Musteranträge – M&E Tarifrunde 2018

 

Mit dem neuen Tarifvertrag in der Metall- und Elektroindustrie haben alle IG Metall-Mitglieder in den tarifgebundenen Unternehmen in NRW mehr Flexibilität in der Gestaltung ihrer Arbeits- und Lebenszeit.

Wir stellen euch hier die Musteranträge für die verkürzte Vollzeit, sowie für die tarifliche Freistellungszeit zur Verfügung.

Download Musteranträge:

=> Verkürzte Vollzeit

=> Tarifliche Freistellungszeit

 

Starker Tarifabschluss dank starker Beteiligung

Die Tarifverhandlung in Stuttgart ist heute Nacht erfolgreich beendet worden. Der Abschluss in Baden-Württemberg bringt für die Beschäftigten deutlich mehr Geld in zwei Stufen und mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit:

Der Tarifvertrag sieht ab 01.04.2018 eine Entgelterhöhung von 4,3 Prozent sowie eine Einmalzahlung von 100 Euro für Januar bis März 2018 vor.

Außerdem erhalten alle Beschäftigten ab 2019 einen Festbetrag von 400 Euro plus ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent eines Monatsentgelts. Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schicht arbeiten, können wählen, ob sie statt des tariflichen Zusatzgelds acht freie Tage nehmen wollen. Zwei Tage davon finanziert der Arbeitgeber.

Der Tarifvertrag sichert zudem den Beschäftigten einen Anspruch auf Reduzierung ihrer Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für bis zu 24 Monate. Danach haben sie das Recht, zu ihrer ursprünglichen Arbeitszeit zurückzukehren.

Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. März 2020.

Die Tarifkommission in NRW kommt an diesem Mittwoch zusammen und berät über das Ergebnis.

Wir möchten uns auf diesem Wege bei allen Metallerinnen und Metallern aus der Region Düsseldorf-Neuss bedanken, die mit ihrer Beteiligung an den kurzzeitigen Warnstreikaktionen sowie den 24-Stunden-Warnstreiks in den vergangen Tagen und Wochen die Ziele der IG Metall eindrucksvoll und nachdrücklich unterstützt haben. Gemeinsam haben wir gezeigt, dass wir weiterhin eine große, solidarische Kraft entfalten können, um die Zukunft der Arbeit zu gestalten.

Vielen Dank!

Statements & Stimmungen vom 24.01.

Hier findet ihr noch eine Zusammenfassung der Statements unserer Kolleginnen und Kollegen bei der Kundgebung vor dem Arbeitgeberverband in Düsseldorf:

 

4.000 Beschäftigte machen nochmal Druck in Düsseldorf

Kurz vor der vierten Verhandlungsrunde sollte der Druck auf die Arbeitgeber nochmal erhöht werden. Die IG Metall Düsseldorf-Neuss rief deshalb heute die Beschäftigten aus 20 Betrieben in der Region zu einer Kundgebung vor dem Arbeitgeberverband in Düsseldorf auf.

Den Auftakt der zweiten Warnstreikwelle machten bereits heute früh ab 3 Uhr rund 1.000 Kolleginnen und Kollegen aus der Nachtschicht im Daimler Werk in Düsseldorf. Bei einer Kundgebung vor dem Werkstor bekräftigten die Beschäftigten ihre Forderung nach 6 % mehr Entgelt und Arbeitszeiten, die zum Leben passen.

Ab 11 Uhr reisten dann die Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben ABB Calor Emag, AVL, Demag Cranes & Components, Alu Norf, Benhil, Goodrich, Hille & Müller, Hydro Aluminium, Kiepe Electric, Komatsu Germany, Ruhfus, Schindler, Novar, Lintorfer Eisengießerei, SIG Combibloc, TRW, IMS, Steeltec und Siemens an, um gemeinsam mit den Beschäftigten der Tagschicht der Daimler AG in den Warnstreik zu gehen.
Die über 3.000 versammelten Metallerinnen und Metaller zogen gemeinsam in einem Demozug direkt zum Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie NRW und zeigten während der anschließenden Kundgebung lautstark ihren Unmut über das unzulängliche Angebot der Arbeitgeber.

In den vergangenen beiden Wochen beteiligten sich im Bezirk NRW rund 138.000 Metallerinnen und Metaller an mehrstündigen Arbeitsniederlegungen. Bundesweit waren es bereits  910.000 Beschäftigte.

Die gigantische Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen gibt Rückenwind für die vierte Verhandlungsrunde, die heute in Baden-Württemberg gestartet ist.
Jetzt liegt es an den Arbeitgebern, die Verhandlungen einen entscheidenden Schritt nach vorne zu bringen und weitere Eskalation zu vermeiden. An Lösungsvorschlägen der IG Metall mangelt es auf jeden Fall nicht!

