Nach 121 Jahren wird das Werk geschlossen. Rund 1200 Kolleginnen und Kollegen aus allen drei Standorten protestierten unmittelbar vor der entscheidenden Sitzung des Aufsichtsrats vor der Hauptverwaltung in Rath. Auch viele Beschäftigte aus den umliegenden Betrieben in Düsseldorf und Neuss kamen nach Rath, um ihre Solidarität mit den Reisholzer Beschäftigten zu zeigen. „Wir sind Reisholz“, skandierten alle gemeinsam immer wieder im Sprechchor.

Das Werk zu schließen „ist eine Fehlentscheidung“, sagte Ayhan Üstün – Betriebsratsvorsitzender in Reisholz –  in einer mitreißenden Rede. Schon vor zehn Jahren warnten die Betriebsräte vor der Abhängigkeit vom chinesischen Markt und forderten neue Produkte. Nichts passierte. „Reisholz wurde so vor die Wand gefahren.“

Vorstandschef Crouzet hatte angesichts von Wut und Enttäuschung keinen leichten Stand vor den Beschäftigten. „Wir können es uns nicht leisten, das Werk jahrelang ohne Auslastung weiterzufahren“, erklärte er in seiner Ansprache. Dafür erntete er Buhrufe.

Was die nächsten Schritte sind, Auszüge aus der Rede von Ayhan Üstün und was unsere Betriebsräte aus den drei Standorten zur aktuellen Situation sagen hat lest ihr in unserem aktuellen Flugblatt.