Neuigkeiten, die Angestellte betreffen

Alle Jahre wieder – Nikolausaktion bei Vodafone

Mittlerweile gehört sie zu den guten alten Tarditionen bei Vodafone – die Nikolausaktion der IG Metall Vertrauensleute, Betriebsrätinnen und Betriebsräte.

Ausgestattet mit  Lebkuchenherzen hat sich das Nikolaus-Team bereits morgens um 6 Uhr vor den Eingängen der Vodafone Zentrale in Düsseldorf versammelt, um auch den Frühaufstehern unter den Beschäftigten den Tag zu versüßen. Dieses Jahr mit im Gepäck die klare Botschaft: Gewerkschaft macht glücklich! (Hier der Flyer zum Download)

Nachdem das Vodafone-Management in den vergangenen Wochen die guten Sitten bei den Integrationsverhandlungen von Unitymedia in den Vodafone-Konzern vermissen lässt und stattdessen den Konzernumbau auf Kosten der Beschäftigten nutzen will, haben die Metallerinnen und Metaller in der Zentrale von Vodafone mit einem Augenzwinkern die Beschäftigten angesprochen und an die positive Wirkung von Gewerkschaften und Tarifverträgen erinnert. In kurzen Gesprächen machten sie deutlich, dass die Solidarität und Geschlossenheit der Belegschaft über die Durchsetzungsstärke in Verhandlungen von Tarifverträgen entscheidend ist.

 

Komplett Verlagerung bei SMS

Die Geschäftsführung der SMS group GmbH hat auf der gestrigen Betriebsversammlung völlig überraschend verkündet, dass der komplette Düsseldorfer Betrieb mit knapp 1400 Beschäftigten bis März 2023 nach Mönchengladbach verlagert wird.

Als Grund für die erforderliche Verlagerung nennt die Geschäftsleitung den maroden Zustand des Hauptgebäudes in der Eduard-Schloemann-Straße und den auslaufenden Mietvertrag für ein weiteres Gebäude, in dem 400 Düsseldorfer Beschäftigte untergebracht sind. Wirtschaftlich sinnvoll ist aus Sicht des Managements deshalb allein ein Neubau für alle 1400 Beschäftigten auf dem eigenen Werksgelände in Mönchengladbach.

Die Ankündigung über die Verlagerung kollidiert jedoch völlig mit den Regelungen des vor einem Jahr abgeschlossenen Zukunftstarifvertrag mit der IG Metall, der eine Standortgarantie wenigstens bis Ende 2023 vorsieht. „Die Frage wird sein: Wie sich solch eine Verlagerung gestalten wird. Vor allem wie viele Mitarbeiter am Ende auf der Strecke bleiben, weil sie aus familiären Gründen den Wechsel nach Mönchengladbach nicht stemmen können oder weil längere Anfahrtszeiten kostbare Lebenszeit sind, die nicht jeder bereit ist zu investieren“, sagt Ulrike Saaber, zuständige Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Düsseldorf-Neuss.

Im Zukunftstarifvertrag wurde ein umfassendes Investitionsbudget für die rund 5-jährige Laufzeit festgelegt, das ausreichen soll, das Unternehmen wieder zukunftsfähig zu machen. Ein zweistelliger Millionenbetrag fließt dabei in die zukunfts- und aufgabenorientierte Weiterbildung der Beschäftigten. Die Beschäftigten verzichten im Gegenzug bis 2020 auf Entgelterhöhungen und haben eine höhere Wochenarbeitszeit, wodurch sie nicht unerheblich zum Gesunden Ihres Unternehmens selbst beitragen. „Die Besten gehen in der Regel zuerst –– was fatal wäre, da das Unternehmen auf das Know-How seiner Mitarbeiter gerade in dieser Umbruch- und Aufbauphase besonders angewiesen ist“, so Saaber weiter.

Einen weiteren Pressebericht zum thema findet ihr hier

Die neue Schock-Kultur bei Vodafone

IG Metall fordert Sicherheit für die Beschäftigten bei Vodafone

Verbesserter Tarifvertrag bei Bosch

Ein hartes Stück Arbeit liegt hinter der Tarifkommission. Doch nach drei langen Gesprächsrunden steht jetzt das Verhandlungsergebnis, was mit breiter Zustimmung angenommen worden ist.

