KFZ-Handwerk: 5,3 Prozent in zwei Stufen!

Die IG Metall und der Metallarbeitgeberverband NRW haben sich heute in Düsseldorf auf ein Verhandlungsergebnis verständigt.

Zum 1. Juni 2019 steigen die Entgelte für die Beschäftigten im KFZ-Handwerk NRW um 2,7 Prozent. Ab 1. August 2020 erfolgt eine weitere Erhöhung um 2,6 Prozent. In beiden Stufen steigt die Vergütung um mindestens 80 Euro. Die Auszubildenden erhalten in beiden Stufen pro Lehrjahr jeweils 50 Euro mehr Geld. Darüber hinaus bekommen die Auszubildenden unmittelbar vor der schriftlichen Abschlussprüfung einen bezahlten freien Tag. Der Tarifvertrag läuft bis 31.05.2021. Die Kfz-Tarifkommission wird am Freitag, 28. Juni, über das Verhandlungsergebnis abstimmen.

Zur Umsetzung eines tariflichen Anspruchs auf Altersvorsorgewirksame Leistungen (AvwL) setzten die Tarifparteien eine Arbeitsgruppe ein. Sie soll bis Ende Oktober 2019 einen Vorschlag erarbeiten, der die Besonderheiten des Kfz-Handwerks berücksichtigt und erläutert, wie die AvwL einen Beitrag zur Altersvorsorge leisten können.

Der Tarifvertrag gilt für die Betriebe, die Mitglied der Fachgruppe Kfz-Dienstleistungen im Arbeitgeberverband Metall NRW sind: das sind BMW, Daimler, Iveco und die PSA-Gruppe.

Starke Beteiligung am Aktionstag im Kfz-Handwerk

Rund 150 Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Kfz-Handwerks Betrieben der IG Metall Düsseldorf-Neuss haben sich am Dienstag gemeinsam am bundesweiten Aktionstag der IG Metall beteiligt, um ihre Unzufriedenheit gegenüber der Angebote der Arbeitgeber zu zeigen.

In der letzten Woche hatten die Arbeitgeber das inzwischen bundesweit bekannte Angebot von 2,3 Prozent im ersten und 2 Prozent im zweiten Jahr vorgelegt. Das ist angesichts der guten Auslastung der Werkstätten und der guter Geschäfte in den Autohäusern mager und das haben die Beschäftigten heute bei ihren Aktionen deutlich gemacht.

Auch den Auszubildenden wollen die Arbeitgeber nur 30 Euro zugestehen. Das Angebot ist angesichts des Fachkräftemangels in dieser Branche deutlich zu wenig. Das Handwerk leidet darunter, dass viele junge Menschen lieber in der Industrie einen Ausbildungsplatz annehmen. Dort ist die Vergütung deutlich höher. Darum muss gerade für die Auszubildenden eine überproportionale Erhöhung kommen.

Die IG Metall fordert gegenüber der „METALL NRW Fachgruppe Dienstleistungen/KFZ-Dienstleistungen“ für die Beschäftigten im Kfz-Handwerk 5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate sowie eine überproportionale Erhöhung der Auszubildendenvergütung.

Auch nach den zweiten Verhandlungsrunde sind die Forderungen der beiden Tarifparteien noch sehr weit voneinander entfernt. Die nächste Verhandlungsrunde steht in den nächsten Wochen an.

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