Aufnahme von Tarifverhandlungen bei Netzwerk Services Deutschland GmbH

Am 28.August informierte die Geschäftsführung(GF) der Netzwerk Services Deutschland GmbH (NWSD) ihre Belegschaft darüber, dass sie Verhandlungen mit der IG Metall zu einem Haustarifvertrag aufnehmen werde.

Gleichzeitig hatte die GF dieses auch gegenüber der IG Metall erklärt und reagierte damit auf eine entsprechende Aufforderung der IG Metall. Forderungen zu einem Tarifvertrag wurden der NWSD schon im November letzten Jahres überreicht, die Geschäftsführung konnte sich aber nicht dazu entschließen und bot stattdessen unverbindliche Sondierungsgespräche an. Diese gestalteten sich jedoch äußerst zäh und wenig fruchtbar. Deshalb erklärte Anfang August die IGM der GF die Beendigung der Sondierung und forderte die Aufnahme von Tarifverhandlungen.

Die letzte Betriebsversammlung Mitte August brachte dann den Durchbruch. Die IG Metall kündigte für den Fall der Verweigerung von Tarifverhandlungen Warnstreiks an. In mehreren IGM-Mitgliederversammlungen hatte man sich zuvor auf diese Vorgehensweise verständigt. Im Falle der Absage hätte es zeitnah eine erste Warnstreikaktion gegeben. Kurz vor Ablauf der Erklärungsfrist stimmte die GF nun der Aufnahme von Tarifverhandlungen zu.

Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass der Abschluss eines Tarifvertrags in Sichtweite ist. Die Positionen liegen weit auseinander. Aber es gibt einen ersten Verhandlungstermin am 6. Oktober.

Für den Großteil der Beschäftigten gelten aufgrund von Betriebsübergängen noch zwei unterschiedliche Tarifverträge, allerdings in der Nachwirkung.

 

Transformation der Automobilindustrie: Vorschläge der IG Metall

Deutschland wurde von Corona in einem ohnehin herausfordernden und tiefgehenden Wandel erwischt. Die gesamte Automobilbranche muss die gesetzten Klimaziele erreichen, den Wandel der Fahrzeugindustrie hin zu alternativen Antrieben und Digitalisierung von Produkt und Produktion bewältigen und nun auch noch die Folgen der Corona-Pandemie verdauen. Insbesondere in den Betrieben der Automobilzuliefererindustrie sind die Folgen zu spüren. Um die Transformation nicht zu gefährden, sondern trotz Krise und Corona-Folgen zu gestalten, hat die IG Metall den Transformationsfonds, die Best Owner Group (BOG) sowie die Förderung regionaler Transformationscluster vorgeschlagen bzw. in die Umsetzung gebracht.

Eine Zusammenfassung aller unserer Vorschläge findet ihr hier

Kahlschlag bei der Novar GmbH in Neuss

Kahlschlag bei der Novar GmbH in Neuss – fast 200 Beschäftigte betroffen

Die Entscheidung von der Konzernspitze kam ohne Vorwarnung und trifft die Beschäftigten am Standort Neuss-Norf völlig überraschend. Fast jeder zweite der über 400 Beschäftigten soll seinen Arbeitspatz bis Ende 2021 verlieren. Dies wurde den Beschäftigten Ende letzten Monats bekannt gegeben.
Der Bereich Commercial Fire ist in der Branche Weltmarktführer und eine Perle des Konzerns, der sehr gute Gewinne erwirtschaftet. Auch der Standort Neuss steht glänzend da und wurde in den letzten Jahren immer wieder für seine hervorragenden Leistungen gelobt.
Daher ist es völlig unverständlich, dass nun die Produktion nach Rumänien verlegt und das Logistikzentrum outgesourct werden soll.
„Ich kenne den Betrieb schon seit meinen Anfängen als Gewerkschaftssekretär. Das Unverständnis über die verkündeten Maßnahmen ist groß. Es trifft die Beschäftigten, die Esser und Novar erfolgreich gemacht haben und 20, 30 oder mehr Jahre hier arbeiten. Und das vor dem Hintergrund, dass die Entscheidung nicht aus wirtschaftlicher Not getroffen wurde, sondern nur der Gewinnsteigerung dient“, so Ralf Keller. Mit der Verlagerung verlöre das Unternehmen die Nähe zum Kunden auf dem großen deutschen und europäischen Markt. Aus Sicht der IG Metall ein großer strategischer Fehler.
Die IG Metall fordert deshalb die Rücknahme der Entscheidung und alternative Konzepte zum verkündeten Kahlschlag! Für die betroffenen Beschäftigten, die mit ihrem Einsatz und Engagement Novar erfolgreich gemacht haben, muss es eine Zukunft am Standort Neuss geben! Honeywell ist nicht nur seinen Aktionären, sondern auch seinen Beschäftigten gegenüber verpflichtet. Die IG Metall unterstützt den Betriebsrat und die Beschäftigten in ihrem Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze.

