IG Metall NRW beschließt Tarifforderung: 6 Prozent mehr Entgelt und Wahloption zur Absenkung der Arbeitszeit

Die Tarifkommission für die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen hat heute in Sprockhövel die Forderung für die Metall- und Elektroindustrie beschlossen.

Neben der Forderung auf Erhöhung der Entgelte um 6 Prozent wurde außerdem eine Wahloption zur Absenkung der Arbeitszeit beschlossen. Alle IG Metall-Mitglieder sollen zukünftig einen individuellen Anspruch erhalten, ihre Arbeitszeit ohne Begründung für zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden in der Woche absenken zu können.

Bestimmte Gruppen – Schichtarbeiter etwa oder Beschäftigte, die Kinder unter 14 Jahren betreuen oder Angehörige pflegen – sollen dafür auch einen Entgeltausgleich bekommen.

Darüber hinaus verlangt die Tarifkommission, dass in den Verhandlungen über einen vergüteten freien Tag je Prüfungstag für Auszubildende und dual Studierende gesprochen wird.

Auch bei den Tarifkommissionsmitgliedern der Geschäftsstelle Düsseldorf-Neuss trifft der Forderungsbeschluss auf volle Zustimmung. „Die Entgeltforderung beteiligt die Beschäftigten angemessen an den guten Gewinnen der Unternehmen. Und mit der Arbeitszeitforderung haben wir eine moderne Forderung, die es endlich allen Beschäftigten ermöglicht ohne Zustimmung des Arbeitgebers ihre Arbeitszeit an kurzfristige Ereignisse anzupassen und die gleichzeitig ein Rückkehrrecht auf Vollzeit garantiert“ äußert sich Peter Zeise, Betriebsratsvorsitzender der Siemens AG in Düsseldorf und Tarifkommissionsmitglied, im Anschluss an die Sitzung in Sprockhövel.

Das letzte Wort hat am 26. Oktober 2017 der Vorstand der IG Metall, der dann endgültig über die Forderung entscheiden wird. Erstmals wird über den neuen Tarifvertrag für die etwa 700.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in NRW am 16. November 2017 in Dortmund verhandelt.

 

Hier findest Du weitere Informationen zu unseren Forderungen:

Forderungsübersicht

Erklärbroschüre zur Arbeitszeitforderung