Ergebnis Landtagswahlen NRW 2017

Landtagswahl NRW 2017: So haben GewerkschafterInnen gewählt einblick Mai 2017

Die CDU ist mit 33 Prozent stärkste Partei in NRW. SPD und Grüne müssen deutliche Verluste hinnehmen. Die Linke verpasst ganz knapp den Einzug in den Düsseldorfer Landtag.

Die einblick-Wahlgrafiken zeigen, wie die GewerkschafterInnen an Rhein und Ruhr abgestimmt haben.

Eine Sonderauswertung der Forschungsgruppe Wahlen zeigt, dass sich das Wahlverhalten von GewerkschafterInnen vom Verhalten der übrigen WählerInnen unterscheidet. So haben

insgesamt 42 Prozent der gewerkschaftlich organisierten WählerInnen für die SPD gestimmt – also deutlich mehr als in der restlichen Bevölkerung.

9 % haben AfD gewählt. (Alle WählerInnen 7,4 Prozent)

 


Allerdings steht fest: Im Vergleich der Landtagswahlen von 2012 und 2017 haben SPD und Grüne auch unter den gewerkschaftlich organisierten WählerInnen deutlich an Rückhalt verloren.

Die SPD büßte elf Prozent, die Grünen vier Prozent der gewerkschaftlichen Wählerstimmen ein. Die CDU hat im Vergleich zu 2012 acht Prozent hinzugewonnen.

 

Landtagswahl NRW am 14. Mai 2017

Wählen gehen!

Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zur

Landtagswahl NRW am 14. Mai 2017

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Thyssenkrupp – BA Elevator Technology – NEIN zu Profitmaximierung durch Personalabbau!

Die Betriebsräte-Arbeitsgemeinschaft informiert:

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Huawei Tarifabschluss 2017

Nach gut einem Jahr intensiver Verhandlungen zwischen der IG Metall und dem chinesischen Unternehmen Huawei Technologies Services GmbH (HTS) zu einem Haus-Tarifvertrag kündigte die HTS nun überraschend an, in den Arbeitgeberverband einzutreten. Mit diesem Schritt gilt der Rahmen-Tarifvertrag Telekommunikation ab sofort für die Huawei-Beschäftigten.

 

Vor einem Jahr hatte HTS den von Vodafone ausgeschriebenen Wartungsvertrag für sich gewonnen. Die bisherige Inhaberin, die Ericsson TSG, hatte das Nachsehen. Die bei Ericcson TSG beschäftigten Technikinnen und Techniker wurden von Huawei in ein neues Unternehmen übernommen. Wie bereits bei Ericsson TSG halten sie die Vodafone-Netze (mobil und fest) in Stand.

 

Anders als Ericsson wollte Huawei den für die Kollegen damals geltenden Tarifvertrag aus Vodafone-Zeiten nicht übernehmen. Schlimmer noch, das chinesische Unternehmen wollte die Arbeitszeit erhöhen und Urlaubs- und Weihnachtsgeld nur leistungs- und erfolgsabhängig bezahlen. Die Beschäftigten lehnten beides ab und forderten die Weitergeltung des bei Vodafone gültigen Rahmentarifvertrags Telekommunikation.

 

Über ein Jahr zogen sich die Verhandlungen zu einem Haustarifvertrag hin. Die sehr gut organisierte Belegschaft bereitete sich inzwischen auf einen Arbeitskampf vor. „Niemand war bereit, weitere Verschlechterungen hinzunehmen, die Belegschaft war kampfbereit.“ erläutert Gewerkschaftssekretärin Ulrike Saaber. „Die Diskussionen auf den gut besuchten Betriebsversammlungen spiegelten dieses wohl so gut wider, dass die Geschäftsführung überzeugt war, dass großer Ärger drohen könnte, wenn die Verhandlungen nicht endlich zu einem guten Abschluss kämen.“ In der Verhandlung Ende März einigte man sich schließlich auf einen Haustarifvertrag. Kurz vor Ablauf der Erklärungsfrist kündigte die Geschäftsführung nun an, statt des Haustarifvertrags in den Arbeitgeberverband Metall NRW einzutreten. Damit haben alle IG Metall-Mitglieder bei HTS automatisch einen Rechtsanspruch auf die Leistungen des Rahmentarifvertrags Telekommunikation.

