IG Metall NRW gewinnt 19.344 Neumitglieder

Die IG Metall NRW konnte im vergangenen Jahr 19.344 neue Mitglieder gewinnen. Die Gesamtsumme aller Zugänge, zu denen auch Neumitglieder gehören, die aufgrund beruflicher Veränderung die Branche gewechselt haben und deshalb von einer anderen DGB-Gewerkschaft zur IG Metall übergetreten sind, beläuft sich auf 22.491. Die Zahl der Austritte und Streichungen lag bei 19.458. „Damit haben sich auch 2019 wieder mehr Menschen für als gegen die IG Metall entschieden“, so Knut Giesler, IG Metall-Bezirksleiter für NRW.

Die IG Metall NRW bleibt mit 513.234 Mitgliedern Ende 2019 der größte Bezirk der IG Metall, auch wenn die Gesamtmitgliederzahl damit um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Diese Entwicklung ist zu allererst in der demografischen Entwicklung begründet. Giesler: „Es ist uns in NRW gelungen, die Zahl der Austritte und Streichungen kontinuierlich zu reduzieren. Bis zum Jahr 2004 haben jährlich jeweils rund 35 000 Menschen die IG Metall verlassen. In den letzten Jahren haben wir uns bei unter 20 000 Austritten eingependelt. Das zeigt auch, dass wir mit unserer Politik in Betrieb und Gesellschaft nahe an dem sind, was die Menschen bewegt. Das wird auch die kommende Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie wieder deutlich machen. Wir packen das an, was den Beschäftigten wichtig ist. Darauf können sie vertrauen.“

Die IG Metall NRW müsse sich trotz der weitgehend stabilen Situation weiter den Herausforderungen bei der Mitgliederentwicklung stellen, so der Bezirksleiter. „Es muss uns noch besser gelingen, veränderte Beschäftigtenstrukturen auch in unserer Mitgliederstruktur abzubilden. Bei den Arbeitern sind wir ohnehin hervorragend organisiert. Im Angestelltenbereich haben wir zugelegt. Dennoch müssen wir hier in den kommenden Jahren noch besser werden“, so Giesler.

IG Metall strebt in der anstehenden Tarifrunde ein „Moratorium für einen fairen Wandel“ an