Goodrich Control Systems GmbH in Neuss soll geschlossen werden

Goodrich Control Systems GmbH in Neuss soll geschlossen werden

– Die Zukunft für 145 Beschäftigte und ihre Familien steht auf dem Spiel.

 

Der Schock sitzt tief seit die Beschäftigten des Unternehmens Goodrich Control Systems GmbH im Oktober von den Schließungsplänen ihres Werks zum 30.Juni 2019 vom UTC Konzernvorstand erfahren haben.

Gisela Kosaric, Betriebsratsvorsitzende bei UTC erklärt dazu: „Die Nachricht von der geplanten Schließung des Standorts hat die Kollegen hart getroffen. Es ist ein Schock für Alle!“, sagt Gisela. Es geht um die Existenz und Zukunft von 145 Beschäftigten und ihren Familien. Dazu kommt großes Unverständnis über die Schließungsabsicht bei der Belegschaft, da die Auftragsbücher voll sind.

 Gewerkschaftssekretär Ralf Keller sagt heute hierzu: „Hier handelt es sich um hochqualifizierte, gut bezahlte Industriearbeitsplätze in einer Zukunftsbranche mit Schlüsseltechnologie (Luftfahrtzuliefer-Betrieb). Das ist fast einmalig in NRW. Mit der Werksschließung würde wieder ein wichtiger Industriebetrieb mit langer Tradition verloren gehen.“

Das Unternehmen mit 145 Beschäftigten an der Bataverstraße in Neuss gehört zu UTC- Aerospace Systems, welche wiederum der United Technologies Corporation (UTC) mit Sitz in den USA angegliedert ist. Es handelt sich wohl um eine strategische Entscheidung des UTC Konzerns zur Gewinnoptimierung. Die Arbeit soll zukünftig im Werk der Goodrich Engine Control Cervices in Marston Green/Birmingham/ UK erledigt werden. Und bei der Verlagerung sollen die Beschäftigten in Neuss auch noch helfen: Mitarbeiter aus dem Schwesterwerk sollen von ihnen angelernt und der Know-How-Transfer sichergestellt werden.

Die Entscheidung wollen die Beschäftigten und die IG Metall nicht einfach kampflos hinnehmen und haben heute Flagge gezeigt. Dem Aufruf zum Protest vor dem Werkstor auf der Bataverstraße sind mehr als 200 Menschen gefolgt. Trotz strömenden Regens veranstalteten sie gegen 10 Uhr einen kurzen Demonstrationszug vor dem Werkstor um ihren Widerstand zu zeigen.

Zu den aktuell betroffenen Mitarbeitern gesellten sich neben mehreren Lokalpolitikern, zahlreiche ehemalige Beschäftigte, die über die Schließungsnachricht ebenso geschockt waren. Für sie ist es selbstverständlich ihre ehemaligen Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen.

Die IG Metall, der Betriebsrat und die anwesende Lokalpolitik kündigten an, alles zu tun um diese Schließung zu verhindern. Die Demo heute ist nur der Anfang, weitere Aktionen werden folgen müssen.

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