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Einigung bei Vallourec

Mit über 90% Zustimmung haben die Mitglieder in den drei deutschen Vallourec-Standorten -Mülheim an der Ruhr, Rath und Reisholz- das Verhandlungsergebnis angenommen.

Nach harten Verhandlungen um die Zukunft der Standorte hat die IG Metall mit der Geschäftsführung von Vallourec ein Ergebnis erzielt: Das Unternehmen garantiert bis 2021 Beschäftigung und Standorte und wird anfallende Verluste weiterhin tragen, um die Krise zu überwinden. Im Gegenzug tragen die Beschäftigten mit insgesamt rund zwölf Millionen Euro zu der Sanierung bei. Dazu wird die anstehende tarifliche Erhöhung der Entgelte zeitlich gestreckt.

Mehr zur Einigung findest du in unseren aktuellen stahlnachrichten

 

Durchstarten bei Klima- und Mobilitätswende

Der Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft muss ökologisch, sozial und demokratisch erfolgen. Die IG Metall setzt sich deshalb sowohl für eine effektive Klimaschutzpolitik als auch für eine aktive Politik zur Verringerung der sozialen Spaltungen ein.

Auf der diesjährigen Bezirkskonferenz in Düsseldorf am vergangenen Wochenende war es die IG Metall Jugend NRW, die das Thema Klimaschutz in den Mittelpunkt stellte. Auf ihren Antrag hin beschlossen die rund 200 Delegierten, darunter auch die vier Delegierten aus Düsseldorf-Neuss – Helmut Bauer (Daimler AG), Wolfgang Freitag (Vallourec GmbH – Werk Rath), Frank Lindenau (Aluminium Norf GmbH) und Peter Zeise (Siemens AG –  Niederlassung Düsseldorf)- die Resolution „Klimaschutz sozial gestalten“.

In der Resolution heißt es, es gebe beim Klimaschutz „kein schwarz oder weiß“. Die IG Metall Jugend fordert, dass die politisch besten Entscheidungen für Klimaschutz und Arbeitsplätze getroffen werden. Dies macht eine differenzierte Betrachtung notwendig. Wenn Entscheidungen dazu führen, dass Industriearbeit bei uns wegbricht, weil zum Beispiel Strom zu teuer wird oder die Versorgungssicherheit nicht mehr gegeben ist, hilft das weder dem Klima noch den Menschen, die schlussendlich Arbeit zum Leben brauchen. Die Arbeitsplätze wären weg und die Produkte wür-den aus Regionen importiert, die nicht die ökologischen und sozialen Standards besitzen, wie sie in der Regel bei uns zu finden sind.

Die gesamte Resolution findest Du hier

Gleichzeitig hat die IG Metall heute gemeinsam mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) die gemeinsamen Initiative „Die Klima- und Mobilitätswende gestalten“  gestartet. Gemeinsam wollen die Organisationen Politik und Unternehmen wachrütteln. Die IG Metall und die beiden größten deutschen Umweltverbände setzen sich sowohl für eine effektive Klimaschutzpolitik als auch für eine aktive Politik zur Verringerung der sozialen Spaltungen ein. Sie fordern, dass beim notwendigen ökologischen Umbau der Industrie niemand auf der Strecke bleibt. Sie erwarten weiter von der Politik, dass nicht nur die nötigen Investitionen getätigt, sondern auch wirksame Programme gestartet werden, damit Beschäftigung gesichert und die Qualifizierung erhöht werden kann.

Für diese Forderung sind am 29. Juni über 50 000 Metallerinnen und Metaller bei der Kundgebung #FairWandel in Berlin auf die Straße gegangen. Neben Jörg Hofmann war auch NABU-Präsident Olaf Tschimpke einer der Redner auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor. Ihre gemeinsame Botschaft an Regierung und Unternehmen: Das Nichtstun muss ein Ende haben.

Das gemeinsame Eckpunktepapier findest Du hier

1. September 2019: Fest der Demokratie

Das Jahr 2019 bringt uns besonders markant in Erinnerung, wie sehr Geschichte und Gegenwart miteinander verbunden sind und welche Verantwortung uns daraus erwächst:
Es jährt sich zum 100. Mal die Weimarer Verfassung, zum 80. Mal der Beginn des Zweiten Weltkrieges, das Grundgesetz wird 70 Jahre alt und vor 30 Jahren fiel nach der friedlichen Revolution die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland.
Jeder dieser Jahrestage ist ‡Grund genug, sich seiner mit besonderen Veranstaltungen zu erinnern.