Das 1973 gegründete Unternehmen Esser KG spezialisierte sich schnell auf den Bereich der Sicherheitstechnik. Mit Brand- und Einbruchmeldeanlagen machte sich Esser Sicherheitstechnik schnell mit technischen Innovationen einen guten Ruf in der Branche und wuchs ständig. Eine Erfolgsgeschichte „Made in Neuss“. Nach der Umbenennung in Novar plc. übernahm 2005 der US Mischkonzern Honeywell das Unternehmen. Seitdem ist der Neusser Standort das Hauptquartier für den Bereich Commercial Fire Europa.

IG Metall begrüßt Beschlüsse zur Kurzarbeit

Die Spitzen von CDU/CSU und SPD haben am Dienstagabend (25. August 2020) eine Reihe von Maßnahmen im Zusammenhang mit den ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie beschlossen.

Zentraler Gegenstand der Verhandlungen: Die Fortführung der Regelungen zur Kurzarbeit. Im Ergebnis stehen unter anderem die Verlängerung der Bezugsdauer auf bis zu 24 Monate aber auch andere Sonderregelungen, wie die Erleichterungen beim Zugang, steuerliche Erleichterungen für Kurzarbeitende und die Aufzahlungsregelungen sollen zumindest zeitweise fortgeführt werden.

Gut, dass die Koalitionäre die Regelungen zur Bezugsdauer und Aufzahlung auf das Kurzarbeitergeld verlängert haben und dass es steuerliche Erleichterungen für die Arbeitgeber-Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld gibt. Richtig ist auch, dass die komplette Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge an die Arbeitgeber in Zukunft an die Verpflichtung gebunden wird, die Beschäftigten zu qualifizieren.

Dies entspricht in vielen Punkten dem, was die IG Metall fordert. Bis heute haben 52.000 Metallerinnen und Metaller eine entsprechend lautende Petition unterzeichnet. Nun gilt es sicherzustellen, dass die Beschlüsse des Koalitionsausschusses im parlamentarischen Verfahren nicht weiter verwässert und an einigen Stellen nachgeschärft werden.

Die IG Metall fordert schon jetzt die Bundesregierung auf, rechtzeitig vor Auslauf der befristeten Regelungen, spätestens im Juni 2021 über ihre weitere Fortführung in Betrachtung der dann vorliegenden konjunkturellen Lage zu entscheiden.

Die ausführliche Bewertung des Koaltionsbeschlusses findest Du hier

IG Metall fordert Fortführung und Weiterentwicklung der Krisenregelungen zur Kurzarbeit

Kurzarbeit ist ein wichtiges Instrument, die Beschäftigung in der Krise zu sichern. Deswegen kämpfen wir dafür, die Krisenregelungen zur Kurzarbeit fortzuführen und weiterzuentwickeln.

In den kommenden Wochen wird über die Verlängerung der Krisenregelungen zur Kurzarbeit entschieden. Kurzarbeit kommt als Instrument zur Beschäftigungssicherung weiterhin entscheidende Bedeutung zu – zumal ein Ende der Rezession in vielen Unternehmen und Branchen noch nicht in Sicht ist. Umso wichtiger ist es, dass die Brücke Kurzarbeit dauerhaft trägt. Mit einer mobilisierenden Kurzarbeitergeld-Aktion fordert die IG Metall die Politik daher auf, die Krisenregelungen zur Kurzarbeit fortzuführen und weiterzuentwickeln.

