Neuigkeiten, die Angestellte betreffen

THK: Kehrt zurück an den Verhandlungstisch

Vodafone: Tarifabschluss mit Ausblick

Die IG Metall, Betriebsräte und Unternehmensleitung haben sich auch in Zeiten der Corona-Pandemie auf spürbare Sonderleistungen geeinigt: Alle Beschäftigten die unter den Tarifvertrag fallen, erhalten eine zusätzliche Sonderzahlung sowie einen Urlaubstag extra. Die Vereinbarung weist ausdrücklich über die Zeit nach Corona hinaus. Beide Seiten einigten sich darauf, dass die Beschäftigten ab Februar 2021 eine Erhöhung von mindestens 2,0 Prozent erhalten.  Sollte zudem dieses Jahr Kurzarbeit anfallen, wird das Kurzarbeitergeld von Vodafone deutlich aufgestockt.

Mit den vereinbarten Sonderleistungen „sorgen wir gemeinsam für Verlässlichkeit auch in unruhigen Zeiten“, betont IG Metall-Verhandlungsführer Carsten Schuld.
„Wir bleiben unserer Linie in der Tarifpolitik treu und sorgen für gute Vereinbarungen, auch wenn die Lage mal angespannt ist.“ Außerdem haben sich IG Metall und der Arbeitgeberverband Metall NRW darauf geeinigt, den Rahmentarifvertrag Telekommunikation weiterzuentwickeln.

Die weiteren Inhalte des Abschlusses und was unsere Betriebsräte dazu sagen, könnt ihr nachlesen in unserem Flugblatt

Werkzeugkoffer Agiles Arbeiten

Vodafone: Sozialplan steht

Nach intensiven Verhandlungen haben sich Konzernbetriebsrat und Vodafone auf die Bedingungen für den Umbau des Unternehmens geeinigt. Betriebsrat und IG Metall sind vor dem Hintergrund der großen Herausforderung, welche die Integration von Unitymedia und die Transformation des Unternehmens mit sich bringt, alles in allem zufrieden. Das Ergebnis kann sich mit Sozialplänen aus früheren Zeiten messen: Verbesserte Kündigungsfristen, Job-Offerten für Betroffene mit Qualifizierungsmöglichkeiten, Verbesserung der Vorruhestandsregelungen und großzügige Abfindungsregelungen sind erreicht.

Dennoch kann das Ergebnis über eine traurige Tatsache nicht hinwegtäuschen:
Vodafone baut Stellen ab, Kolleginnen und Kollegen werden das Unternehmen verlassen – der Umbau wird die größte Personalabbaumaßnahme, die es jemals bei Vodafone gab.

Mehr zum Inhalt des neuen Sozialplans findet ihr im aktuellen Flugblatt

Alle Jahre wieder – Nikolausaktion bei Vodafone

Mittlerweile gehört sie zu den guten alten Tarditionen bei Vodafone – die Nikolausaktion der IG Metall Vertrauensleute, Betriebsrätinnen und Betriebsräte.

Ausgestattet mit  Lebkuchenherzen hat sich das Nikolaus-Team bereits morgens um 6 Uhr vor den Eingängen der Vodafone Zentrale in Düsseldorf versammelt, um auch den Frühaufstehern unter den Beschäftigten den Tag zu versüßen. Dieses Jahr mit im Gepäck die klare Botschaft: Gewerkschaft macht glücklich! (Hier der Flyer zum Download)

Nachdem das Vodafone-Management in den vergangenen Wochen die guten Sitten bei den Integrationsverhandlungen von Unitymedia in den Vodafone-Konzern vermissen lässt und stattdessen den Konzernumbau auf Kosten der Beschäftigten nutzen will, haben die Metallerinnen und Metaller in der Zentrale von Vodafone mit einem Augenzwinkern die Beschäftigten angesprochen und an die positive Wirkung von Gewerkschaften und Tarifverträgen erinnert. In kurzen Gesprächen machten sie deutlich, dass die Solidarität und Geschlossenheit der Belegschaft über die Durchsetzungsstärke in Verhandlungen von Tarifverträgen entscheidend ist.

 

Komplett Verlagerung bei SMS

Die Geschäftsführung der SMS group GmbH hat auf der gestrigen Betriebsversammlung völlig überraschend verkündet, dass der komplette Düsseldorfer Betrieb mit knapp 1400 Beschäftigten bis März 2023 nach Mönchengladbach verlagert wird.