In Düsseldorf laden am 1. September ab 13 Uhr über 40 Organisationen und Initiativen zum großen Demokratiefest im Ehrenhof ein.

Wir sind mit dabei.
Zusammen mit der Roadshow und ausgestattet mit der Respekt! – Kein Platz für Rassismus Kampagne, Popcorn- Maschine, Zuckerwatte, Ballons, Fragebogenaktion und Fotobox, wollen auch wir ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung setzen.

Werde Respekt! – Botschafterin oder Respekt! – Botschafter und unterstütze uns.
Wir wollen, dass unsere Botschaften auch ankommen. Dafür brauchen wir Dein Engagement und Deine Unterstützung vor Ort. Lade also Freunde und Familie ein und sei dabei.

Mach mit!
Du hast Lust uns am 1. September als Botschafterin oder Botschafter zu unterstützen?
Hier geht es zur Anmeldung

Trage deine Wunschzeit und deine Kontaktdaten ein und um alles weitere kümmern wir uns dann! Natürlich statten wir alle Helferinnen und Helfer mit einem Geschenkpaket aus und auch für das leibliche Wohl ist an diesem Tag für Dich gesorgt.

Wir erwarten viele Besucher und freuen uns über jede helfende Hand! Sei dabei!

Druck durch Warnstreik lohnt sich!

Verhandlungen ohne Ergebnis bis Ende Juli unterbrochen.

Am 27. Juni 2019 sind gegen ca. 1:30 Uhr morgens in Hamburg die Verhandlungen zwischen IG Metall und Gesamtbetriebsrat mit Atos/Unify über die Transformation ohne Ergebnis unterbrochen worden. Grund dafür: Nach mehr als 15 Stunden waren die Verhandlungen an einem kritischen Punkt angelangt. Es wurde klar, dass zu diesem Zeitpunkt keine Lösung möglich war, die Verhandlungen aber nicht gescheitert sind.

Einige Punkte zum Stand der Verhandlungen

  • Die Arbeitgeber sind in einigen Punkten der IG Metall/Gesamtbetriebsrat entgegengekommen
  • Wichtige Themen konnten aber noch nicht gelöst werden
  • Die Verhandlungspartner haben Stillschweigen über den Stand der Verhandlung vereinbart

Wie geht es weiter?

Die Verhandlungen sollen am 25. Juli fortgesetzt werden. Ziel von IG Metall und GBR ist es, an diesem Termin zu einem Ergebnis zu kommen. Sollte das nicht gelingen, werden wir mehr Druck machen müssen.

Ausführliche Infos findet ihr in unserer aktuellen Tarifinformation

 

Neuer Tarifvertrag für die Beschäftigten bei Schindler!

Neues tarifliches Zusatzgeld! +++ ab 2020 Wahloption auf acht bezahlte freie Tage +++ Verkürzte Vollzeit

Aufgrund des bestehenden Firmentarifvertrags für Schindler waren die Beschäftigten vom neuen Tarifvertrag Tarifliches Zusatzgeld (T-ZUG), von der Wahloption Freistellungszeit  in Anspruch nehmen zu können und von der kurzen Vollzeit ausgeschlossen.

Das wollten die aktiven Metallerinnen und Metaller bei Schindler nicht hinnehmen. Gemeinsam mit der IG Metall wurde der Firmentarifvertrag neu verhandelt: Mit Erfolg, der Tarifvertrag T-ZUG und die kurze Vollzeit wurde übernommen. Das Tarifliche Zusatzgeld bereits mit der Juni Abrechnung ausgezahlt!

Jetzt steht das nächste große Tarifprojekt an, in Kürze wird ein Tarifvertrag über Langzeitkonten verhandelt. Die Beschäftigten bei Schindler wissen, dies ist nur mit einer starken IG Metall möglich.

