IG Metall begrüßt Beschlüsse zur Kurzarbeit

Die Spitzen von CDU/CSU und SPD haben am Dienstagabend (25. August 2020) eine Reihe von Maßnahmen im Zusammenhang mit den ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie beschlossen.

Zentraler Gegenstand der Verhandlungen: Die Fortführung der Regelungen zur Kurzarbeit. Im Ergebnis stehen unter anderem die Verlängerung der Bezugsdauer auf bis zu 24 Monate aber auch andere Sonderregelungen, wie die Erleichterungen beim Zugang, steuerliche Erleichterungen für Kurzarbeitende und die Aufzahlungsregelungen sollen zumindest zeitweise fortgeführt werden.

Gut, dass die Koalitionäre die Regelungen zur Bezugsdauer und Aufzahlung auf das Kurzarbeitergeld verlängert haben und dass es steuerliche Erleichterungen für die Arbeitgeber-Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld gibt. Richtig ist auch, dass die komplette Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge an die Arbeitgeber in Zukunft an die Verpflichtung gebunden wird, die Beschäftigten zu qualifizieren.

Dies entspricht in vielen Punkten dem, was die IG Metall fordert. Bis heute haben 52.000 Metallerinnen und Metaller eine entsprechend lautende Petition unterzeichnet. Nun gilt es sicherzustellen, dass die Beschlüsse des Koalitionsausschusses im parlamentarischen Verfahren nicht weiter verwässert und an einigen Stellen nachgeschärft werden.

Die IG Metall fordert schon jetzt die Bundesregierung auf, rechtzeitig vor Auslauf der befristeten Regelungen, spätestens im Juni 2021 über ihre weitere Fortführung in Betrachtung der dann vorliegenden konjunkturellen Lage zu entscheiden.

Die ausführliche Bewertung des Koaltionsbeschlusses findest Du hier