Dabei geht es um fünf zentrale Forderungen:

  • Verlängerung der Bezugsdauer und der Erleichterungen beim Zugang
  • Transferkurzarbeit zukunftsfest machen
  • Übergangsregelungen schaffen, damit die Beschäftigten, die 2020 in Kurzarbeit gehen bzw. gingen, die derzeit geltenden Aufzahlungen während der gesamten Dauer ihrer Kurzarbeit erhalten. Und: Alle Arbeitgeberzuschüsse bei Arbeitszeitabsenkung sollen steuerfrei gestellt werden.
  • Entlastung der Arbeitgeber mit Qualifizierung der Beschäftigten verbinden
  • Den Beschäftigten dürfen aus dem Bezug von Kurzarbeitergeld und entsprechenden Zuschüssen keine steuerlichen Nachteile entstehen.

Im Positionspapier stellen wir die Forderungen ausführlicher dar. Das Positionspapier findest Du hier

In einem offenen Brief an die Bundesregierung und die Abgeordneten des Bundestags machen wir unsere Forderungen deutlich. 30 Konzern- und Gesamtbetriebsratsvorsitzende haben den Brief bereits unterzeichnet. Die IG Metall ruft nun ihre Mitglieder dazu auf, sich einer Petition zu dieser Forderung anzuschließen.

Die Petition kann per Klick unterzeichnet werden. Im Anschluss erhält man eine kurze Bestätigungs-Mail.

Den Link zur Petition findest Du hier

 

Huf: Die Zeit wird knapp

Vodafone: Tarifabschluss mit Ausblick

Die IG Metall, Betriebsräte und Unternehmensleitung haben sich auch in Zeiten der Corona-Pandemie auf spürbare Sonderleistungen geeinigt: Alle Beschäftigten die unter den Tarifvertrag fallen, erhalten eine zusätzliche Sonderzahlung sowie einen Urlaubstag extra. Die Vereinbarung weist ausdrücklich über die Zeit nach Corona hinaus. Beide Seiten einigten sich darauf, dass die Beschäftigten ab Februar 2021 eine Erhöhung von mindestens 2,0 Prozent erhalten.  Sollte zudem dieses Jahr Kurzarbeit anfallen, wird das Kurzarbeitergeld von Vodafone deutlich aufgestockt.

Mit den vereinbarten Sonderleistungen „sorgen wir gemeinsam für Verlässlichkeit auch in unruhigen Zeiten“, betont IG Metall-Verhandlungsführer Carsten Schuld.
„Wir bleiben unserer Linie in der Tarifpolitik treu und sorgen für gute Vereinbarungen, auch wenn die Lage mal angespannt ist.“ Außerdem haben sich IG Metall und der Arbeitgeberverband Metall NRW darauf geeinigt, den Rahmentarifvertrag Telekommunikation weiterzuentwickeln.

Die weiteren Inhalte des Abschlusses und was unsere Betriebsräte dazu sagen, könnt ihr nachlesen in unserem Flugblatt

Die Uhr tickt.

Bemühungen zur Fortführung des Ausbildungszentrums sind in vollem Gange.

Die Schmolz und Bickenbach GmbH & Co. KG hält weiter an ihrem Entschluss fest, das Ausbildungszentrum an der Eupener Straße Ende dieses Jahres zu schließen.

Nachdem das Thema in der letzten Woche auch im Rat der Stadt Neuss ausführlich diskutiert wurde und sich die Wirtschaftsförderung damit auseinandergesetzt hat, haben sich jetzt noch einmal Vertreter der IG Metall, des DGB Neuss, die Ausbildungsleitung der Schmolz + Bickenbach GmbH & Co. KG sowie der Betriebsratsvorsitzende der Steeltec GmbH getroffen, um über die aktuelle Situation zu diskutieren und Lösungen für die herausfordernde Situation zu finden.

