Neuigkeiten, die die gesamte Regionalgruppe betreffen

IG Metall bleibt Nummer eins in den Betrieben

Die IG Metall konnte bei den Betriebsratswahlen im Frühling ihre starke Stellung in den heimischen Industriebetrieben noch einmal leicht ausbauen. Die Wahlen fanden turnusgemäß von März bis Mai 2018 statt. Eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse liegt jetzt vor.

Danach gehören zwei von drei Betriebsräten in Betrieben der Region Düsseldorf-Neuss der IG Metall an. Mit 66,7 Prozent ist das nochmal ein kleines Plus gegenüber den Wahlen vor vier Jahren (66,5 Prozent). Auch die Wahlbeteiligung in der Region ist noch einmal deutlich gestiegen. 71,1 Prozent der wahlberechtigten Beschäftigten gaben ihre Stimme ab, das sind gut vier Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren (66,9 Prozent).

Wahlbeteiligung lag höher als bei den Kommunalwahlen. Zum Vergleich: Bei den Kommunalwahlen im Jahr 2014 lag die Wahlbeteiligung lediglich bei 50 Prozent (Düsseldorf) beziehungsweise 45,5 Prozent (Neuss). Gerade in Zeiten von Politikverdrossenheit ist die hohe Beteiligung bei Betriebsratswahlen ein ermutigendes Zeichen und gibt Kraft, gemeinsam mit den Betriebsräten die Aufgaben der Zukunft erfolgreich zu gestalten.

Auch der Anteil der weiblichen Mitglieder in den neu gewählten Betriebsratsgremien konnte gesteigert werden und liegt mit 21,4 Prozent in der Region über dem Gesamtanteil von Frauen unter den Beschäftigten im Bereich der IG Metall (20 Prozent).

Mit den neu gewählten Betriebsräten sind die Unternehmen nun gut aufgestellt, um den bevorstehenden Wandel in der Industrie zu gestalten. Die Transformation hin zu klimafreundlicher Produktion und Digitalisierung braucht eine starke Mitbestimmung in den Betrieben und diesen Gestaltungsauftrag werden unsere Betriebsräte sehr ernst nehmen.

 

 

Delegiertenversammlung verabschiedet Positionspapier für Gute Arbeit in der energieintensiven Industrie

Die gestrige Delegiertenversammlung stand ganz im Zeichen der energieintensiven Aluminium- und Stahlindustrie.

In der Region Düsseldorf-Neuss sind im Organisationsbereich der IG Metall derzeit rund 8.000 Menschen beschäftigt. Diese Arbeitsplätze sind aufgrund der derzeitigen energiepolitischen Entscheidungen jedoch stark gefährdet. Der aktuell geforderte Kohleausstieg bis 2020 und ein verschärfter europäischer Emissionshandel würden das sofortige Aus für die Aluminium- und Stahlwerke hier in der Region führen.

Heinz Höhner, Betriebsratsvorsitzender der Hydro Aluminium Rolled Products GmbH, erklärte den Anwesenden in seinem Vortrag sehr anschaulich, dass die Aluminiumindustrie noch über 2020 hinaus auf die Kohleverstromung angewiesen ist und zeigte gleichzeitig auf, was bereits heute alles unternommen wird, um die CO2-Belastungen einzudämmen. Gleichzeitig unterstrich er mit seinen Ausführungen die Wichtigkeit geschlossener Wertschöpfungsketten für den Industriestandort Deutschland und die Region. Denn nur so können gute Industriearbeitsplätze und eine nachhaltige Entwicklung gesichert werden.

Höhner stellte zudem heraus, dass die Aluminiumindustrie nicht Teil des Problems der hohen CO2-Belastungen ist, sondern durch gezielte Forschung und Investitionen in die CO2-Reduzierung bereits heute schon vielseitige Lösungen bietet.

In der anschließenden Diskussionsrunde zum Thema, diskutierten neben Heinz Höhner noch Heiko Reese, Leiter des IG Metall Stahlbüros, Daniel Rinkert, SPD Kreisvorsitzender des Rhein-Kreis Neuss und Volker Consoir, Mitglied des Aufsichtsrats bei der Hydro Aluminium Rolled Products GmbH, mit den Delegierten.

Heiko Reese stellte klar, dass es bei der ganzen Diskussion nicht darum ginge die Alt-Industrien zu retten, sondern zu transformieren. Und damit innovative und technologiegetriebene Industrien zu unterstützen. Reese machte zudem deutlich, dass eine Verlagerung der Stahlproduktion in Länder wie beispielsweise China, in denen Klimaschutz und Arbeitnehmerrechte nur eine untergeordnete bis gar keine Rolle spielen, nicht mehr als eine Mogelpackung sind und nicht zur Lösung der Klima- und Umweltprobleme beitragen werden.

