Unser digitales Festtags-Grußpaket

Unterstützt die Onlineaktion – für die Zukunft bei Daimler

Es geht um die Zukunft der Daimler Beschäftigten.
Wir wollen gemeinsam mit deiner Unterstützung dem Vorstand auf die Sprünge in Richtung einer fairen Mobilitätswende helfen.
Mit der Aktion wollen wir jetzt Druck machen und am 3. Dezember zehntausende Karten an den Vorstand und Aufsichtsratsvorsitzenden überreichen.
Die Karten können online auf www.daimler.igm.de/zukunft ausgefüllt und abgesendet werden.
Eins ist dabei klar: je mehr von uns sich an der Aktion beteiligen, desto stärker wird sie wirken.

Wir machen damit sehr deutlich warum Solidarität auch bei Daimler gewinnen muss und warum es jetzt notwendig ist, dass Druck aufgebaut wird und fordern:

  • Investitionen in neue Technologien und Produkte an unseren Standorten. Keine Fremdvergabe. Fertigungstiefe ist ein Wettbewerbsvorteil.
  • Faire Gestaltung der Transformation. Der Wandel gelingt nur mit uns. Wir müssen informiert und beteiligt werden: Es geht nicht um „jetzt aber schnell“, sondern um richtig!
  • Sichere Beschäftigung an allen Standorten. Veränderung heißt Chance; Qualifizierungsoffensive heißt erfolgreiche Zukunft. Wir gestalten diese aktiv mit.
Deshalb gleich loslegen, Karte aussuchen, ausfüllen und absenden.
Und danach: Kolleginnen und Kollegen einladen, den Link www.daimler.igm.de/zukunft versenden und für viel Beteiligung sorgen.
Weitersagen! Solidarität gewinnt!

Düsseldorfer Härtefallfonds verlängert

Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, die durch die Corona-Pandemie mit deutlich weniger Geld auskommen müssen und somit vor existenziellen Schwierigkeiten stehen, können ab sofort wieder die Teilhabepauschale aus dem Corona-Härtefallfonds beantragen.

Durch die sogenannte Teilhabepauschale soll beispielsweise die digitale Ausstattung und die Nutzung von alternativen Lernformen gefördert werden, um sich so auf die Zeit nach der Pandemie vorbereiten zu können. Dies kann zum Beispiel durch den Kauf von PCs oder Laptops und mit Hilfe neuer Software gelingen.

Die Pauschale kann von Arbeitnehmer*innen, Werkstudent*innen, Student*innen und Rentner*innen mit Minijob sowie soloselbständigen Künstler*innen beantragt werden. Sie müssen ihren Hauptwohnsitz in Düsseldorf haben und sich in einer existenziellen Notlage befinden. Die Pauschale ist ein einmaliger Zuschuss.

Der Antrag kann auf der Internetseite www.duesseldorf.de/soziales/corona-haertefallfonds heruntergeladen und online ausgefüllt werden.
Die Anträge können längstens bis 31. Dezember 2020 gestellt werden. Sie werden nur einmalig bewilligt. Sollte das Budget des Corona-Härtefallfonds vorher erschöpft sein, kann die Teilhabepauschale nicht ausgezahlt werden. Die Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.

Mehr Informationen findest Du hier

Metallnachrichten zur Tarifrunde M+E

DIE VIER BRINGT’S – Tarifkommission beschließt Forderung

In der zweiten Ausgabe der metallnachrichten dreht sich alles um die VIER.

Vier Tage, wo nötig; vier Prozent, wo möglich. Das ist – kurz gefasst – die zentrale Forderung der IG Metall NRW für die Tarifrunde 2021. Die Tarifforderung steht damit ganz im Zeichen von Beschäftigungs- und Einkommenssicherung.

Weitere Themen sind:

  • Das komplette NRW – Forderungspaket im Überblick
  • Fragen und Antworten zur
    • Vier-Tage-Woche
    • Zukunftstarifverträgen
    • Stärkung der Ausbildung und
    • Tarifauseinandersetzungen in Corona-Zeiten
  • Erste Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung
  • Weiterer Fahrplan für die Tarifrunde

Die komplette Ausgabe findet ihr hier

 

Aktionsclip – Für unsere Zukunft bei Daimler

Für die IG Metall steht der Erhalt der Industriestrukturen im Mittelpunkt

Die Automobilindustrie steht mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Transformation und Digitalisierung erzwingen Veränderungen bei Produkten und Verfahren, die Corona-Pandemie hat zudem einen tiefen Konjunktureinbruch ausgelöst. Diese strukturelle und konjunkturelle Doppelkrise bringt vor allem kleine und mittlere Zulieferer in Bedrängnis. Welche Wege aus dieser Krise herausführen, diskutieren am Dienstag Betriebsräte aus Zulieferunternehmen auf einer von der IG Metall und der Hans-Böckler-Stiftung gemeinsam ausgerichteten virtuellen Konferenz.

