Starke Solidaritätsaktion der Vertrauensleute der Kiepe Electric GmbH

Vertrauensleute der Kiepe Electric GmbH (KB) Düsseldorf solidarisch mit den Beschäftigten von Knorr Bremse Wülfrath! – Nadelstiche gegen Knorr-Bremse

Die IG Metall Velbert hatte zu der Demonstration am 13. Juli in der Stadtmitte aufgerufen und auch viele Vertrauensleute von Kiepe Electric aus Düsseldorf, die auch zum Knorr Bremse Konzern gehören, zeigten sich solidarisch.

Hauptredner bei der Kundgebung war der IG Metall-Bezirksleiter von NRW, Knut Giesler. „Die Unternehmensleitung hat heute angebliche Fakten veröffentlicht, dass alles, was wir behaupten, nicht stimmen würde“, rief Giesler den 300 Demonstranten zu. „Das zeigt uns, dass sie unsere öffentliche Anklage wie eine Nadelspitze trifft.“ So behaupte das Unternehmen, der Standort Wülfrath sei wirtschaftlich auf Talfahrt. Das sei falsch. In Wülfrath würden vielmehr Produkte hergestellt, die zukunftsfähig sind, erklärte Giesler: „Systeme für autonomes Fahren sind Zukunftsprodukte.“ Der Betriebsratsvorsitzende Ahmet Yildiz bestätigte das: „Wir haben Aufträge bis 2026.“

Der IG Metall-Bezirksleiter warf Knorr-Bremse vor, deutsche Unternehmen zu kaufen, „um deren Know-how auszusaugen“ und mit diesem Wissen „ins billige Ausland“ zu gehen.  Der IG Metall-Geschäftsführer von Velbert, Hakan Civelek und der Betriebsratsvorsitzende Ahmet Yildiz bedankten sich ausdrücklich für die aktive Unterstützung der Vertrauensleute von Kiepe Electric und Ford.

Zum Hintergrund:

Am 1. April hat der Knorr-Bremse-Konzern in Japan und Thailand den Geschäftsbereich Lenksysteme für Nutzfahrzeuge von Hitachi Automotive erworben. Nur wenige Wochen später, am 23. Mai, teilte die Unternehmensführung mit, das Wülfrather Werk werde 2020 geschlossen. Davon betroffen sind 360 Beschäftigte. Nach Aussage des Betriebsratsvorsitzenden Ahmet Yildiz hat es keine Verhandlungen und keine Gespräche mit der Belegschaft in Wülfrath gegeben. Der Betriebsrat hat jetzt Gutachter und Sachverständige eingeschaltet, die aufzeigen sollen, dass der Erhalt des Werkes bis 2026 betriebswirtschaftlich sinnvoll ist.

Die IG Metall fordert das Knorr-Bremse Management auf, seiner sozialen Verantwortung gerecht zu werden und den Produktionsstandort in Wülfrath zu erhalten!