Kinderzuschlag

Neuer Kinderzuschlag

Bereits zum 1. Juli hat der Gesetzgeber den Kinderzuschlag (KiZ) stark verbessert – und er gilt jetzt auch für Alleinerziehende. Bis zu 185 Euro pro Kind und Monat zusätzlich zum Kindergeld sind möglich.

Antworten zu den häufigsten Fragen rund um den Kinderzuschlag und den Weg zur Beantragung findest Du hier

Atos: Umfangreiches Verhandlungsergebnis erzielt

In der letzten Verhandlungsrunde gelang endlich der Durchbruch: Nach dem Atos auf seine überzogenen Forderungen an die finanzielle Beteiligung der Arbeitnehmer verzichtete, konnte ein gutes Paket als Fundament für eine erfolgreiche Transformation verhandelt und abgeschlossen werden.

Das Verhandlungsergebnis ist noch kein abschließendes Ergebnis. Es wird in den nächsten Tagen den Mitgliedern der IG  Metall-Tarifkommission und den Vertrauensleuten zur Verfügung gestellt, und nach einer Diskussion mit den Mitgliedern wird von der IG  Metall-Seite die Tarifkommission Ende August abschließend entscheiden. Zusätzlich müssen die Vereinbarungen in Tarifvertragstexte umgesetzt werden, aus denen sich dann auch ein unmittelbarer Anspruch für die Mitglieder selbst ergibt.

Kern der Einigung ist der Umbau des Unternehmens ohne Restrukturierung und betriebsbedingten Personalabbau. Stattdessen hat Atos/Unify zugesagt, eine großangelegte Qualifizierungsoffensive durchzuführen.

Das Verhandlungsergebnis in der Übersicht findest Du in unserer aktuellen TarifInformation

 

Starke Solidaritätsaktion der Vertrauensleute der Kiepe Electric GmbH

Vertrauensleute der Kiepe Electric GmbH (KB) Düsseldorf solidarisch mit den Beschäftigten von Knorr Bremse Wülfrath! – Nadelstiche gegen Knorr-Bremse

Die IG Metall Velbert hatte zu der Demonstration am 13. Juli in der Stadtmitte aufgerufen und auch viele Vertrauensleute von Kiepe Electric aus Düsseldorf, die auch zum Knorr Bremse Konzern gehören, zeigten sich solidarisch.

Hauptredner bei der Kundgebung war der IG Metall-Bezirksleiter von NRW, Knut Giesler. „Die Unternehmensleitung hat heute angebliche Fakten veröffentlicht, dass alles, was wir behaupten, nicht stimmen würde“, rief Giesler den 300 Demonstranten zu. „Das zeigt uns, dass sie unsere öffentliche Anklage wie eine Nadelspitze trifft.“ So behaupte das Unternehmen, der Standort Wülfrath sei wirtschaftlich auf Talfahrt. Das sei falsch. In Wülfrath würden vielmehr Produkte hergestellt, die zukunftsfähig sind, erklärte Giesler: „Systeme für autonomes Fahren sind Zukunftsprodukte.“ Der Betriebsratsvorsitzende Ahmet Yildiz bestätigte das: „Wir haben Aufträge bis 2026.“

Der IG Metall-Bezirksleiter warf Knorr-Bremse vor, deutsche Unternehmen zu kaufen, „um deren Know-how auszusaugen“ und mit diesem Wissen „ins billige Ausland“ zu gehen.  Der IG Metall-Geschäftsführer von Velbert, Hakan Civelek und der Betriebsratsvorsitzende Ahmet Yildiz bedankten sich ausdrücklich für die aktive Unterstützung der Vertrauensleute von Kiepe Electric und Ford.

Zum Hintergrund:

Am 1. April hat der Knorr-Bremse-Konzern in Japan und Thailand den Geschäftsbereich Lenksysteme für Nutzfahrzeuge von Hitachi Automotive erworben. Nur wenige Wochen später, am 23. Mai, teilte die Unternehmensführung mit, das Wülfrather Werk werde 2020 geschlossen. Davon betroffen sind 360 Beschäftigte. Nach Aussage des Betriebsratsvorsitzenden Ahmet Yildiz hat es keine Verhandlungen und keine Gespräche mit der Belegschaft in Wülfrath gegeben. Der Betriebsrat hat jetzt Gutachter und Sachverständige eingeschaltet, die aufzeigen sollen, dass der Erhalt des Werkes bis 2026 betriebswirtschaftlich sinnvoll ist.

