Stahl-Tarifrunde 2019: Weiter kein Ergebnis

In der vierten Tarifverhandlung für die rund 72.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie haben die Arbeitgeber in der 4. Verhandlungsrunde eine Entgelterhöhung von 2,5 Prozent zum 01.04.2019 und mit Wirkung ab 01.07.2020 eine zusätzliche jährliche Urlaubsvergütung in Höhe von 600 Euro angeboten, die von einem eingeschränkten Personenkreis in Zeit umgewandelt werden könnte.

Das angebotene Volumen bei Entgelt und Urlaubsvergütung ist angesichts der guten Situation in der Stahlindustrie bei weitem nicht ausreichend. Die IG Metall fordert zudem weiterhin, dass alle Beschäftigtengruppen Geld in Zeit tauschen können. Die IG Metall hat trotzdem eingewilligt in den nächsten Tagen, in einer gemeinsamen Expertengruppe über das Gesamtpaket detaillierter zu beraten.
Auf Grundlage dieser Beratung werden die zuständigen Gremien dann über den weiteren Verlauf der Tarifrunde entscheiden.

Das sind unsere Forderungen:
Die IG Metall fordert für die Beschäftigten der Eisen- und Stahlindustrie 6 Prozent mehr Geld und eine zusätzliche Urlaubsvergütung von 1.800 Euro. In den Gesprächen soll erreicht werden, dass diese Urlaubsvergütung in freie Tage umgewandelt werden kann. Darüber hinaus sollen die Tarifverträge zur Altersteilzeit, zur Beschäftigungssicherung und über den Einsatz von Werkverträgen für die rund 72.000 Beschäftigten verlängert werden. Zudem wird eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen sowie die Vereinbarung einer Verhandlungsverpflichtung zu Dual Studierenden gefordert. Die zusätzliche Urlaubsvergütung für Auszubildende soll 600 Euro betragen.

Vallourec verlangt Verzicht von Beschäftigten

Die Geschäftsführung von Vallourec verlangt von der Belegschaft einen Beitrag zur Sanierung des Unternehmens.  Insgesamt verlangt Vallourec einen Beitrag von zehn Millionen Euro über zwei Jahre. Das Unternehmen begründet seine Forderung mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und will, dass die Einsparungen durch ganzen oder zumindest teilweisen Verzicht der Beschäftigten auf die Erhöhung der Entgelte aus der laufenden Stahl-Tarifrunde erreicht werden.

Die IG Metall und die Betriebsräte der drei Standorte Rath, Mülheim an der Ruhr und Reisholz haben sich nach eingehender Prüfung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens zu Gesprächen mit der Geschäftsführung bereit erklärt. Dabei stellen sie zunächst keine Bedingungen an die Sondierungsgespräche, sondern sind zu offenen Diskussionen bereit. In jedem Fall wird ein mögliches Verhandlungsergebnis bei den IG Metall Mitgliedern in allen drei Standorten zur Abstimmung gestellt.

Mehr Hintergrundinfos zur aktuellen Situation und Statements der Betriebsräte findet ihr hier

Ein neues Gesicht im Team der IG Metall

Wir stellen vor: Zanda Martens

Zum 1. Februar verstärkt die Gewerkschaftssekretärin Zanda Martens das Team der IG Metall Düsseldorf-Neuss.
Nach ihrem Jurastudium an der Staatlichen Universität der Republik Lettland und einem LL.M.-Studiengang an der Ruhr-Universität Bochum
war sie zunächst ein halbes Jahr in Elternzeitvertretung als Rechtsschutzsekretärin bei der DGB Rechtsschutz GmbH tätig, bevor sie die letzten 5 Jahre als Gewerkschaftssekretärin für die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Düsseldorf arbeitete.

Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt auch weiterhin in der Beratung im individuellem und kollektiven Arbeitsrecht, sowie im Mitbestimmungs-, Tarif- und Arbeitskampfrecht.

Sie freut sich darauf, mit uns die Zukunft zu gestalten.

Herzlich willkommen, Zanda Martens!