Betriebsratswahlen in Düsseldorf “Wähl dich stark. Betriebsräte kämpfen für sichere Jobs.‘‘

Unter dem Motto “Wähl dich stark. Betriebsräte kämpfen für sichere Jobs" rufen die Gewerkschaften in Düsseldorf alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Teilnahme an den Betriebsratswahlen auf, die vom 01. März 2026 bis 31. Mai 2026 stattfinden.

Blöcke und Stifte liegen bereit auf einem unbesetzten Konferenztisch

23. Februar 2026 23. Februar 2026


Unter dem Motto “Wähl dich stark. Betriebsräte kämpfen für sichere Jobs" rufen die Gewerkschaften in Düsseldorf alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Teilnahme an den Betriebsratswahlen auf, die vom 1. März 2026 bis 31. Mai 2026 stattfinden.

„Gerade in unsicheren Zeiten helfen Betriebsräte schwierige Veränderungen zu Gunsten der Arbeitnehmer*innen zu begleiten. Die Wahl von Betriebsrät*innen ist ein wesentlicher Bestandteil der Demokratie. Mitbestimmung im Betrieb kann für gute, faire und soziale Lösungen sorgen", erklärt Sigrid Wolf, DGB-Stadtverbandsvorsitzende in Düsseldorf. 

„Betriebsräte sind zeitgemäß und sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Wir wünschen uns in vielen Betrieben in Düsseldorf, insbesondere im Gastgewerbe und in Bäckereien, ein hohes Engagement der Beschäftigten. Denn nur so können wir wirkungsvoll die Interessen der Beschäftigten vertreten“, so Zayde Torun, Geschäftsführerin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Region Düsseldorf-Wuppertal. 

„Betriebsräte sind das Rückgrat guter Arbeit. Sie sorgen dafür, dass Beschäftigte eine starke Stimme haben – bei Veränderungen, bei Investitionen und ganz konkret im Arbeitsalltag. Ob es um faire Arbeitszeiten, Gesundheitsschutz, Eingruppierungen oder Neueinstellungen geht: Betriebsräte gestalten mit und sichern damit nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die Zukunft eines Standorts. In Zeiten rasanter Transformation ist ihre Rolle wichtiger denn je. Deshalb gilt: Mitbestimmen heißt stärken – und Wählen lohnt sich immer‘‘, bekräftigt Dinah Trompeter, Geschäftsführerin IG Metall Düsseldorf-Neuss.

Auch Arbeitgeber*innen profitieren von Betriebsräten. Nach einer Untersuchung der Universität Trier ist in Betrieben mit Betriebsrat die Produktivität, je nach Branche und Betriebsgröße, zwischen 9 und 30 % höher. Betriebsräte sind auch ein wichtiger Faktor, wenn ein Unternehmen in Schieflage gerät. Ohne Anhörung des Betriebsrates sind Kündigungen unwirksam - und bei Sozialplänen ist seine Zustimmung erforderlich. Gewerkschaften helfen bei der Etablierung von Betriebsräten; letztere sind jedoch nicht notwendigerweise auch gewerkschaftlich organisiert. Betriebsräte sind gesetzliche, keine gewerkschaftlichen Organe. Und das hat Auswirkungen. ,,Wer die Bildung eines Betriebsrats oder dessen Arbeit behindert, dem droht gemäß § 119 Betriebsverfassungsgesetz im Extremfall sogar ein Jahr Haft‘‘, stellt Özay Tarim, Gewerkschaftssekretär von ver.di Bezirk Düssel-Rhein-Wupper, klar.

Der DGB hat außerdem eine neue Infoplattform zum Thema „Sichere Betriebsratswahlen 2026“ ins Leben gerufen: https://demokratiestaerken.dgb.de Dort findet man eine Hilfe und Orientierung, wenn Mitbestimmung und Betriebsratswahlen angegriffen oder Kolleg*innen unter Druck gesetzt werden (z. B. Einschüchterung, Drohungen, rassistische Vorfälle, Desinformation). 


Bei den letzten Betriebsratswahlen 2022 lag die Wahlbeteiligung bei 72 %. Die Gewerkschaften haben sich zum Ziel gesetzt, diese Zahl auf jeden Fall zu halten bestenfalls zu erhöhen.

Fakten zur Betriebsratswahl:
In Betrieben ab 5 Beschäftigten kann ein Betriebsrat gewählt werden. Wahlberechtigt sind alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne Leitungsfunktion, die das 16. Lebensjahr vollendet haben. Leiharbeit-nehmerinnen und Leiharbeitnehmer dürfen nach 3 Monaten Überlassung wählen. Sie zählen bei der Größe des Betriebsrates mit. Kandidieren darf, darf wer mindestens sechs Monate im Betrieb ist.
 

Weitere Infos unter: www.dgb.de/betriebsratswahl.


Wähl dich stark. Betriebsräte kämpfen für sichere Jobs.

Foto: DGB: Von links: Annemarie Benke, DGB-Gewerkschaftssekretärin; Zayde Torun, Geschäftsführerin Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Region Düsseldorf-Wuppertal; Dinah Trompeter, Geschäftsführerin IG Metall Düsseldorf-Neuss; Özay Tarim, Gewerkschaftssekretär von ver.di Bezirk Düssel-Rhein-Wupper und Sigrid Wolf, DGB-Stadtverbandsvorsitzende in Düsseldorf.