IG Metall Jugend Junior Cup 2017

Rund 120 SpielerInnen und Gäste trafen sich am 19. November 2017 zum IG Metall Jugend Junior Cup 2017 in Düsseldorf.

Elf Mannschaften aus sechs Betrieben (Daimler AG Mercedes Benz Werk Düsseldorf, Daimler NL, KoneCranes GmbH, Pierburg GmbH, Siemens AG, Vallourec Deutschland GmbH) versuchten unter die Top 3 zu kommen und wurden dabei tatkräftig durch viele anwesende Betriebsräte und Vertrauensleute ihrer Betriebe unterstützt.

Der diesjährige IGM Jugend Cup stand unter dem Motto „ Wir für mehr Menschlichkeit – kein Platz für Rassismus“ und wurde durch die ehrenamtlichen Kollegen und Kolleginnen der IGM Jugend Düsseldorf- Neuss organisiert.

In insgesamt 55 Spielen konnten sich letztendlich die folgenden drei Mannschaften einen wohlverdienten Platz auf dem Siegertreppchen erspielen:

Platz 1: Daimler AG – Mannschaft 1
Platz 2: Vallourec Deutschland GmbH
Platz 3: Pierburg GmbH

Während des gesamten Spiels haben sich alle Mannschaften durch ihren Teamgeist, Zusammenhalt und Siegeswillen ausgezeichnet und damit bis zum Ende zur Spannung um die Platzierung beigetragen.

Wir danken allen Spielerinnen und Spielern für Ihre erfolgreiche und zahlreiche Teilnahme und freuen uns über die gute Annahme des Turniers.

Miteinander für Morgen – Auftakt in die Tarifrunde 2018

©Bernd Röttgers

Mit ihrer Auftaktveranstaltung im Düsseldorfer DGB Haus hat die IG Metall Düsseldorf-Neuss am 17.11.2017 zusammen mit mehr als 50 IG Metall Betriebsräten und Aktiven aus den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie die Tarifrunde 2018 eingeläutet.

 

Fit für die Tarifrunde 2018

Mit kurzen Inputreferaten und einem abschließenden Kommunikationstraining bot die Veranstaltung allen Teilnehmern die Gelegenheit sich auf die laufende Tarifrunde und die bevorstehenden Warnstreiks umfassend vorzubereiten.

Zur Einstimmung auf die Tarifrunde stand zu Beginn der Veranstaltung eine kurze Rückschau von Richard Rohnert, Tarifkoordinator der IG Metall NRW und Mitglied der Verhandlungskommission,  zur ersten Verhandlungsrunde vom Vortag in Dortmund auf dem Plan. Er berichtete, dass die Metallarbeitgeber die Forderungen weiterhin als überzogen bewerten und insbesondere das Recht der Beschäftigten auf selbstbestimmte Arbeitszeiten kategorisch ablehnen. Abschließend forderte er die Mitglieder und Aktiven der IG Metall Düsseldorf-Neuss auf, die Zeit jetzt zu nutzen, um in den Betrieben alles für die anstehenden Warnstreiks und Tagesstreiks vorzubereiten.

Was bei der Durchführung von Warnstreiks, Tagesstreiks bzw. Streiks alles zu beachten ist, wurde im Anschluss in Form einer kleinen Arbeitskampfschulung anhand von plakativen und praktischen Beispielen aufgezeigt.

©Bernd Röttgers

Neben den allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen wurde hier der Fokus vor allem auf die neue Streikform der IG Metall – den 24-Stunden-Streik und die Möglichkeit des Einsatzes von neuen Arbeitskampfformen gelegt. Besonders Letzteres, regte die Teilnehmer im Anschluss zu einer guten Diskussion mit vielen kreativen Beispielen für ihre betrieblichen Warnstreikaktionen an.

© Bernd Röttgers

 

Es ist Zeit für gute Gespräche

Zum Abschluss ging es für alle Teilnehmer in Kommunikations-Workshops. Hier konnte mit Hilfe von drei Kommunikationstrainern die Auseinandersetzung mit den Tarifforderungen im direkten Gespräch geübt und verbessert werden. Den Teilnehmern wurde auf einfache Weise aufgezeigt, wie sie sich noch bewusster und erfolgreicher den Diskussionen mit ihren Kolleginnen und Kollegen stellen können. Am Ende waren sich alle einig darüber, dass man viel erreichen kann, wenn man nur mal drüber redet.