Daniel Rinkert, hob in der Diskussion hervor wie wichtig der Dialog mit der Politik ist. Er machte deutlich, dass es für den Erhalt der energieintensiven Industrien und Wertschöpfungsketten wichtig ist, dass sich die Unternehmen auf verlässliche und belastbare Zusagen der Politik einstellen können. Investitionen in die Zukunft für den Erhalt von Arbeitsplätzen und zum Schutz des Klimas können nur unter sicheren Rahmenbindungen getätigt werden.

Volker Consoir unterstrich noch einmal, dass der Klimaschutz in der Aluminiumindustrie seit jeher eine wichtige Rolle spielt und bereits im Bereich Forschung und Entwicklung viel unternimmt, um immer besser zu werden. Für ihn ist klar: Wer das Klima schützen will muss die saubere Industrie hier in der Region schützen.

Nach der Diskussionsrunde haben die Delegierten zudem ein umfassendes Maßnahmenpaket zum Schutz für die 8000 Beschäftigten in der Stahl- und Aluminiumindustrie in der Region beschlossen und das dazugehörige Positionspapier „Gute Arbeit in der energieintensiven Industrie: Stahl und Aluminium“ verabschiedet.

Die wichtigsten Eckpunkte aus dem Positionspapier sind:

  • Erhalt der industriellen Wertschöpfungsketten in Deutschland
  • Sicherung der Versorgung mit netzstabilem Strom
  • Bezahlbarer Strom für die Industriearbeitsplätze in Deutschland
  • Kein nationaler Alleingang bei einer CO2-Besteuerung
  • Nutzung der Potentiale der Grundstoffindustrie für die Energiewende

Das Positionspapier findest Du hier

Als weiterführende Hintergrundinfo findest Du die Anforderungen der IG Metall zum Klimaschutzplan 2050 und Klimaschutzgesetz hier

Thyssenkrupp – BA Elevator Technology – NEIN zu Profitmaximierung durch Personalabbau!

Die Betriebsräte-Arbeitsgemeinschaft informiert:

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Endlich wieder auf Tarif – KHT Fahrzeugteile GmbH, Grevenbroich

Eine gute Nachricht für die Beschäftigten bei der KHT Fahrzeugteile GmbH in Grevenbroich-Kapellen Weiterlesen

Internationaler Frauentag

 Anlass

Der Internationale Frauentag am 8. März steht weltweit für den Kampf der Frauen für mehr Gleichberechtigung in der Gesellschaft. Die IG Metall und ihre Betriebsräte nehmen den Internationalen Frauentag zum Anlass, auf die Themen aufmerksam zu machen, mit denen Frauen im Arbeitsalltag konfrontiert sind: Entgeltgerechtigkeit, berufliche Entwicklungsperspektiven und Vereinbarkeit von Arbeit und Leben.

Fakten

Eine Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern existiert in der gesamten EU, sie ist in Deutschland aber konstant höher als im EU-Durchschnitt. Und: Je weiter Frauen auf der Karriereleiter nach oben steigen, desto größer wird der Abstand zu den Einkommen der Männer.

Die Aufstiegschancen von Frauen sind in Europa nach wie vor bescheiden. Wenn man den Frauenanteil in den höchsten Entscheidungsgremien börsenorientierter Unternehmen in Europa betrachtet, fällt auf, dass z.B. Norwegen, das schon länger eine gesetzliche Frauenquote hat, einen deutlich höheren Frauenanteil in Aufsichtsratsgremien besitzt.

Eine entscheidende Stellschraube für berufliche Entwicklungsperspektiven ist die Arbeitszeit. Und Teilzeitarbeit in Europa ist weiblich geprägt, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau. Im EU-Vergleich zeigt sich hier, dass die Teilzeitquote von Frauen in Deutschland in der Altersgruppe der 25- bis 49-Jährigen im EU-Vergleich besonders hoch ist, worin sich die eher traditionellere Aufgabenteilung gegenüber anderen europäischen Ländern widerspiegelt.

Pflichten des Arbeitgebers

Arbeitgeber haben dafür zu sorgen, dass Benachteiligungen wegen des Geschlechtes verhindert und beseitigt werden. So steht es in § 1 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Das Betriebsverfassungsgesetz verpflichtet den Arbeitgeber mindestens einmal im Jahr auf einer Betriebsversammlung zu erläutern, welche Maßnahmen er ergriffen hat, um die Gleichstellung von Männern und Frauen zu fördern. In seinem Gleichstellungsbericht soll der Arbeitgeber unter anderem die Unterschiede beim Einkommen und der Art der Beschäftigung (Vollzeit/Teilzeit, unbefristet/befristet) darlegen und den Anteil von Frauen in Führungspositionen nennen.