„Jetzt müssen die Weichen richtiggestellt werden“, fordert Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, anlässlich dieser Konferenz. „Für die IG Metall steht der Erhalt der Industriestrukturen im Mittelpunkt. Industrie ist nicht nur Motor für Innovation und Beschäftigung, die guten Entgelte sind auch der Nährboden unseres Wohlstandes. Dörrt dieser aus, bricht eine wichtige Basis zur Bewältigung des Klimawandels weg.“

Um die Transformation in der Automobilindustrie und insbesondere bei den Zulieferbetrieben zu stemmen und zu gestalten, hat die IG Metall Vorschläge unterbreitet, die drei Elemente enthalten: einen Transformationsfonds, die Best Owner Group und die Förderung von Transformationsclustern.

Der Transformationsfonds soll Zulieferern privates Kapital zur Eigenkapitalstützung zur Verfügung stellen. Ein solcher Fonds kann die finanzielle Lage stabilisieren, die Unternehmen vor Insolvenzen sichern und Chancen für Innovationen und Investitionen in neue Geschäftsmodelle und die hierfür notwendigen Investitionen in Entwicklung, Sachanlagen und Qualifikation ihrer Beschäftigten eröffnen. Gespeist werden könnten Transformationsfonds aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (KENFO) zu marktüblichen Konditionen. Der Fonds sollte aber auch offen sein für andere institutionelle Investoren, die eine nachhaltige Industrieentwicklung mit ihrem Engagement unterstützen wollen. Auch die Fahrzeughersteller sind hier nach Auffassung der IG Metall in der Pflicht, sich hier finanziell zu engagieren.

Bei der Best Owner Group geht es um die Beteiligungen an Zulieferbetrieben, die am Verbrenner hängen und die sich absehbar verkleinern müssen, da sie keine Produktalternativen haben. Doch selbst wenn der Verbrenner irgendwann einmal Geschichte sein sollte, gibt es noch über viele Jahre hinweg einen nachlaufenden Ersatzteilbedarf. Mit dem Kapital aus Pensionskassen, Versicherungen, Family Offices und Unternehmen, die im Rahmen dieses Modells bei der BOG einsteigen, werden die Zulieferer bis zum Auslaufen der Produktion von Verbrenner-Teilen professionell begleitet. Eine Transformation der Belegschaft kann so zum Beispiel über einen langen Zeitraum sozialverträglich geplant, Beschäftigte können für zukunftsfähige Tätigkeiten qualifiziert werden. Auch bei der BOG sind die OEMs, also die Hersteller, als Kunden der Zulieferer in der Pflicht. Sie sollen sich mit entsprechenden Mitteln in den Fonds einbringen und langfristige Abnahmeverträge garantieren. Zusätzlich sollte die Politik auch bei diesem Vorschlag prüfen, ob und wie sie Zugang zu KfW-Mitteln oder KENFO-Mitteln unterstützen, die in den Fonds fließen könnten.

Regionale Transformationcluster sind Element einer präventiven Strukturpolitik in Regionen, die überdurchschnittlich von Zulieferbetrieben geprägt sind. Die Transformation birgt die Gefahr, dass erfolgreiche Automobilcluster aus Zulieferern, Dienstleistern, Forschungseinrichtungen und Herstellern zerstört werden – mit gravierenden Folgen für Wertschöpfung und Beschäftigung in diesen Regionen. Voraussetzung für Transformationscluster ist, dass betriebliche und regionale Akteure kooperieren, um Wege zu finden, wie Industriearbeit gesichert werden kann. Die finanziellen Mittel dafür sollten von Bund und Ländern bereitgestellt werden. Hierzu kann ein Teil der beschlossenen zwei Milliarden Euro zur Förderung von Innovation im Bereich der Zulieferer aus dem im Juni beschlossenen Konjunkturpaket der Bundesregierung eingesetzt werden. Was für den Kohleausstieg galt, gilt hier auch für diese Regionen, die nur durch einen konsequenten Wandel ihrer industriellen Strukturen davor geschützt werden können, zu Armutsregionen zu werden.

In den 1800 Zulieferbetrieben sind etwa 310.000 Menschen beschäftigt. Sie erwirtschaften 70 Prozent der Wertschöpfung in der gesamten Automobilindustrie. 2019 lag der Branchenumsatz bei über 80 Milliarden Euro, mehr als die Hälfte davon entfiel auf das Inland. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Umsatz in 2020 dagegen um gut ein Viertel eingebrochen, der Auftragseingang hat sich deutlich reduziert.