 

Der hohe Organisationsgrad und die Entschlossenheit der Beschäftigten haben sich also gelohnt. Ihre Entgelte steigen demnach schon zum 1. Mai 2017 um 2 Prozent für alle ca. 500 Beschäftigten.

Aufruf gegen AfD Demo am 28.04.2017

Wie wir euch schon mitgeteilt haben, will die AfD am 28. April 2017, um 15:00 Uhr auf dem Johannes-Rau-Platz in Düsseldorf eine Kundgebung abhalten. Die Stadtgesellschaft protestiert dagegen gemeinsam ab 14:00 Uhr auf dem Apollo-Platz.

In der Anlage stellen wir euch einen Demonstrationsaufruf des DGB und verschiedener Bündnisse unter dem Titel „In Düsseldorf ist kein Platz für  Rassismus! – Wir sind viele. Wir sind eins!“ gegen eine Kundgebung der AfD zur Verfügung.

Auf unserer Kundgebung werden u. a. sprechen:

  • Oberbürgermeister Thomas Geisel
  • Henrike Tetz, Superintendentin der ev. Kirche in Düsseldorf und Sprecherin des ,,Düsseldorfer Appells‘‘
  • Michael Szentei-Heise, Jüdische Gemeinde Düsseldorf
  • Jacques Tilly, Künstler und
  • Sigrid Wolf, Vorsitzende des DGB Stadtverbandes Düsseldorf.

Wir rufen alle Vertrauensleute der IG Metall Düsseldorf-Neuss auf, sich an der Demonstration und Kundgebung gegen die AfD zu beteiligen und unsere Mitglieder für die Teilnahme zu mobilisieren.

Mit kollegialen Grüßen

Nihat Öztürk                               Volker Consoir

  1. Bevollmächtigter                    2. Bevollmächtigter/Kassierer

Endlich wieder auf Tarif – KHT Fahrzeugteile GmbH, Grevenbroich

Eine gute Nachricht für die Beschäftigten bei der KHT Fahrzeugteile GmbH in Grevenbroich-Kapellen Weiterlesen

Betriebsratswahlen 2018

Wir haben  per Mail an die BR-Vorsitzenden und an die VK-Leiter eine Übersicht geschickt, welche Materialien wir für die BR Wahl 2018 zur Verfügung stellen können.

Das Formular kannst du hier runterladen

Und die Materialien kannst du dir hier ansehen

Bitte schickt uns eure Bestellung bis spätestens 15.05.2017.

Equal Pay Day: Frauen verdienten 2016 in NRW 22 Prozent weniger als

Düsseldorf (IT.NRW). Mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 16,09 Euro verdienten Frauen in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2016 rund 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen (20,76 Euro). Wie Information und Technik Nordrhein- Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich des internationalen Aktionstages für die Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen (Equal Pay Day; 18. März 2017) mitteilt, hat sich der prozentuale Verdienstunterschied in den vergangenen zehn Jahren kaum verändert.

Der Gender Pay Gap (Lohnlücke zwischen Frauen und Männern) wird europaweit nach einheitlichen methodischen Vorgaben berechnet und gilt als zentraler Maßstab für internationale Vergleiche der geschlechtsspezifischen Verdienstunterschiede. Der vorliegende Gender Pay Gap wurde auf Basis der Verdienststrukturerhebung unter Einbeziehung von Ergebnissen der vierteljährlichen Verdiensterhebungen ermittelt.

 

(65 / 17) Düsseldorf, den 16. März 2017
Quelle: (IT.NRW – Pressestelle | Kirsten Bohne | Leo Krüll | Claudia Key | pressestelle@it.nrw.de)

IG Metall: Stahl-Tarifabschluss sichert fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg

Internationaler Frauentag

 Anlass

Der Internationale Frauentag am 8. März steht weltweit für den Kampf der Frauen für mehr Gleichberechtigung in der Gesellschaft. Die IG Metall und ihre Betriebsräte nehmen den Internationalen Frauentag zum Anlass, auf die Themen aufmerksam zu machen, mit denen Frauen im Arbeitsalltag konfrontiert sind: Entgeltgerechtigkeit, berufliche Entwicklungsperspektiven und Vereinbarkeit von Arbeit und Leben.