Die IG Metall fordert das Knorr-Bremse Management auf, seiner sozialen Verantwortung gerecht zu werden und den Produktionsstandort in Wülfrath zu erhalten!

 

Einigung bei Vallourec

Mit über 90% Zustimmung haben die Mitglieder in den drei deutschen Vallourec-Standorten -Mülheim an der Ruhr, Rath und Reisholz- das Verhandlungsergebnis angenommen.

Nach harten Verhandlungen um die Zukunft der Standorte hat die IG Metall mit der Geschäftsführung von Vallourec ein Ergebnis erzielt: Das Unternehmen garantiert bis 2021 Beschäftigung und Standorte und wird anfallende Verluste weiterhin tragen, um die Krise zu überwinden. Im Gegenzug tragen die Beschäftigten mit insgesamt rund zwölf Millionen Euro zu der Sanierung bei. Dazu wird die anstehende tarifliche Erhöhung der Entgelte zeitlich gestreckt.

Mehr zur Einigung findest du in unseren aktuellen stahlnachrichten

 

Durchstarten bei Klima- und Mobilitätswende

Der Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft muss ökologisch, sozial und demokratisch erfolgen. Die IG Metall setzt sich deshalb sowohl für eine effektive Klimaschutzpolitik als auch für eine aktive Politik zur Verringerung der sozialen Spaltungen ein.

Auf der diesjährigen Bezirkskonferenz in Düsseldorf am vergangenen Wochenende war es die IG Metall Jugend NRW, die das Thema Klimaschutz in den Mittelpunkt stellte. Auf ihren Antrag hin beschlossen die rund 200 Delegierten, darunter auch die vier Delegierten aus Düsseldorf-Neuss – Helmut Bauer (Daimler AG), Wolfgang Freitag (Vallourec GmbH – Werk Rath), Frank Lindenau (Aluminium Norf GmbH) und Peter Zeise (Siemens AG –  Niederlassung Düsseldorf)- die Resolution „Klimaschutz sozial gestalten“.

In der Resolution heißt es, es gebe beim Klimaschutz „kein schwarz oder weiß“. Die IG Metall Jugend fordert, dass die politisch besten Entscheidungen für Klimaschutz und Arbeitsplätze getroffen werden. Dies macht eine differenzierte Betrachtung notwendig. Wenn Entscheidungen dazu führen, dass Industriearbeit bei uns wegbricht, weil zum Beispiel Strom zu teuer wird oder die Versorgungssicherheit nicht mehr gegeben ist, hilft das weder dem Klima noch den Menschen, die schlussendlich Arbeit zum Leben brauchen. Die Arbeitsplätze wären weg und die Produkte wür-den aus Regionen importiert, die nicht die ökologischen und sozialen Standards besitzen, wie sie in der Regel bei uns zu finden sind.

Die gesamte Resolution findest Du hier

Gleichzeitig hat die IG Metall heute gemeinsam mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) die gemeinsamen Initiative „Die Klima- und Mobilitätswende gestalten“  gestartet. Gemeinsam wollen die Organisationen Politik und Unternehmen wachrütteln. Die IG Metall und die beiden größten deutschen Umweltverbände setzen sich sowohl für eine effektive Klimaschutzpolitik als auch für eine aktive Politik zur Verringerung der sozialen Spaltungen ein. Sie fordern, dass beim notwendigen ökologischen Umbau der Industrie niemand auf der Strecke bleibt. Sie erwarten weiter von der Politik, dass nicht nur die nötigen Investitionen getätigt, sondern auch wirksame Programme gestartet werden, damit Beschäftigung gesichert und die Qualifizierung erhöht werden kann.

Für diese Forderung sind am 29. Juni über 50 000 Metallerinnen und Metaller bei der Kundgebung #FairWandel in Berlin auf die Straße gegangen. Neben Jörg Hofmann war auch NABU-Präsident Olaf Tschimpke einer der Redner auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor. Ihre gemeinsame Botschaft an Regierung und Unternehmen: Das Nichtstun muss ein Ende haben.