Die Arbeitgeberseite musste im Vorfeld erst einmal davon überzeugt werden, dass es mit dem bisherigen ST-Ergänzungstarifvertrag (ErgTV) so nicht mehr weitergeht. Zu viele Nachteile für die Beschäftigten sind mit dem Vertragswerk aus dem Jahre 2006 verbunden. Mit Umsicht und großer Verantwortung sind Tarifkommission und IG Metall deshalb auf den Arbeitgeber zugegangen und haben am Ende ein tragfähiges Ergebnis mit besseren Quali-Regelungen und einer höheren Erfolgsbeteiligung für Alle erreicht.

Das gesamte Ergebnis und die vereinbarten Verbesserungen findest Du hier

Atos: Umfangreiches Verhandlungsergebnis erzielt

In der letzten Verhandlungsrunde gelang endlich der Durchbruch: Nach dem Atos auf seine überzogenen Forderungen an die finanzielle Beteiligung der Arbeitnehmer verzichtete, konnte ein gutes Paket als Fundament für eine erfolgreiche Transformation verhandelt und abgeschlossen werden.

Das Verhandlungsergebnis ist noch kein abschließendes Ergebnis. Es wird in den nächsten Tagen den Mitgliedern der IG  Metall-Tarifkommission und den Vertrauensleuten zur Verfügung gestellt, und nach einer Diskussion mit den Mitgliedern wird von der IG  Metall-Seite die Tarifkommission Ende August abschließend entscheiden. Zusätzlich müssen die Vereinbarungen in Tarifvertragstexte umgesetzt werden, aus denen sich dann auch ein unmittelbarer Anspruch für die Mitglieder selbst ergibt.

Kern der Einigung ist der Umbau des Unternehmens ohne Restrukturierung und betriebsbedingten Personalabbau. Stattdessen hat Atos/Unify zugesagt, eine großangelegte Qualifizierungsoffensive durchzuführen.

Das Verhandlungsergebnis in der Übersicht findest Du in unserer aktuellen TarifInformation

 

Warnstreik bei Unify und Atos: Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs

In einem langen Protestmarsch und einer anschließenden Kundgebung vor den Türen des Atos-Standortes in Essen machten die Beschäftigten von Atos/Unify jetzt ihrem Unmut Luft. Sie waren aus Düsseldorf und Gelsenkirchen angereist, um lautstark zu protestieren und den Arbeitgeber aufzufordern, sich in den Verhandlungen mit der IG Metall endlich zu bewegen. Auch in anderen Atos/Unify Lokationen wurde und wird gestreikt, um die IG Metall bei den aktuellen Verhandlungen zu unterstützen.

Atos plant einen gigantischen Unternehmensumbau, um sich für die Zukunft aufzustellen. Dazu will der Arbeitgeber bundesweit 1600 Arbeitsplätze abbauen und die gleiche Anzahl in andere Unternehmen outsourcen. Finanzieren sollen das – wenn es nach dem Willen der Geschäftsführung ginge – zu einem großen Anteil die Beschäftigten selbst. Rund 75% der Kosten will Atos/Unify auf die Belegschaft abwälzen, in dem diese auf Entgelt und freie Tage – der Forderungskatalog der Arbeitgeber ist groß – verzichten sollen.

Kompensationsangebote hat der Arbeitgeber in den Verhandlungen bisher keine gemacht. Die IG Metall fordert unter anderem langfristige Sicherheiten für die Beschäftigten und sozialverträgliche Angebote für diejenigen, die Atos/Unify verlassen sollen.

Die Verhandlungspartner kommen jetzt in Hamburg zur letzten geplanten Tarifverhandlung zusammen.

Ob es zu einem Tarifabschluss zur Transformation kommt, ist fraglich, denn noch liegen die Positionen sehr weit auseinander.

