungen, Urlaubsansprüchen und Stundenzetteln aufgefallen und dokumentiert worden. Dazu sollen im September bis zu 1200 Leiharbeiter in Rastatt entlassen werden.

Auch im Düsseldorfer Sprinterwerk ist das Verhalten der DEKRA in Rastatt gegenüber den Leiharbeitern ein großes Thema. Auf der Betriebsversammlung am 19. Juni in der Früh- und Nachtschicht, ist die Unternehmensleitung durch die IG Metall offen aufgefordert worden die Missstände abzustellen und für einen transparenten Umgang mit den Leiharbeitnehmern zu sorgen. Volker Consoir machte auf beiden Versammlungen deutlich, dass die Leiharbeiter keine Mitarbeiter zweiter Klasse sind und sieht die Geschäftsführung von Daimler klar in der Verantwortung, die Vorwürfe ernst zu nehmen und für Klärung und Abhilfe zu sorgen.

Neben der offenen Ansprache auf der Betriebsversammlung haben einige IG Metall Mitglieder die DEKRA Niederlassung in dieser Woche besucht und eine ausführliche Stellungnahme über die Situation und den Umgang mit den Leiharbeitern in Rastatt vor Ort übergeben. Im persönlichen Gespräch machten die IG Metaller*Innen noch einmal deutlich, dass ein solcher Umgang mit Mitarbeitern nicht hinnehmbar ist und forderten die Niederlassungsleitung nochmals auf, die Missstände in Rastatt abzustellen.

Musteranträge – M&E Tarifrunde 2018

 

Mit dem neuen Tarifvertrag in der Metall- und Elektroindustrie haben alle IG Metall-Mitglieder in den tarifgebundenen Unternehmen in NRW mehr Flexibilität in der Gestaltung ihrer Arbeits- und Lebenszeit.

Wir stellen euch hier die Musteranträge für die verkürzte Vollzeit, sowie für die tarifliche Freistellungszeit zur Verfügung.

Download Musteranträge:

=> Verkürzte Vollzeit

=> Tarifliche Freistellungszeit

 

Fußball gucken im Betrieb

Bald geht es wieder ums Runde und ums Eckige. 32 Mannschaften kämpfen in insgesamt 64 Partien um den Weltmeistertitel. Viele Beschäftigte möchten die WM auch am Arbeitsplatz sehen. Während der Vorrundenphase ist die früheste Anstoßzeit um 14 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, das letzte Spiel des Tages startet um 20 Uhr. In der Finalrunde finden bis zum Halbfinale pro Tag immer zwei Spiele statt, die jeweils um 16 und 20 Uhr starten. Die Halbfinalpartien beginnen um 20 Uhr und das WM-Finale am 15. Juli um 17 Uhr. Fußball gucken wird daher für viele Beschäftigte kein Problem, es sei denn, sie arbeiten Schicht. Sie haben keinen Anspruch auf eine andere Schicht, wenn sie ein Spiel sehen wollen. Der Betriebsrat kann mit der Geschäftsleitung die
Arbeitszeiten fußballfreundlich ändern. Die Ausnahmen sollten sich nicht nur auf jene Tage beschränken, an denen die deutsche Nationalmannschaft spielt.

Denkbar sind Tauschbörsen. Dort können Fußballfans ihre Schicht mit Kollegen tauschen, die sich nicht für die WM interessieren. Oder man vereinbart, dass ein bestimmtes Team einen Teil der Zeit vor- oder nacharbeitet und gegebenenfalls mit Gleitzeit oder Mehrarbeit verrechnet. Während des Spiels wird die Arbeit dann unterbrochen.

Wer üblicherweise einen Fernseher am Arbeitsplatz hat, kann davon ausgehen, dass er auch während der Arbeitszeit nebenher das Spiel verfolgen darf. Häufiger am Arbeitsplatz sind Radios. Für das Bundesarbeitsgericht zählt das Radiohören oder dessen Verbot zur Ordnung im Betrieb, die mitbestimmungspflichtig ist. Das gilt grundsätzlich auch für das Sehen und Hören via Internet. Hierbei dringend auf die Regelungen zur privaten Internetnutzung achten.

Die Nutzung von Privathandys während der Arbeitszeit darf der Arbeitgeber ohne Mitwirken des Betriebsrats verbieten. Denn in diesem Fall ist das Arbeitsverhalten und nicht die betriebliche Ordnung betroffen. Die private Nutzung von dienstlichen Smartphones ist aber mitbestimmungspflichtig.