Als Grund für die erforderliche Verlagerung nennt die Geschäftsleitung den maroden Zustand des Hauptgebäudes in der Eduard-Schloemann-Straße und den auslaufenden Mietvertrag für ein weiteres Gebäude, in dem 400 Düsseldorfer Beschäftigte untergebracht sind. Wirtschaftlich sinnvoll ist aus Sicht des Managements deshalb allein ein Neubau für alle 1400 Beschäftigten auf dem eigenen Werksgelände in Mönchengladbach.

Die Ankündigung über die Verlagerung kollidiert jedoch völlig mit den Regelungen des vor einem Jahr abgeschlossenen Zukunftstarifvertrag mit der IG Metall, der eine Standortgarantie wenigstens bis Ende 2023 vorsieht. „Die Frage wird sein: Wie sich solch eine Verlagerung gestalten wird. Vor allem wie viele Mitarbeiter am Ende auf der Strecke bleiben, weil sie aus familiären Gründen den Wechsel nach Mönchengladbach nicht stemmen können oder weil längere Anfahrtszeiten kostbare Lebenszeit sind, die nicht jeder bereit ist zu investieren“, sagt Ulrike Saaber, zuständige Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Düsseldorf-Neuss.

Im Zukunftstarifvertrag wurde ein umfassendes Investitionsbudget für die rund 5-jährige Laufzeit festgelegt, das ausreichen soll, das Unternehmen wieder zukunftsfähig zu machen. Ein zweistelliger Millionenbetrag fließt dabei in die zukunfts- und aufgabenorientierte Weiterbildung der Beschäftigten. Die Beschäftigten verzichten im Gegenzug bis 2020 auf Entgelterhöhungen und haben eine höhere Wochenarbeitszeit, wodurch sie nicht unerheblich zum Gesunden Ihres Unternehmens selbst beitragen. „Die Besten gehen in der Regel zuerst –– was fatal wäre, da das Unternehmen auf das Know-How seiner Mitarbeiter gerade in dieser Umbruch- und Aufbauphase besonders angewiesen ist“, so Saaber weiter.

Einen weiteren Pressebericht zum thema findet ihr hier

Die neue Schock-Kultur bei Vodafone

IG Metall fordert Sicherheit für die Beschäftigten bei Vodafone

Verbesserter Tarifvertrag bei Bosch

Ein hartes Stück Arbeit liegt hinter der Tarifkommission. Doch nach drei langen Gesprächsrunden steht jetzt das Verhandlungsergebnis, was mit breiter Zustimmung angenommen worden ist.

Die Arbeitgeberseite musste im Vorfeld erst einmal davon überzeugt werden, dass es mit dem bisherigen ST-Ergänzungstarifvertrag (ErgTV) so nicht mehr weitergeht. Zu viele Nachteile für die Beschäftigten sind mit dem Vertragswerk aus dem Jahre 2006 verbunden. Mit Umsicht und großer Verantwortung sind Tarifkommission und IG Metall deshalb auf den Arbeitgeber zugegangen und haben am Ende ein tragfähiges Ergebnis mit besseren Quali-Regelungen und einer höheren Erfolgsbeteiligung für Alle erreicht.

Das gesamte Ergebnis und die vereinbarten Verbesserungen findest Du hier

Atos: Umfangreiches Verhandlungsergebnis erzielt

In der letzten Verhandlungsrunde gelang endlich der Durchbruch: Nach dem Atos auf seine überzogenen Forderungen an die finanzielle Beteiligung der Arbeitnehmer verzichtete, konnte ein gutes Paket als Fundament für eine erfolgreiche Transformation verhandelt und abgeschlossen werden.

Das Verhandlungsergebnis ist noch kein abschließendes Ergebnis. Es wird in den nächsten Tagen den Mitgliedern der IG  Metall-Tarifkommission und den Vertrauensleuten zur Verfügung gestellt, und nach einer Diskussion mit den Mitgliedern wird von der IG  Metall-Seite die Tarifkommission Ende August abschließend entscheiden. Zusätzlich müssen die Vereinbarungen in Tarifvertragstexte umgesetzt werden, aus denen sich dann auch ein unmittelbarer Anspruch für die Mitglieder selbst ergibt.

Kern der Einigung ist der Umbau des Unternehmens ohne Restrukturierung und betriebsbedingten Personalabbau. Stattdessen hat Atos/Unify zugesagt, eine großangelegte Qualifizierungsoffensive durchzuführen.

Das Verhandlungsergebnis in der Übersicht findest Du in unserer aktuellen TarifInformation