Das gemeinsame Eckpunktepapier findest Du hier

1. September 2019: Fest der Demokratie

Das Jahr 2019 bringt uns besonders markant in Erinnerung, wie sehr Geschichte und Gegenwart miteinander verbunden sind und welche Verantwortung uns daraus erwächst:
Es jährt sich zum 100. Mal die Weimarer Verfassung, zum 80. Mal der Beginn des Zweiten Weltkrieges, das Grundgesetz wird 70 Jahre alt und vor 30 Jahren fiel nach der friedlichen Revolution die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland.
Jeder dieser Jahrestage ist ‡Grund genug, sich seiner mit besonderen Veranstaltungen zu erinnern.

In Düsseldorf laden am 1. September ab 13 Uhr über 40 Organisationen und Initiativen zum großen Demokratiefest im Ehrenhof ein.

Wir sind mit dabei.
Zusammen mit der Roadshow und ausgestattet mit der Respekt! – Kein Platz für Rassismus Kampagne, Popcorn- Maschine, Zuckerwatte, Ballons, Fragebogenaktion und Fotobox, wollen auch wir ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung setzen.

Werde Respekt! – Botschafterin oder Respekt! – Botschafter und unterstütze uns.
Wir wollen, dass unsere Botschaften auch ankommen. Dafür brauchen wir Dein Engagement und Deine Unterstützung vor Ort. Lade also Freunde und Familie ein und sei dabei.

Mach mit!
Du hast Lust uns am 1. September als Botschafterin oder Botschafter zu unterstützen?
Hier geht es zur Anmeldung

Trage deine Wunschzeit und deine Kontaktdaten ein und um alles weitere kümmern wir uns dann! Natürlich statten wir alle Helferinnen und Helfer mit einem Geschenkpaket aus und auch für das leibliche Wohl ist an diesem Tag für Dich gesorgt.

Wir erwarten viele Besucher und freuen uns über jede helfende Hand! Sei dabei!

Druck durch Warnstreik lohnt sich!

Verhandlungen ohne Ergebnis bis Ende Juli unterbrochen.

Am 27. Juni 2019 sind gegen ca. 1:30 Uhr morgens in Hamburg die Verhandlungen zwischen IG Metall und Gesamtbetriebsrat mit Atos/Unify über die Transformation ohne Ergebnis unterbrochen worden. Grund dafür: Nach mehr als 15 Stunden waren die Verhandlungen an einem kritischen Punkt angelangt. Es wurde klar, dass zu diesem Zeitpunkt keine Lösung möglich war, die Verhandlungen aber nicht gescheitert sind.

Einige Punkte zum Stand der Verhandlungen

  • Die Arbeitgeber sind in einigen Punkten der IG Metall/Gesamtbetriebsrat entgegengekommen
  • Wichtige Themen konnten aber noch nicht gelöst werden
  • Die Verhandlungspartner haben Stillschweigen über den Stand der Verhandlung vereinbart

Wie geht es weiter?

Die Verhandlungen sollen am 25. Juli fortgesetzt werden. Ziel von IG Metall und GBR ist es, an diesem Termin zu einem Ergebnis zu kommen. Sollte das nicht gelingen, werden wir mehr Druck machen müssen.

Ausführliche Infos findet ihr in unserer aktuellen Tarifinformation

 

Neuer Tarifvertrag für die Beschäftigten bei Schindler!

Neues tarifliches Zusatzgeld! +++ ab 2020 Wahloption auf acht bezahlte freie Tage +++ Verkürzte Vollzeit

Aufgrund des bestehenden Firmentarifvertrags für Schindler waren die Beschäftigten vom neuen Tarifvertrag Tarifliches Zusatzgeld (T-ZUG), von der Wahloption Freistellungszeit  in Anspruch nehmen zu können und von der kurzen Vollzeit ausgeschlossen.

Das wollten die aktiven Metallerinnen und Metaller bei Schindler nicht hinnehmen. Gemeinsam mit der IG Metall wurde der Firmentarifvertrag neu verhandelt: Mit Erfolg, der Tarifvertrag T-ZUG und die kurze Vollzeit wurde übernommen. Das Tarifliche Zusatzgeld bereits mit der Juni Abrechnung ausgezahlt!

Jetzt steht das nächste große Tarifprojekt an, in Kürze wird ein Tarifvertrag über Langzeitkonten verhandelt. Die Beschäftigten bei Schindler wissen, dies ist nur mit einer starken IG Metall möglich.