Vodafone-Betriebsräte befürchten Jobabbau

Die Arbeitnehmervertreter befürchten unfaire Konkurrenz durch den Neuling United Internet (1&1), der am Mittwoch Frequenzen für ein eigenes Mobilfunknetz ersteigert hat. Auf dem Land will United aber die Netze der etablierten Wettbewerber nutzen.

Nachdem es United Internet am Mittwoch geschafft hat Frequenzen zum Betrieb eines vierten Mobilfunknetzes in Deutschland zu erringen, befürchten die Arbeitnehmervertreter der etablierten drei Netzbetreiber bei ihren Unternehmen massiven Jobabbau. Tausende Stellen seien gefährdet.

Was die Vodafone-Betriebsräte aus den Standorten Ratingen und Düsseldorf für die Beschäftigten hier in der Region befürchten lest ihr hier

Vodafone: Podiumsdiskussion zum 5G – Netzausbau

Die Konzernbetriebsratsvorsitzenden der Mobilfunknetzbetreiber trafen sich in Düsseldorf, um mit der Politik die Zukunft der Branche und die Bedingungen der 5G Auktion zu besprechen. Die Konzernbetriebsratsvorsitzenden fordern gemeinsam, dass eine Ermächtigung für ein verpflichtendes lokales Roaming in Deutschland auch bei zukünftigen Änderungen des Telekommunikationsgesetz (TKG) endgültig vom Tisch kommt. Marktlösungen wie festgelegte Verhandlungsgebote zwischen den Akteuren am Markt reichen aus und müssen immer den Vorzug haben. „Gute Netze und Gute Arbeit sind für uns untrennbar miteinander verbunden!“, waren sich die drei Konzernbetriebsratsvorsitzenden von Vodafone Deutschland GmbH, Deutscher Telekom AG und der Telefónica Deutschland Holding AG – Konkurrenten im Markt – einig.

Welche Forderungen die Konzernbetriebsratsvorsitzenden an den Standort Deutschland und die Politik haben lest ihr in unserem ausführlichen Bericht

Starkes Tarifergebnis bei Vodafone

Der Entgelttarifabschluss der IG Metall aus dem letzten Jahr mit der Erhöhung um 4,3 % sieht eine Laufzeit bis ins nächste Jahr vor. An die T-Zug Komponente (Einmalzahlung 27,5 %) des Tarifabschluss ME fühlte sich Vodafone nicht gebunden, da sie kein Bestandteil des Rahmentarifvertrages telekommunikation ist.

Trotzdem haben die IG Metall und Vodafone Gespräche über eine Anpassung im Jahr 2019 aufgenommen.

400 Euro Einmalzahlung und dauerhaft am 24.12. und 31.12 . arbeitsfrei
In den darauffolgenden Tarifgesprächen konnten wir folgendes Tarifabkommen vereinbaren:

  • Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro brutto in den Kalenderjahren 2019 und 2020 (Auszahlung 30.08.).
  • Grundsätzlich arbeitsfrei am 24.12. und 31.12. Diese Regelung für Vodafone gilt erstmals in 2019 und nimmt dann dauerhaft an der Laufzeit des RTV Telekommunikation teil.
  • Die Tarifvertragsparteien werden ab Herbst 2020 Verhandlungen über eine mögliche Neugestaltung von Regelungen des RTV Telekommunikation aufnehmen.
  • Das Tarifabkommen beinhaltet weiterhin: „Die Tarifvertragsparteien stimmen hiermit der GBV „Vereinbarung zur Ergänzung der GBV Entgeltsystematik für Mitarbeiter mit Provisionsvergütung in den Geschäftsbereichen Consumer und Wholesale“ vom 8. Dezember 2016 zu.“

Somit haben wir gemeinsam ein ordentliches Tarifergebnis erzielen, welches die Einmalzahlung von 100 Euro für den Zeitraum von Januar bis März 2018 und die vereinbarte Entgelterhöhung aus der Fläche in Höhe von 4,3 Prozent in 2018 ergänzt.

Das ganze ergebnis im Überblick findest Du nochmal in unserem Mitglieder-Flyer