Gedenkveranstaltung 25 Jahre Brandanschlag in Solingen

Der Brandanschlag von Solingen, bei dem fünf Menschen starben, jährte sich gestern zum 25. Mal.
Der Anschlag in Solingen ereignete sich am Morgen des 29. Mai 1993. Das Haus der türkischstämmigen Familie Genc brannte. Fünf junge Frauen und Mädchen erstickten und verbrannten in den Flammen. Acht Bewohner wurden schwer verletzt. Die Überlebenden und Angehörigen der Opfer leiden bis heute unter den körperlichen und seelischen Folgen.
Die vier jungen Täter, die das Haus in der Nacht angesteckt hatten, wurden wegen Mordes verurteilt. Der Anschlag – eine der folgenschwersten rassistischen Taten in der Bundesrepublik – sorgte weltweit für Entsetzen. Er rüttelte die Öffentlichkeit auf. Solingen wurde zum Symbol für Fremdenhass und militante Ausländerfeindlichkeit. Die IG Metall erinnert zusammen mit anderen gesellschaftlichen Organisationen zum Jahrestag des Brandanschlags an die Opfer von Solingen.
Zum Jahrestag der rechtsextremistischen Tat hat die IG Metall zusammen mit dem DGB NRW, dem Düsseldorfer Appell, den Vereinen Mosaik e.V. und „Mach meinen Kumpel nicht an“, sowie dem Integrationsrat und dem Amt für Migration und Integration Düsseldorf in einer Veranstaltung im DGB -Haus Düsseldorf der Opfer des Brandanschlages gedacht.
In zwei Gesprächsrunden ging es zudem um die NSU-Morde und die bisherige Aufklärung. Besonders auch um den Anschlag des NSU-Trios auf die Geschäfte der türkischstämmigen Einzelhändler in der Keupstraße in Köln und über den Umgang mit aktuellen Erscheinungen von Rechtspopulismus und Nationalismus in allen Teilen der Gesellschaft.

Alle Mitwirkenden forderten dazu auf, sich noch stärker für ein respektvolles und solidarisches Miteinander zu engagieren, denn eine starke und stabile Demokratie ist auf ein starkes Engagement von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Bürgern angewiesen.

 

 

Bleib aktiv in der IG Metall – das Netzwerk 55plus stellt sich vor

Wer kurz vor dem Ruhestand oder schon in Rente ist, für den beginnt ein neuer Lebensabschnitt – jenseits der Arbeit im Betrieb. Für diese Altersgruppe der
Menschen mit 55 Jahren und älter hat die IG Metall spezifische Angebote.

Der Vorstand des Netzwerks 55plus der IG Metall Düsseldorf-Neuss vertritt derzeit ca. 4.700 organisierte Rentnerinnen und Rentner (Stand: Dez. 2017).
Er unterstützt intensiv die außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit und nimmt Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der IG Metall. In seinen monatlichen
Sitzungen erarbeitet der Vorstand einen Aktivitätsplan mit einer Mischung aus Politik (z.B. Veranstaltungen zu aktuellen Themen, Beteiligung an Infoständen etc.), Kultur (Besichtigungen von Industrieanlagen, politischen Organisationen etc.), und einem geselligen Austausch (Rentnerfete, Weihnachtsfeier).

Das komplette Programm und Informationen rund um das Netzwerk 55plus gibt es jetzt auf einen Blick in unserem neuen Info-Flyer.

 

Protest bei ZF/TRW Werk auf Schalke

Es ging heftig zu auf der außerordentlichen Betriebsversammlung im Schalker ZF-Werk! Am vergangenen Donnerstag verkündete die Geschäftsführung der Belegschaft die Schließung des Standortes zum Jahresende 2018. Die Beschäftigten reagierten wütend und empört.

Der ZF-Konzern hatte TRW erst 2015 aufgekauft. Die Beschäftigten hatten damals große Hoffnung in den neuen Eigentümer gelegt, weil sie große Chancen zum Ausbau des Geschäfts sahen. Nun aber die Hiobsbotschaft der Geschäftsleitung: der Schritt der Schließung sei unausweichlich, denn die Wirtschaftlichkeit des Standortes sei nicht mehr gegeben. Der von der IG Metall beauftragte Wirtschaftsprüfer sieht das, nach Prüfung der Sachlage, allerdings anders.

Schon zum Jahresende soll nach Aussage der Geschäftsführung der Produktionsteil der ehemaligen TRW auf Schalke geschlossen werden. Von den rund 500 Beschäftigten am Standort seien aber „nur“ rund 350 Beschäftigte betroffen, beschwichtigt die Geschäftsführung. Dass der Kelch an den restlichen 150 Mitarbeitern vorübergeht, mag aber keiner so recht glauben. Fragen der Belegschaft wozu man ohne Produktion vor Ort noch eine Logistikabteilung braucht und wo die Auszubildenden eingesetzt werden sollen, blieben unbeantwortet. Auch den beruhigenden Aussagen der Geschäftsführung zu Übernahmemöglichkeiten in andere Betriebe wurde mit äußerster Skepsis begegnet. Von der Schließung Betroffene sollen angeblich auch im Düsseldorfer Betrieb einen neuen Job finden. Dabei handelt es sich in Düsseldorf um einen reinen Entwicklungsbetrieb und keinen Produktionsstandort.

Zur Unterstützung der Belegschaft waren ZF/TRW-Gesamtbetriebsräte aus ganz Deutschland, sowie Vertreter der IG Metall, des DGB und der Lokalpolitik gekommen, um ihre Solidarität zu bekunden. Auch aus dem Düsseldorfer Entwicklungsbetrieb in Oberkassel waren Betriebsräte zur Unterstützung in Gelsenkirchen. Alle gemeinsam forderten von der Geschäftsführung die Rücknahme der Fehlentscheidung und beteiligten sich im Anschluss am Protestzug durch die anliegenden Straßen.

Es ist davon auszugehen, dass diese einmalige Aktion den Konzern nicht zum Umdenken bewegt. Belegschaft und IG Metall sind jedoch gewappnet für eine weitere und größere Offensive und entschlossen die Pläne der Geschäftsleitung zu verhindern!