Vallourec Betriebsräte und IG Metall fordern ganzheitliches Konzept für Arbeitsplätze und Standorte

Der Gesamtbetriebsrat der Vallourec Deutschland GmbH und die IG Metall forderten am Donnerstag die Unternehmensleitung aufgrund der angekündigten „weitreichende Kapazitätsanpassungen“ an den Düsseldorfer Standorten, ein ganzheitliches Konzept mit dauerhaften Perspektiven für die Beschäftigten vorzulegen.

Das Unternehmen hatte bereits in der vergangenen Woche  einschneidenden Veränderungen mit Stellenabbau an allen deutschen Standorten angekündigt. Konkrete Zahlen wurden aber bisher nicht vorgelegt.

Bereits im Juni erfuhren die Beschäftigten des Unternehmens auf Betriebsversammlungen, dass die Markt- und Auftragslage notwendige Anpassungen und Umstrukturierungen in Teilen des Unternehmens notwendig machen wird. Doch derzeit fehlen zukunftsweisende Konzepte für eine langfristige Sicherung der Arbeitsplätze und den Erhalt der Standorte in Düsseldorf seitens der Geschäftsführung.

IG Metall und Betriebsräte machten deshalb am Donnerstag in einer Informationsveranstaltung auf dem Betriebsgelände klar: „Wir wollen Konzepte mit Zukunft für die Menschen statt Pläne für den Rückbau. Für uns zählt jeder Arbeitsplatz. Dazu gehören eine Standort- und eine Beschäftigungsgarantie.“

Weitere Gespräche über die Unternehmensplanung sind für Anfang August  geplant. Danach werden die Betriebsräte und die IG Metall alle weiteren Schritte in enger Abstimmung mit den Beschäftigten beraten.

 

Unsere Alternative heißt Solidarität!

Protest gegen AfD endet mit Angriff auf Gewerkschafter

Am vergangenen Freitag (20. Juli 2018) haben mutmaßliche Anhänger der AfD einen Gewerkschafter angegriffen und so lange gewürgt, bis dieser bewusstlos zusammenbrach. Der verletzte Kollege war Teilnehmer und Ordner bei einer Gegendemonstration gegen eine Veranstaltung mit der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion Beatrix von Storch.

Zur Vorgeschichte: Als Reaktion auf den angekündigten Gegenprotest hatte die AfD in einem offenen Brief angekündigt, den DGB im Hanauer Gewerkschaftshaus zu einem gemeinsamen Dialog offiziell aufsuchen zu wollen. Da Gewerkschaften und AfD keine politischen Verbündeten, sondern politische Gegner sind, hat der DGB das „Gesprächsangebot“ abgelehnt und angekündigt, vom Hausrecht Gebrauch zu machen, sollte die AfD das Gewerkschaftshaus betreten. Daraufhin rief die AfD zu Protesten vor dem Hanauer Gewerkschaftshaus auf. Begründung: Man wolle die Öffentlichkeit über politische Straftaten und Linksextremismus im Kreis informieren. Damit suggerierte sie, der DGB sei in politische Straftaten verwickelt. Die DGB-Funktionäre wurden indirekt sogar mit zerstochenen Autoreifen und eingeschlagenen Fensterscheiben in Verbindung gebracht.

Der Vorfall zeigt, wie perfide die AfD vorgeht und mit falschen Fakten die Gesellschaft polarisiert. Und sie verfehlen ihre Wirkung nicht: Beim Hanauer DGB kamen allein gestern drei Briefe an, in denen offen gedroht wurde. Dieser Angriff auf einzelne sollte jetzt gemeinsam von uns allen abgewehrt werden! Denn: Unsere Alternative heißt Solidarität!

Die DGB-Region Südosthessen bittet uns alle um Unterstützung und hat eine Solidaritätserklärung vorbereitet. Noch mehr Hintergrundinfos und die Solidaritätserklärung der DGB-Region Südosthessen findet ihr hier.

 

 

Vertrauensleute der DEMAG Cranes informieren über Kurze Vollzeit

Das Thema Kurze Vollzeit ist seit dem Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie zwar in aller Munde, aber wie genau der Anspruch durchzusetzen ist, ist vielen Beschäftigten noch unklar. Genau aus diesem Grund haben die Vertrauensleute und der Betriebsrat der DEMAG Cranes in Benrath gestern ihre Informations-Offensive im Betrieb gestartet. Und der Andrang am ersten Infotag war groß.

Vor und während der Pause informierten die Vertrauensleute die vielen Interessierten an ihrem Infostand über das Tarifergebnis und erklärten wie die Beschäftigten ihren Anspruch auf die Kurze Vollzeit durchsetzen können. In den vielen Einzelgesprächen wurde deutlich, dass ein großes Interesse daran besteht Arbeits- und Privatleben besser vereinbaren zu können. Die zahlreichen Fragen der Beschäftigten drehten sich daher rund um Inhalt, Voraussetzungen und Umsetzungsmöglichkeiten der Kurzen Vollzeit. Die Vertrauensleute verteilten die Musteranträge zur Kurzen Vollzeit und gaben viele nützliche Tipps zur Antragstellung.

Weitere Infostände zum Tarifergebnis und zum Anspruch auf bezahlte Freistellungstage, sind nach den Sommerferien geplant.