Tarifkommission beschließt Warnstreiks bei den textilen Dienstleistern

Nachdem die ersten beiden Verhandlungen in der Tarifrunde für die Beschäftigten der textilen Dienstleister kein Ergebnis gebracht haben, hat die Tarifkommission heute einstimmig Warnstreiks beschlossen. Diese werden, sofern es in der dritten Verhandlung am 28. Februar kein Ergebnis gibt, ab der kommenden Woche durchgeführt.

Patrick Loos, Mitglied der Verhandlungskommission für NRW: „Wir gehen in die dritte Verhandlung mit dem ernsthaften Willen zur Einigung. Die gleiche Ernsthaftigkeit verlangen wir aber auch von den Arbeitgebern. Diese war bisher nicht zu erkennen. Statt konstruktiver Verhandlungen bauen die Arbeitgeber Drohszenarien auf und bieten Entgelterhöhungen, die aufs Jahr gerechnet knapp an der Inflationsrate liegen – und das über eine viel zu lange Laufzeit. Das kann für die Beschäftigten bedeuten, dass am Ende weniger Geld im Portemonnaie bleibt. Das ist ein Armutszeugnis.“

Sollte es hier keine deutliche Bewegung geben, habe die Tarifkommission heute deutlich gemacht, dass sie bereit sei, in der kommenden Woche in den Konflikt zu gehen, so der Gewerkschafter weiter.

Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld, mindestens aber ein Plus von 100 Euro im Monat, eine bessere Altersteilzeit und eine weitere Angleichung der Ost-Flächentarife an den Westen.