Mitbestimmung des Betriebsrats

Betriebsräte haben eine Fülle von Möglichkeiten, die Benachteiligungen von Frauen abzubauen. Flexible Arbeitszeitmodelle verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Männer wie Frauen. Die richtige Eingruppierung sorgt dafür, dass gleiche Arbeit auch gleich bezahlt wird. Und mit ihrem Mitbestimmungsrecht bei Einstellungen und Versetzungen können Betriebsräte darauf achten, dass Frauen die gleichen Chancen haben wie Männer. Gleiches gilt für die Aus- und Weiterbildung sowie den beruflichen Aufstieg.

Initiativen der IG Metall

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein zentrales Anliegen der IG Metall. Im Rahmen der Kampagne „Wer die Besten will, kann auf Frauen nicht verzichten“ stellt die IG Metall umfangreiches Material zur Verfügung, das die Betriebsräte bei der Durchsetzung der Gleichstellung im Betrieb unterstützt

(→ extranet.igmetall.de/frauenwerbemonat).

Weltweit unterstüzt die IG Metall Gewerkschaften, um faire und gute Arbeitsbedingungen für Männer und Frauen zu erreichen, so z.B. für Textilarbeiterinnen in Asien.

 

Die IG Metall setzt sich ein für

  • flexible, an unterschiedlichen Lebensphasen
    angepasste Arbeitszeitmodelle,
  • ein verbindliches Recht auf Teilzeit und
    Rückkehr in Vollzeit,
  • gleiches Geld für gleichwertige Arbeit,
  • ein Entgeltgleichheitsgesetz,
  • bessere Zugänge zu Qualifizierung,
  • mehr Frauen in Führungspositionen
    durch verbindliche Zielquoten.

Zum Download hier klicken => Faktenblatt-Internationaler_Frauentag

MARCH FOR EUROPE DÜSSELDORF

Ja zu Europa – Nein zum Nationalismus!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein geeintes Europa war nach den traumatischen Erfahrungen von zwei Weltkriegen im 20. Jahrhundert, nach so vielen bitteren Erfahrungen und nach Auschwitz, eine Vision, deren Verwirklichung kaum für möglich gehalten wurde. Heute ist Europa eine Friedensgemeinschaft mit über 500 Millionen Einwohnern und mit dem weltweit größten Binnenmarkt. Es ist unbestritten, dass wir in der neuzeitlichen Geschichte Europas noch nie eine so lange Periode des Friedens und des Wohlstandes für die meisten Bürgerinnen und Bürger hatten.

Die Europäische Einheit befindet sich in einer tiefen Krise: Terror, Flucht, Schulden, Millionen Jugendliche ohne Job. Das europäische Projekt, das uns bisher Frieden und Wohlstand gebracht hat, wankt.

Rechtsextremisten und Nationalisten missbrauchen jetzt die Lage, um das Ende des vereinten Europas zu fordern. Sie predigen die Überlegenheit der eigenen Nation. Sie schotten sich von den Nachbarn ab. Sie verachten die freie, offene, demokratische Gesellschaft. Sie wollen die Uhr zurückstellen.

Diesen Entwicklungen wollen wir nicht tatenlos zusehen! Aus Anlass der Unterzeichnung der „Römischen Verträge“ zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft vor 60 Jahren rufen der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf, an der Kundgebung

Ja zu Europa – Nein zum Nationalismus
am Samstag, 25. März 2017, 12.00 Uhr
am Burgplatz, Düsseldorf

teilzunehmen und gemeinsam und zeitgleich mit vielen Menschen in Berlin, Rom und anderen europäischen Städten für ein soziales und weltoffenes Europa einzutreten. Wir brauchen mehr denn je ein wirtschaftlich starkes, politisch geeintes, soziales, kulturell vielfältiges, friedliches und solidarisches Europa als Wertegemeinschaft.

Wir bitten euch, an der Kundgebung teilzunehmen und für eine breite Beteiligung zu werben.

Mit freundlichen, kollegialen Grüßen

Nihat Öztürk                           Volker Consoir
Geschäftsführer                      Geschäftsführer/Kassierer

 

Protestveranstaltung bei Nokia Networks

Kolleginnen und Kollegen protestierten nach einem Aufruf der IG Metall in Düsseldorf während der Pause der Betriebsversammlung vor dem Eingang der Heltorfer Straße.

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Jubilarfeier 2016 im Rheinischen Landestheater Neuss

Die IG Metall Geschäftsstelle hat am Mittwoch, 26. Oktober – wie jedes Jahr – ihre Jubilare geehrt:

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