©IG Metall Düsseldorf-Neuss Namen vlnr.: Volker Consoir IG Metall Ddorf-Neuss, Ralf Kruse Ausbildungsleiter S + B, Udo Fischer DGB Neuss, Georg Bliersbach, stellvertr. Ausbildungsleiter, Ibrahim Koc Betriebsratsvorsitzender Steeltec GmbH

Im Vorfeld hatte die IG Metall mit der von der Schmolz und Bickenbach GmbH & Co. KG beauftragten Kanzlei, die mit der Abwicklung des Ausbildungszentrums beauftragt ist, Kontakt aufgenommen. In einem sehr offenen und konstruktiven Gespräch teilt ein Vertreter der Berliner Kanzlei mit, dass man die Schließung grundsätzlich bedauere, jedoch würde man einem etwaigen vertrauenswürdigen Nachfolger keine Steine in den Weg legen. Darüber hinaus versprach man die wirtschaftlichen Kennzahlen umgehend vorzulegen und bat auch weitergehende Unterstützung an, damit die Ausbildung am Standort Neuss nicht zum Erliegen kommt.

Volker Consoir, Geschäftsführer der IG Metall Düsseldorf-Neuss, machte noch einmal deutlich, dass die Zukunft von über 150 Auszubildenden von der Entscheidung abhinge. „Die Prüfungen der Auszubildenden stehen in ein paar Monaten und der Start der neuen Azubis steht im August an. Gerade in diesen Zeiten ist es wichtiger denn je, den jungen Menschen ein positives Signal zu geben, dass ihre Ausbildung sicher ist und wie geplant durchgeführt werden kann“, unterstrich Consoir. Auch die Betriebe und deren Verbundpartner, die im Ausbildungszentrum ausbilden lassen, hoffen auf eine Weiterführung. „Düsseldorf und Neuss als Ausbildungsregionen ist für unseren Standort essenziell wichtig, damit auch wir weiter Azubis einstellen können!

Ohne das Ausbildungszentrum ist das nicht möglich und ohne Ausbildung hat der Standort irgendwann keine Zukunft mehr“, erklärt Ibrahim Koc, Betriebsratsvorsitzender der Steeltec GmbH, die seit Jahren im Ausbildungszentrum erfolgreich ausbilden lassen.

„Die Zeit drängt, aber ein solches Projekt einfach aufzugeben ist keine Option“, machte Udo Fischer, DGB Vorsitzender des DGB Neuss, klar. Alle Anwesenden waren sich am Ende einig, dass das Ausbildungszentrum auf jeden Fall für die Region und die Zukunft der jungen Menschen weitergeführt werden sollte und auch mehr als fortführungswert ist, wenn man qualitativ gut ausbilden möchte.

„Das A und O wird sein, umgehend einen guten, seriösen Träger zu finden, um damit den Verbundpartnern zu zeigen, dass hier am Standort Neuss weiter ausgebildet werden kann“, so Consoir, „sonst werden sich die Betriebe nach Alternativen umschauen oder im schlimmsten Fall nicht mehr ausbilden und damit wäre keinem geholfen!“.

 

Weitere Pressestimmen findet ihr hier

Das letzte Mal

121 Jahre Industriegeschichte in Reisholz gehen zu Ende

Der Stahlarbeiter an sich, ist eher für seine direkte Art bekannt und neigt selten dazu emotional zu werden. In Reisholz war das am vergangenen Freitag anders. In der Halle an der Henkelstrasse wird nach 121 Jahren das letzte Rohr gepresst und dieses letzte Mal treibt allen Anwesenden Tränen in die Augen. „Wir wussten, dass dieser Moment kommt. Aber das hier schmerzt wirklich sehr, obwohl man es so oft gesehen hat. Für uns war das nicht nur ein Job, das hier ist Familie“, sagt Abdullah Yilmaz – Betriebsrat im Werk Reisholz.

