2500 Beschäftigte von thyssenkrupp Elevator vor Konzernzentrale in Essen

Auch Beschäftigte von ThyssenKrupp Home Solution aus Neuss beteiligen sich am Mittwoch 4. Dezember 2019 an der zentralen Kundgebung vor der Thyssenkrupp-Zentrale in Essen. Mit der Großdemonstration setzen die rund 2.500 Beschäftigten ein Zeichen dafür, dass es nicht nur um das große Geld, sondern auch um die Zukunft der Beschäftigten geht. 

Der thyssenkrupp Konzern ist durch schwerwiegende Managementfehler in eine kritische wirtschaftliche und finanzielle Situation geraten. Jetzt muss die Perle des Konzerns, thyssenkrupp Elevator, durch eine wie auch immer geartete Veräußerung zu Geld gemacht werden, um den Gesamtkonzern mit seinen anderen Geschäftsbereichen zukunftsfähig aufstellen zu können. Die Ankündigung des Thyssenkrupp-Vorstands die profitable Aufzugssparte über einen Börsengang, einen Komplett- oder Teilverkauf abzustoßen, ohne dabei eine Zusage zu treffen was mit tariflichen Besitzständen wie beispielsweise der „Beschäftigungssicherung“ geschehen soll, stößt bei den Beschäftigten auf völliges Unverständnis.

„Es geht um die Zukunft jedes einzelnen Beschäftigten bei thyssenkrupp Elevator. Das Management weigert sich nach wie vor, die erforderlichen Sicherheiten für Arbeitsplätze und Standorte zu geben -das wir das nicht aktzeptieren, machen wir mit der heutigen Aktion deutlich“, sagt Ralf Keller, zuständiger Gewerkschaftssekretär der IG Metall Düsseldorf-Neuss.

Direkt im Anschluss an die Aktion in Essen sind die Verhandlungen über einen Zukunftstarifvertrag weitergeführt worden. „Wir werden keine Ruhe geben, bevor wir nicht für alle Beschäftigten und alle Standorte bei Elevator eine Zukunftssicherung vereinbart haben“, so Ralf Keller.