Hier das Video zur Aktion:

Starke Jugendaktion im Verhandlungslokal

Die IG Metall Jugend Düsseldorf-Neuss hat am 18. Januar zusammen mit der IG Metall Jugend NRW ihrer Forderung nach bezahlten Freistellungstagen vor allen Teilen der Abschlussprüfung eindrucksvoll Nachdruck verliehen.

Gemeinsam mit David Lüdtke, der als Vertreter der Jugend, Mitglied der Verhandlungskommission ist, suchten die Jugendlichen die Arbeitgeber heute direkt im Verhandlungslokal auf.

„Wenn die Arbeitgeber nicht freiwillig mit uns über unsere Forderung sprechen wollen, dann müssen wir nachhelfen. Ihre Behauptung, dass der freie Tag vor der Prüfung nur mehr Urlaub für uns bedeutet, ist einfach unverschämt und das wollen wir ihnen heute zeigen“, sagte Diego Sesena Carrasco, Jugendvertreter bei der Daimler AG in Düsseldorf, kurz vor der Aktion.

Um den Arbeitgebern zu zeigen, dass es höchste Zeit für Bewegung beim Thema ist, hat die IG Metall Jugend Düsseldorf-Neuss in den letzten Wochen vor der Verhandlung extra einen „Riesenwecker“ angefertigt, der heute Arndt Kirchhoff, Verhandlungsführer der Arbeitgeber, überreicht worden ist.

David Lüdtke mahnte Herrn Kirchhoff nochmals bei der Übergabe: „Wir erwarten, dass Sie von ihrer Blockadehaltung bei all unseren Themen abrücken. Damit Sie wissen, dass es so langsam aber sicher 5 vor 12 ist, haben wir Ihnen noch einmal einen unserer Wecker mitgebracht.“

Die Weckerübergabe hat der IG Metall Jugend aber noch nicht gereicht:

Allen Verhandlungskommissionsmitglieder auf Arbeitgeberseite wurde noch ein Abschlusszeugnis überreicht. Die Zeugnisse bescheinigten dabei nur „mangelhafte“ Noten und waren mit dem freundlichen Hinweis versehen, dass man sich vielleicht mit einem zusätzlichen Vorbereitungstag vor den Prüfungen hätte helfen können.

„Die Abschlussprüfung ist richtungsweisend für den weiteren beruflichen Lebensweg. Das wissen auch die Arbeitgeber! Unsere Forderung ist deshalb wichtig und kommt bei den Azubis gut an. Die Aktion heute hat gezeigt, dass wir auch bereit sind dafür zu kämpfen“,fasst Kerstin Sevenheck, Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung bei Siemens in Düsseldorf, im Anschluss zusammen.

Nach der starken Aktion heute, wissen hoffentlich auch die Arbeitgeber, dass es Zeit ist zu verhandeln!

Das Video zur Jugendaktion findest Du hier

Pierburger proben den Ernstfall

Hier das Video zur Warnstreikaktion bei der Pierburg GmbH:

 

 

Über 500 Warnstreikende in Ratingen und Düsseldorf-Benrath

Zum Abschluss der ersten Warnstreikwoche beteiligten sich heute nochmal mehr als 500 Metallerinnen und Metaller an Warnstreikaktionen in Ratingen und Benrath.

Mehr als 180 Beschäftigte der ABB in Ratingen legten heute morgen ihre Arbeit nieder und beteiligten sich an der Kundgebung, um so ihren Protest gegen das unzureichende Angebot der Arbeitgeber zu zeigen.
Am Vormittag zogen dann 350 Beschäftigte der Betriebe Demag Cranes, Komatsu, Kiepe Electric und Hille & Müller gemeinsam vor das Werkstor der Demag Cranes in Düsseldorf-Benrath und setzten in der anschließenden Kundgebung ein lautstarkes Zeichen für ihre Forderungen nach 6 % mehr Entgelt und Arbeitszeiten, die zum Leben passen.

Die große Beteiligung an den Warnstreiks von den Beschäftigten aus Betrieben in der Region Düsseldorf-Neuss, ist ein starkes Zeichen an die Arbeitgeber und stärkt für die Tarifverhandlungen am kommenden Donnerstag in Neuss.

Insgesamt haben heute 12.250 Beschäftigte aus 109 Betrieben in NRW die Arbeit niedergelegt. Bundesweit waren es bisher rund 250.000 Beschäftigte, die sich an Aktionen und Kundgebungen beteiligt haben. Und die Warnstreiks der IG Metall gehen auch in den nächsten Tagen und Wochen weiter.

Hier das Video zu den beiden Aktionen:

Starke Warnstreikaktion an der Hafenmole

Heute setzten die Beschäftigten von Pierburg, Steeltec, IMS, Goodrich, AVL, Benhil, Ruhfus, Novar, Schindler, Rhein-Getriebe, SIG Combibloc und Siemens zusammen ein starkes Zeichen für die Tarifforderung der IG Metall.

