IG Metall Jugend fordert einen Kurswechsel in der Rentenpolitik

Der Einladung des DGB in Düsseldorf gemeinsam über eine gute und verlässliche Rente zu sprechen, folgten am vergangenen Donnerstag über 80 junge und ältere Gewerkschafter*innen aus der Region.

Die Düsseldorfer DGB-Vorsitzende Sigrid Wolf eröffnete die Veranstaltung mit einer Analyse der Rentensituation in Düsseldorf. Fest steht, so Wolf, dass mehr als 59.000 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer die Altersarmut droht. Im Alter auskömmlich leben zu können, wird damit mehr und mehr auch in Düsseldorf zur Illusion.

Nach der Eröffnung stellte die Vize-Vorsitzende des DGB NRW, Dr. Sabine Graf, den aktuellen Rentenreport NRW des DGB vor. In ihrem Vortrag betonte sie, dass in NRW vor allem Frauen von Altersarmut bedroht. Auch die zweite Expertin, Professor Dr. Ursula Engelen-Kefer vom Sozialverband Deutschland stellte in ihrem Vortrag dar, wie wichtig gerade für Frauen die Sicherung des Lebens-Standards durch eine auskömmliche gesetzliche Rente ist. Zum Abschluss der Expertenvorträge zeigte Dr. Florian Blank vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut Düsseldorf, am Beispiel Österreich auf, wie ein staatliches Rentensystem den Lebensstandard im Alter sichert.

Im Anschluss diskutierten die drei Experten mit jungen Gewerkschafter*innen über das Thema „Verlässlicher Generationenvertrag“. Auch die IG Metall Jugend war mit Lena Herrmann, Jugend- und Auszubildendenvertreterin bei der Daimler AG in Düsseldorf, auf dem Podium vertreten. Herrmann und die anderen Jugendlichen machten deutlich, dass ein Kurswechsel in der Rentenpolitik unumgänglich ist, damit das System gesetzliche Rente auch für die junge Generation weiterhin Zukunft hat. Sie forderten den DGB zudem auf mehr Aufklärung zu betreiben und die Jugend stärker aktiv in ihre Diskussionen mit einzubeziehen.

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Den DGB Rentenreport findet ihr hier als Download

Ein Video des DGB zum Thema Verlässlicher Generationenvertrag findet ihr hier