Fakten

Eine Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern existiert in der gesamten EU, sie ist in Deutschland aber konstant höher als im EU-Durchschnitt. Und: Je weiter Frauen auf der Karriereleiter nach oben steigen, desto größer wird der Abstand zu den Einkommen der Männer.

Die Aufstiegschancen von Frauen sind in Europa nach wie vor bescheiden. Wenn man den Frauenanteil in den höchsten Entscheidungsgremien börsenorientierter Unternehmen in Europa betrachtet, fällt auf, dass z.B. Norwegen, das schon länger eine gesetzliche Frauenquote hat, einen deutlich höheren Frauenanteil in Aufsichtsratsgremien besitzt.

Eine entscheidende Stellschraube für berufliche Entwicklungsperspektiven ist die Arbeitszeit. Und Teilzeitarbeit in Europa ist weiblich geprägt, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau. Im EU-Vergleich zeigt sich hier, dass die Teilzeitquote von Frauen in Deutschland in der Altersgruppe der 25- bis 49-Jährigen im EU-Vergleich besonders hoch ist, worin sich die eher traditionellere Aufgabenteilung gegenüber anderen europäischen Ländern widerspiegelt.

Pflichten des Arbeitgebers

Arbeitgeber haben dafür zu sorgen, dass Benachteiligungen wegen des Geschlechtes verhindert und beseitigt werden. So steht es in § 1 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Das Betriebsverfassungsgesetz verpflichtet den Arbeitgeber mindestens einmal im Jahr auf einer Betriebsversammlung zu erläutern, welche Maßnahmen er ergriffen hat, um die Gleichstellung von Männern und Frauen zu fördern. In seinem Gleichstellungsbericht soll der Arbeitgeber unter anderem die Unterschiede beim Einkommen und der Art der Beschäftigung (Vollzeit/Teilzeit, unbefristet/befristet) darlegen und den Anteil von Frauen in Führungspositionen nennen.

Mitbestimmung des Betriebsrats

Betriebsräte haben eine Fülle von Möglichkeiten, die Benachteiligungen von Frauen abzubauen. Flexible Arbeitszeitmodelle verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Männer wie Frauen. Die richtige Eingruppierung sorgt dafür, dass gleiche Arbeit auch gleich bezahlt wird. Und mit ihrem Mitbestimmungsrecht bei Einstellungen und Versetzungen können Betriebsräte darauf achten, dass Frauen die gleichen Chancen haben wie Männer. Gleiches gilt für die Aus- und Weiterbildung sowie den beruflichen Aufstieg.

Initiativen der IG Metall

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein zentrales Anliegen der IG Metall. Im Rahmen der Kampagne „Wer die Besten will, kann auf Frauen nicht verzichten“ stellt die IG Metall umfangreiches Material zur Verfügung, das die Betriebsräte bei der Durchsetzung der Gleichstellung im Betrieb unterstützt

(→ extranet.igmetall.de/frauenwerbemonat).

Weltweit unterstüzt die IG Metall Gewerkschaften, um faire und gute Arbeitsbedingungen für Männer und Frauen zu erreichen, so z.B. für Textilarbeiterinnen in Asien.

 

Die IG Metall setzt sich ein für

  • flexible, an unterschiedlichen Lebensphasen
    angepasste Arbeitszeitmodelle,
  • ein verbindliches Recht auf Teilzeit und
    Rückkehr in Vollzeit,
  • gleiches Geld für gleichwertige Arbeit,
  • ein Entgeltgleichheitsgesetz,
  • bessere Zugänge zu Qualifizierung,
  • mehr Frauen in Führungspositionen
    durch verbindliche Zielquoten.

Zum Download hier klicken => Faktenblatt-Internationaler_Frauentag