Über 750 Metallerinnen und Metaller beteiligten sich an der Kundgebung an der Hafenmole in Neuss und zeigten dabei eindrucksvoll, dass sie bereit sind den Druck auf die Arbeitgeber weiter zu erhöhen, wenn es nicht bald ein anständiges Angebot gibt.

Die große Beteiligung der Beschäftigten an den Warnstreiks gestern bei Aluminium Norf in Neuss und Hydro Aluminium in Grevenbroich und am Warnstreik heute an der Hafenmole sollten ein Warnschuss für die Arbeitgeber sein. Die Beschäftigten haben gezeigt, dass sie voll hinter den Forderungen der IG Metall stehen. Die Arbeitgeberseite sollte sich deshalb gut überlegen, ob sie in der nächsten Verhandlung weiter versucht die Beschäftigten mit unverschämten Angeboten abzuspeisen.

Die Warnstreiks in der Region Düsseldorf-Neuss gehen auf jeden Fall weiter. Für Donnerstag, 11.01.2018 sind die Beschäftigten von ABB, Demag Cranes, Komatsu, Kiepe Electric und Hille & Müller aufgerufen den Arbeitgebern zu zeigen, was sie vom bisherigen Angebot halten.

Hier das Video zur Warnstreikaktion an der Hafenmole:

Metallerinnen und Metaller zeigen Kampfbereitschaft

Pünktlich mit dem Ende des Weihnachtsurlaubs vieler Arbeitnehmer startet die heiße Phase der Tarifrunde. Seit dieser Woche rollt die erste größere Warnstreikwelle durchs Land. Zehntausende Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie werden in den nächsten Tagen für einige Stunden die Arbeit niederlegen und an Warnstreiks teilnehmen.

Erste Aktionen gab es heute auch in der Region Düsseldorf-Neuss bei der Aluminium Norf GmbH in Neuss und bei Hydro Aluminium in Grevenbroich. Rund 900 Metallerinnen und Metaller zeigten Kampfbereitschaft und demonstrierten für die Tarifforderung der IG Metall.

Bei der Aluminium Norf GmbH beteiligten sich heute früh mehr als 350 Kolleginnen und Kollegen aus der Nachtschicht und boten mit einem Fackelzug rund um das Werksgelände ein eindrucksvolles Bild während sie lautstark ihrer Forderung Nachdruck verliehen. Ebenso kämpferisch war die Stimmung am frühen Vormittag vor den Toren der Hydro Aluminium in Grevenbroich. Über 500 Metallerinnen und Metaller nahmen an der Demo und der anschließenden Kundgebung teil und protestierten gemeinsam gegen das unzureichende Angebot der Arbeitgeber.
Bis zur dritten Verhandlungsrunde in Neuss am 18. Januar werden die Warnstreiks in der Region jetzt weiter hochgefahren. Denn es muss ein konkretes Signal von Seiten der Arbeitgeber kommen.

Das inakzeptable Angebot der Arbeitgeber von 2,0 Prozent mehr Entgelt ab April 2018 für 12 Monate und eine Einmalzahlung von 200 Euro ignoriert, neben der hervorragenden gesamtwirtschaftlichen Lage, vor allem die noch bessere Situation in der Metall- und Elektroindustrie, sowie die Leistung der Beschäftigten.

Seit Ende November 2017 wird in den Tarifgebieten mit den Arbeitgebern nun schon verhandelt – bisher ohne Ergebnis. Deshalb geht die IG Metall jetzt in die Offensive und ruft alle Mitglieder und Beschäftigte aus den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in der Region Düsseldorf-Neuss zu Warnstreiks auf.Sollten die Arbeitgeber in der kommenden Verhandlungsrunde keine Bereitschaft zeigen, inhaltlich über die Forderungen der IG Metall zu diskutieren, könnte es bald zum Scheitern der Verhandlungen kommen. Die Arbeitgeberseite muss endlich ihre Verweigerungshaltung aufgeben und konstruktiv über die Forderung nach Arbeitszeiten, die zum Leben der Beschäftigten passen, reden. Es braucht keine weiteren Verhandlungen mehr, um sich weiter im Kreis zu drehen, sondern es braucht ein klares Zeichen von den Arbeitgebern, dass sie an einer Lösung zum Thema Arbeitszeit interessiert sind!

Um auch in dieser Tarifrunde am Ende wieder erfolgreich zu sein, sollten wir den Arbeitgebern jetzt zeigen, dass wir geschlossen zusammenstehen. Denn es geht um uns. Und dabei zählt jede und jeder Einzelne. Beteiligt Euch an den anstehenden Warnstreiks in den Betrieben!

Bewegte Bilder von den beiden Aktionen findest Du hier

Die Warnstreiks haben begonnen!

Hier eine kleine Zusammenfassung der ersten Warnstreikaktionen 2018: