1.500 Euro für gewaltgeschädigte Kinder in Düsseldorf

Eine kleine Delegation der IG Metall Jugend Düsseldorf Neuss machte sich am Donnerstag, den 14.12.2017 auf den Weg nach Düsseldorf Bilk, zu KiD (Kinder in Düsseldorf) – eine stationäre Facheinrichtung, die gewaltgeschädigten Kindern hilft – und überreichten einen Spendenscheck in Höhe von 1.500 EUR an den Geschäftsführer Claus Gollmann und einer seiner Pädagogischen Mitarbeiterinnen.

Als das Thema „Gewalt gegen Kinder“ in den 80er Jahren immer mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit drang, wurde im Jahr 1988 die Ärztliche Kinderschutzambulanz in Düsseldorf gegründet. Claus Gollmann gehörte damals mit zu den Gründern.
Im Jahr 1993 wurde anschließend die stationäre Facheinrichtung KiD auf Initiative von Dr. Jungjohann als gemeinnützige GmbH gegründet und von Claus Gollmann und Gudrun Quitmann aufgebaut.

Im Mittelpunkt der Arbeit von KiD stehen kleine Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren, deren Gewalterfahrung sie seelisch so sehr beeinträchtigt hat, dass sie eine weitere individuelle therapeutische Behandlung benötigen.
Neben dem üblichen Alltag wie Kindergarten oder Schule, werden hier die einzelnen Schicksale der Kinder durch diverse Therapien wie Malen oder Musik, gemeinsame Ausflüge aber auch durch medizinisch notwendige Maßnahmen behandelt.
In der Regel leben die Kinder für etwa 6 Monate vor Ort, wobei ihnen geholfen werden soll, einen neuen Lebensmittelpunkt zu finden – einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlen und an dem KiD bei weiteren wichtigen Entscheidungsprozessen zur Seite steht.

Herr Gollmann erklärte, dass der Weg zu KiD über verschiedene Wege führen kann.
In der Regel ist es das Jugendamt, welches von den Kindergärten oder Schulen über Auffälligkeiten informiert wurde, aber auch Familien selber, die sich melden und um Hilfe bitten.
Während der Kindertherapie werden auch die Eltern durch eine Familientherapie und – beratung mit einbezogen.

Zum Verlauf der Therapie gehören am Ende auch Empfehlungen von KiD an die Jugendämter und Familien, so dass die Kinder im Anschluss ein neues Leben beginnen können. Je nach Schicksal kann dies zum Beispiel über weitere stationäre Einrichtungen oder aber auch über Pflegefamilien erfolgen.

Viele Therapien dauern über mehrere Jahre, bis sie den Menschen helfen, das Erlebte in ihrem Leben zu verarbeiten. Einrichtungen wie KiD müssen dafür kämpfen, dass sie jedes Jahr auf’s Neue, weiter über öffentliche Gelder finanziert werden.
Ein Erfolg der Maßnahmen lässt sich schwer messen, sagte Herr Gollmann auf unsere Nachfrage, da am Ende Geld in die Gesundheit investiert wird, jedoch die Frage nach einer Messgröße schwer definiert werden kann. Ist es am Ende ein guter Schulabschluss? Eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung? Woran macht man die Arbeit von Herrn Gollmann und seinen Kolleginnen und Kollegen messbar?

Am Ende stellte sich für uns alle die Frage, warum die Anzahl der Plätze für eine so wichtige Einrichtung so gering ist, da die Wartelisten und der Bedarf so hoch ist.
Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer Spende KiD neue Investitionen für Therapieräume, Freizeitveranstaltungen und Aktivitäten ermöglichen können.

Für alle, die mehr erfahren und helfen wollen: http://www.kid-facheinrichtung.de/