Weitere Informationen findest Du in unserem ausführlichen Tarifinfo

 

 

 

Tarifabschluss im Tischlerhandwerk: 4,9 Prozent mehr Geld in zwei Stufen

Die IG Metall-Tarifkommission für das Tischlerhandwerk in NRW hat gestern dem Verhandlungsergebnis für die Beschäftigten des Tischler- und Schreinerhandwerks des Tarifgebietes Nordwest vom 19. Juni 2019 einstimmig zugestimmt.

Demnach erhöhen sich die Entgelte der 49.000 Beschäftigten in dieser Branche in zwei Schritten: Zum 1. August 2019 zunächst um 2,9 Prozent und zum 1. Oktober 2020 um weitere 2 Prozent. Zu beiden Zeitpunkten wird die Ausbildungsvergütung jeweils um 30 Euro überproportional erhöht. Dieser Tarifvertrag läuft bis zum 30. September 2021.

Zusätzlich gibt es erstmals für die Branche einen Tarifvertrag zum Ausgleich von Rentenabschlägen für über 50-jährige Arbeitnehmer. Dieser Vertrag gibt einen Rechtsanspruch auf eine monatliche Zusatzzahlung der Arbeitgeber in die Deutsche Rentenversicherung in Höhe von 50 Euro, um einen früheren Ausstieg aus dem Arbeitsleben ohne Rentenkürzung zu ermöglichen. Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer selbst auch mindestens 50 Euro einzahlt. Der Tarifvertrag zum Ausgleich von Rentenabschlägen tritt am 1. August 2019 in Kraft und kann erstmals zum 31. Dezember 2024 gekündigt werden.

 

 

 

Über 50.000 Metallerinnen und Metaller für gerechte Transformation in Berlin

Über 50.000 Menschen aus ganz Deutschland haben sich am Samstag an der Kundgebung #FairWandel der IG Metall in Berlin beteiligt. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus 17 Betrieben und 8 Bussen waren auch wir aus Düsseldorf-Neuss mit dabei.

Ihre Botschaft an Regierung und Unternehmen: Das Nichtstun muss ein Ende haben. Verkehrswende, Energiewende, Klimaschutz und Transformation der Industrie funktionieren nicht von alleine. Dafür braucht es einen Plan, massive Investitionen ― und vor allem schnelles und entschlossenes Handeln.

Auf der Kundgebung #FairWandel sprachen neben Jörg Hofmann auch Jasmin Gebhardt, Vertreterin der Jungen IG Metall, und andere Vertreter der Zivilgesellschaft wie Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), und Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie. Damit wird deutlich, wie offen und umfassend der gesellschaftliche Dialog zur sozialen Transformation von der IG Metall geführt wird.

Das Kulturprogramm auf der Kundgebung bestritten die Sänger Clueso und Joris sowie die Bands Silly, Culcha Candela und das Berlin Boom Orchestra.

Zentrales Anliegen der Kundgebung ist die Forderung an Arbeitgeber und Politik, dafür zu sorgen, dass der ökologische und digitale Wandel nicht massenhaft Verlierer hervorbringt. Im Gegenteil: Die Transformation soll aus technischem Fortschritt sozialen Fortschritt machen. Wir verlangen ein Transformationskurzarbeitergeld. Damit werden Entlassungen vermieden und die Beschäftigten können sich für die Arbeit an neuen Produkten qualifizieren.

Die IG Metall erwartet auch, dass die Mobilitäts- und Energiewende erfolgreich umgesetzt wird – im Interesse der Beschäftigten und des Klimaschutzes Nicht länger nur Zieldebatten, sondern endlich konkrete Maßnahmen. Ganz dringend ist zum Beispiel eine flächendeckende und verlässliche Infrastruktur von Schnellladestationen. Daneben sind massive Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr und die Schiene notwendig.

Dass die Transformation auch junge Menschen bewegt, zeigte die Junge IG Metall mit einem eigenen Demonstrationszug vom Roten Rathaus zum Brandenburger Tor und mit Aktionen zu Ökologie, Ausbildung, Arbeitszeit, Rechtsruck, Globalisierung und Gleichstellung.

Wir sagen an dieser Stelle noch einmal: Dankeschön an alle Kolleginnen und Kollegen, die am Samstag dieses deutliche Zeichen in Berlin gesetzt haben!

