Metallerinnen und Metaller zeigen Kampfbereitschaft

Pünktlich mit dem Ende des Weihnachtsurlaubs vieler Arbeitnehmer startet die heiße Phase der Tarifrunde. Seit dieser Woche rollt die erste größere Warnstreikwelle durchs Land. Zehntausende Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie werden in den nächsten Tagen für einige Stunden die Arbeit niederlegen und an Warnstreiks teilnehmen.

Erste Aktionen gab es heute auch in der Region Düsseldorf-Neuss bei der Aluminium Norf GmbH in Neuss und bei Hydro Aluminium in Grevenbroich. Rund 900 Metallerinnen und Metaller zeigten Kampfbereitschaft und demonstrierten für die Tarifforderung der IG Metall.

Bei der Aluminium Norf GmbH beteiligten sich heute früh mehr als 350 Kolleginnen und Kollegen aus der Nachtschicht und boten mit einem Fackelzug rund um das Werksgelände ein eindrucksvolles Bild während sie lautstark ihrer Forderung Nachdruck verliehen. Ebenso kämpferisch war die Stimmung am frühen Vormittag vor den Toren der Hydro Aluminium in Grevenbroich. Über 500 Metallerinnen und Metaller nahmen an der Demo und der anschließenden Kundgebung teil und protestierten gemeinsam gegen das unzureichende Angebot der Arbeitgeber.
Bis zur dritten Verhandlungsrunde in Neuss am 18. Januar werden die Warnstreiks in der Region jetzt weiter hochgefahren. Denn es muss ein konkretes Signal von Seiten der Arbeitgeber kommen.

Das inakzeptable Angebot der Arbeitgeber von 2,0 Prozent mehr Entgelt ab April 2018 für 12 Monate und eine Einmalzahlung von 200 Euro ignoriert, neben der hervorragenden gesamtwirtschaftlichen Lage, vor allem die noch bessere Situation in der Metall- und Elektroindustrie, sowie die Leistung der Beschäftigten.

Seit Ende November 2017 wird in den Tarifgebieten mit den Arbeitgebern nun schon verhandelt – bisher ohne Ergebnis. Deshalb geht die IG Metall jetzt in die Offensive und ruft alle Mitglieder und Beschäftigte aus den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in der Region Düsseldorf-Neuss zu Warnstreiks auf.Sollten die Arbeitgeber in der kommenden Verhandlungsrunde keine Bereitschaft zeigen, inhaltlich über die Forderungen der IG Metall zu diskutieren, könnte es bald zum Scheitern der Verhandlungen kommen. Die Arbeitgeberseite muss endlich ihre Verweigerungshaltung aufgeben und konstruktiv über die Forderung nach Arbeitszeiten, die zum Leben der Beschäftigten passen, reden. Es braucht keine weiteren Verhandlungen mehr, um sich weiter im Kreis zu drehen, sondern es braucht ein klares Zeichen von den Arbeitgebern, dass sie an einer Lösung zum Thema Arbeitszeit interessiert sind!

Um auch in dieser Tarifrunde am Ende wieder erfolgreich zu sein, sollten wir den Arbeitgebern jetzt zeigen, dass wir geschlossen zusammenstehen. Denn es geht um uns. Und dabei zählt jede und jeder Einzelne. Beteiligt Euch an den anstehenden Warnstreiks in den Betrieben!

Bewegte Bilder von den beiden Aktionen findest Du hier