Während Politik, Gewerkschaften und viele Arbeitgeber gemeinsam alles versuchen, die Folgen der Corona-Pandemie für Beschäftigte und Unternehmen möglichst in den Griff zu bekommen, wollen sich die Arbeitgeber der Textilen Dienste diesem gesellschaftlichen Konsens entziehen. Sie haben angekündigt, das vereinbarte Verhandlungsergebnis vom 28. Februar 2020 zu widerrufen. Mit diesem Widerruf gibt es nicht nur keine Lohnerhöhung, auch die schon lange bestehende tarifliche Regelung zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 80 Prozent fällt weg.

Knut Giesler, IG Metall-Bezirksleiter NRW: „Die Arbeitgeber der Textilen Dienstleister sollten sich schämen. Ein Teil ihrer Beschäftigten hält zurzeit das Gesundheitssystem am Laufen. Statt diesen Einsatz zu würdigen, wird die vereinbarte Entgelterhöhung vorenthalten. Anderen Beschäftigten, die beispielsweise Berufsbekleidung reinigen, droht Kurzarbeit. Diese schicken die Arbeitgeber mit ihrem unverantwortlichen Handeln mitten in der Krise in die Armut. Beides ist ein Skandal. Ich fordere die Arbeitgeber eindringlich dazu auf, auf den Pfad der Menschlichkeit zurückzukehren.“

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