Weitere Informationen findest Du in unserem ausführlichen Tarifinfo

 

 

 

Tarifabschluss im Tischlerhandwerk: 4,9 Prozent mehr Geld in zwei Stufen

Die IG Metall-Tarifkommission für das Tischlerhandwerk in NRW hat gestern dem Verhandlungsergebnis für die Beschäftigten des Tischler- und Schreinerhandwerks des Tarifgebietes Nordwest vom 19. Juni 2019 einstimmig zugestimmt.

Demnach erhöhen sich die Entgelte der 49.000 Beschäftigten in dieser Branche in zwei Schritten: Zum 1. August 2019 zunächst um 2,9 Prozent und zum 1. Oktober 2020 um weitere 2 Prozent. Zu beiden Zeitpunkten wird die Ausbildungsvergütung jeweils um 30 Euro überproportional erhöht. Dieser Tarifvertrag läuft bis zum 30. September 2021.

Zusätzlich gibt es erstmals für die Branche einen Tarifvertrag zum Ausgleich von Rentenabschlägen für über 50-jährige Arbeitnehmer. Dieser Vertrag gibt einen Rechtsanspruch auf eine monatliche Zusatzzahlung der Arbeitgeber in die Deutsche Rentenversicherung in Höhe von 50 Euro, um einen früheren Ausstieg aus dem Arbeitsleben ohne Rentenkürzung zu ermöglichen. Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer selbst auch mindestens 50 Euro einzahlt. Der Tarifvertrag zum Ausgleich von Rentenabschlägen tritt am 1. August 2019 in Kraft und kann erstmals zum 31. Dezember 2024 gekündigt werden.

 

 

 

Über 50.000 Metallerinnen und Metaller für gerechte Transformation in Berlin

Über 50.000 Menschen aus ganz Deutschland haben sich am Samstag an der Kundgebung #FairWandel der IG Metall in Berlin beteiligt. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus 17 Betrieben und 8 Bussen waren auch wir aus Düsseldorf-Neuss mit dabei.

Ihre Botschaft an Regierung und Unternehmen: Das Nichtstun muss ein Ende haben. Verkehrswende, Energiewende, Klimaschutz und Transformation der Industrie funktionieren nicht von alleine. Dafür braucht es einen Plan, massive Investitionen ― und vor allem schnelles und entschlossenes Handeln.

Auf der Kundgebung #FairWandel sprachen neben Jörg Hofmann auch Jasmin Gebhardt, Vertreterin der Jungen IG Metall, und andere Vertreter der Zivilgesellschaft wie Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), und Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie. Damit wird deutlich, wie offen und umfassend der gesellschaftliche Dialog zur sozialen Transformation von der IG Metall geführt wird.

Das Kulturprogramm auf der Kundgebung bestritten die Sänger Clueso und Joris sowie die Bands Silly, Culcha Candela und das Berlin Boom Orchestra.

Zentrales Anliegen der Kundgebung ist die Forderung an Arbeitgeber und Politik, dafür zu sorgen, dass der ökologische und digitale Wandel nicht massenhaft Verlierer hervorbringt. Im Gegenteil: Die Transformation soll aus technischem Fortschritt sozialen Fortschritt machen. Wir verlangen ein Transformationskurzarbeitergeld. Damit werden Entlassungen vermieden und die Beschäftigten können sich für die Arbeit an neuen Produkten qualifizieren.

Die IG Metall erwartet auch, dass die Mobilitäts- und Energiewende erfolgreich umgesetzt wird – im Interesse der Beschäftigten und des Klimaschutzes Nicht länger nur Zieldebatten, sondern endlich konkrete Maßnahmen. Ganz dringend ist zum Beispiel eine flächendeckende und verlässliche Infrastruktur von Schnellladestationen. Daneben sind massive Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr und die Schiene notwendig.

Dass die Transformation auch junge Menschen bewegt, zeigte die Junge IG Metall mit einem eigenen Demonstrationszug vom Roten Rathaus zum Brandenburger Tor und mit Aktionen zu Ökologie, Ausbildung, Arbeitszeit, Rechtsruck, Globalisierung und Gleichstellung.

Wir sagen an dieser Stelle noch einmal: Dankeschön an alle Kolleginnen und Kollegen, die am Samstag dieses deutliche Zeichen in Berlin gesetzt haben!

 

Die ausführliche Pressemitteilung findest Du hier

Das Abschlussvideo zur Kundgebung findest Du hier

Wie die Presse unsere Aktion sieht liest Du hier:

in der Tagesschau

in der Sueddeutschen Zeitung

in der Berliner Zeitung

bei n-tv