Der Aufsichtsrat hatte im Februar, gegen die Stimmen der Arbeitnehmerbank, die Werkschließung zu Mitte dieses Jahres beschlossen. 300 Mitarbeiter waren zuletzt in Reisholz beschäftigt. Die Hälfte der Mitarbeiter hat bereits Aufhebungsverträge unterschrieben und für 70 weitere sind Altersübergangsregelungen gefunden worden. „Das ist mehr als wir erwartet haben“, erzählt Ayhan Üstün – Betriebsratsvorsitzender. „Der sehr gute Sozialplan, aber auch das verlorengegangene Vertrauen ins Unternehmen, machen vielen Beschäftigten den Weggang leichter“, so Üstün weiter. Die verbleibenden Mitarbeiter*innen werden in Rath oder Mülheim unterkommen.

In Reisholz aber ist jetzt Schluss. Das Werksgelände soll schnell verkauft werden und im Juli gehen die letzten Rohre endgültig vom Hof. Zuvor wird das letzte Rohr noch in Form gebracht. Unter den Klängen von Andrea Bocellis „Time to Say Goodbye“ verrichtet die Ziehpresse ihre Arbeit. Es ist wie immer, aber es ist tatsächlich das allerletzte Mal. Die Arbeiter nehmen zum Abschied ihre Helme ab und verneigen sich für das letzte Rohr und für 121 Jahre Industriegeschichte.

150 Ausbildungsplätze in Gefahr

Ausbildungswerkstatt vor Schließung – Ohne Grund jetzt das Ende einer langen Tradition

Wer sich in Berufen der Metall- und Stahlindustrie ausbilden lassen wollte, war in den vergangenen Jahren im Ausbildungszentrum an der Eupener Straße in Düsseldorf/Neuss an der richtigen Adresse. Das ist nun offenbar nicht mehr so.

Die Geschäftsführung der Schmolz und Bickenbach GmbH & Co. KG, die Trägerin des Ausbildungszentrums ist, verkündete gestern völlig überraschend die Schließung des Zentrums zum 31. Dezember dieses Jahres. Alle Verbundfirmen und –partner sind schriftlich informiert worden und auch die Ausbildungsverträge mit den Betrieben sind bereits gekündigt. „Eine Schließung des Ausbildungszentrums an der Eupener Straße und die daraus resultierenden Folgen für die Fachkräftesituation in den Betrieben sind kein gutes Zeichen für die Region und die Zukunft junger Menschen“, sagte Volker Consoir, Geschäftsführer der IG Metall Düsseldorf-Neuss. Weiterhin stehen auch die Arbeitsplätze der Ausbilder auf dem Spiel.

Über 150 Auszubildende aus Betrieben in Düsseldorf und Neuss, darunter auch große Traditionsbetriebe wie die Steeltec GmbH (früher Schmolz + Bickenbach Blankstahl GmbH), Deutschen Edelstahlwerke, Thyssen Krupp Aufzüge, Teepack und Schindler Aufzüge, werden dort jährlich betreut. Die Ausbildung vor Ort genießt einen sehr guten Ruf und vor Kurzem hatte man noch in die Modernisierung der Räumlichkeiten und die IT-Infrastruktur investiert, um weiter zukunftsfähig zu bleiben.

„Ausbildung ist ein elementares Element in den betroffenen Betrieben. Sollte die Schließung des Ausbildungszentrums kommen, sind nicht nur die Zukunftschancen der jungen Menschen gefährdet, auch die Auswirkungen für die übrigen Beschäftigten im Hinblick auf Standort- und Beschäftigungssicherheit sind noch nicht absehbar“, sagte Volker Consoir.

Gründe für die Schließung der Ausbildungswerkstatt hat die Geschäftsführung der Schmolz und Bickenbach GmbH & Co. KG nicht genannt.

Die IG Metall Düsseldorf-Neuss will neben den Verbundfirmen gemeinsam mit dem DGB-Stadtverband auch die verantwortlichen Kommunal- und Landespolitiker in die Pflicht nehmen, um gemeinsam eine Lösungsstrategie zu entwickeln. „Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund für die Schließung. Insbesondere in der jetzigen Situation und angespannten Lage auf dem Ausbildungs- und Fachkräftemarkt ist es das falsche Zeichen in Richtung Zukunft. Unser vorderstes Ziel ist deshalb der Erhalt der Ausbildungswerkstatt. Dafür werden wir kämpfen“, unterstrich Consoir.