 

Die ausführliche Pressemitteilung findest Du hier

Das Abschlussvideo zur Kundgebung findest Du hier

Wie die Presse unsere Aktion sieht liest Du hier:

in der Tagesschau

in der Sueddeutschen Zeitung

in der Berliner Zeitung

bei n-tv

Warnstreik bei Unify und Atos: Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs

In einem langen Protestmarsch und einer anschließenden Kundgebung vor den Türen des Atos-Standortes in Essen machten die Beschäftigten von Atos/Unify jetzt ihrem Unmut Luft. Sie waren aus Düsseldorf und Gelsenkirchen angereist, um lautstark zu protestieren und den Arbeitgeber aufzufordern, sich in den Verhandlungen mit der IG Metall endlich zu bewegen. Auch in anderen Atos/Unify Lokationen wurde und wird gestreikt, um die IG Metall bei den aktuellen Verhandlungen zu unterstützen.

Atos plant einen gigantischen Unternehmensumbau, um sich für die Zukunft aufzustellen. Dazu will der Arbeitgeber bundesweit 1600 Arbeitsplätze abbauen und die gleiche Anzahl in andere Unternehmen outsourcen. Finanzieren sollen das – wenn es nach dem Willen der Geschäftsführung ginge – zu einem großen Anteil die Beschäftigten selbst. Rund 75% der Kosten will Atos/Unify auf die Belegschaft abwälzen, in dem diese auf Entgelt und freie Tage – der Forderungskatalog der Arbeitgeber ist groß – verzichten sollen.

Kompensationsangebote hat der Arbeitgeber in den Verhandlungen bisher keine gemacht. Die IG Metall fordert unter anderem langfristige Sicherheiten für die Beschäftigten und sozialverträgliche Angebote für diejenigen, die Atos/Unify verlassen sollen.

Die Verhandlungspartner kommen jetzt in Hamburg zur letzten geplanten Tarifverhandlung zusammen.

Ob es zu einem Tarifabschluss zur Transformation kommt, ist fraglich, denn noch liegen die Positionen sehr weit auseinander.

KFZ-Handwerk: 5,3 Prozent in zwei Stufen!

Die IG Metall und der Metallarbeitgeberverband NRW haben sich heute in Düsseldorf auf ein Verhandlungsergebnis verständigt.

Zum 1. Juni 2019 steigen die Entgelte für die Beschäftigten im KFZ-Handwerk NRW um 2,7 Prozent. Ab 1. August 2020 erfolgt eine weitere Erhöhung um 2,6 Prozent. In beiden Stufen steigt die Vergütung um mindestens 80 Euro. Die Auszubildenden erhalten in beiden Stufen pro Lehrjahr jeweils 50 Euro mehr Geld. Darüber hinaus bekommen die Auszubildenden unmittelbar vor der schriftlichen Abschlussprüfung einen bezahlten freien Tag. Der Tarifvertrag läuft bis 31.05.2021. Die Kfz-Tarifkommission wird am Freitag, 28. Juni, über das Verhandlungsergebnis abstimmen.

Zur Umsetzung eines tariflichen Anspruchs auf Altersvorsorgewirksame Leistungen (AvwL) setzten die Tarifparteien eine Arbeitsgruppe ein. Sie soll bis Ende Oktober 2019 einen Vorschlag erarbeiten, der die Besonderheiten des Kfz-Handwerks berücksichtigt und erläutert, wie die AvwL einen Beitrag zur Altersvorsorge leisten können.

Der Tarifvertrag gilt für die Betriebe, die Mitglied der Fachgruppe Kfz-Dienstleistungen im Arbeitgeberverband Metall NRW sind: das sind BMW, Daimler, Iveco und die PSA-Gruppe.

Hydro-Beschäftigte schlagen Alarm wegen Energiewende

Weil die Braunkohleverstromung endet, bangen die Betriebsräte und die Belegschaft bei Hydro um ihre Zukunft und ihre Jobs.

Im Interview mit der Rheinischen Post erklären Heinz Höhner – Betriebsratsvorsitzender bei Hydro Aluminium Rolled Products in Grevenbroich- und Knut Giesler – Bezirksleiter der IG Metall NRW- ausführlich, welche Anforderungen sie an einen sauberen Plan für die Energiewende haben und was den Beschäftigten in dem energieintensiven Betrieb droht, wenn es keinen Plan gibt.

Das gesamte Interview lest ihr hier