Die Weichen für die Tarifrunde sind gestellt. Die zweite Verhandlungsrunde steht für den 14.12.2017 in Wuppertal an und die Vorbereitungen in unseren Betrieben für die heiße Phase Anfang 2018 laufen auf Hochtouren.

 

In der Tarifrunde auf dem Laufenden bleiben! Hier klicken!

 

Wahloption auf kürzere Arbeitszeit – gut gegen Fachkräftemangel

Nur mit modernen Arbeitszeiten können Unternehmen Fachkräfte halten und neue gewinnen.

  • Trotz Anstiegs der Erwerbstätigen gibt es in Deutschland ein beträchtliches ungenutztes Arbeitskräftepotenzial. Den größten Anteil stellen die 2,6 Mio. Unterbeschäftigten. Das sind Erwerbstätige, die ihre Arbeitszeit gerne aufstocken würden und auch kurzfristig zur Verfügung stünden. Die Arbeitszeit reduzieren wollen demgegenüber nur 1,2 Mio. sogenannte Überbeschäftigte.
  • Weitere ungenutzte Fachkräftepotenziale: Laut IG Metall-Befragung sind fast 25 % der Frauen und 14 % der Männer in der MuE-Industrie unter ihrer Qualifikation beschäftigt. Die Arbeitszeitaufstockung von Frauen in ungewollter Teilzeit brächte bis zu 1,2 Mio. Vollzeitäquivalente. Eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördert die Erwerbsbeteiligung von Frauen und bringt dadurch mehr Fachkräfte. Nicht zuletzt: Immer noch finden viele Bewerber keinen Ausbildungsplatz.

  • Die Wahloption auf verkürzte Vollzeit macht Unternehmen für Fachkräfte attraktiver. Sie unterstützt die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben und verhindert durch Gesundheitsförderung, dass Fachkräfte ausfallen. Das Rückkehrrecht führt dazu, dass Fachkräfte nicht in der Teilzeitfalle stecken bleiben.

 

Tarifrunde Metall+Elektro 2018: Mehr Zeit für Kinder

Öfter mal selbst bestimmen, wann es nach Hause zu den Kids geht: Auch darum geht es bei der Metall-Tarifrunde.

Wahloption: Ausgleich für Schichtarbeit und andere belastende Arbeitszeiten.

Kürzere Arbeitszeit und mehr Freischichten reduzieren die Belastung.

• Beschäftigte, die regelmäßig in Schicht arbeiten oder versetzte Arbeitszeiten haben, berichten häufiger von gesundheitlichen Beschwerden als Beschäftigte, die normale Arbeitszeiten – zwischen 7 und 19 Uhr – haben. Vor allem bei Schichtarbeit nimmt die gesundheitliche Belastung zu und zeigt sich deutlich in Form von Rückenschmerzen, Müdigkeit und Erschöpfung.

• Arbeit in Schicht oder zu untypischen Zeiten ist nicht nur eine gesundheitliche, sondern auch eine soziale Belastung. Denn die Beschäftigten arbeiten zu Zeiten, in denen normalerweise das Familienleben oder andere soziale Aktivitäten stattfinden. Der Arbeitszeitreport 2016 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) zeigt, dass Schichtarbeit die Work-LifeBalance stark belastet.

• Kürzere Arbeitszeiten, vor allem in Form von mehr frei wählbaren freien Tagen, können helfen Belastungen zu reduzieren. Deshalb empfiehlt die Arbeitswissenschaft, bei Schichtarbeit mehr freie Tage im Jahr vorzusehen als z.B. bei Tagarbeit. Die Beschäftigten erholen sich besser und sind gesünder. Das senkt Fehlzeiten und fördert das Wohlbefinden – auch weil mehr Zeit für Kinder und Familie, Hobby oder Verein bleibt.

Schichtarbeit. Wenn Arbeitszeiten das Leben bestimmen.

 

Mehr Freiheit bei der eigenen Freizeit. Michael Grünert ist Schichtarbeiter. Viele Nächte arbeitet er durch, füllt Kisten nach und macht Qualitätsprüfung. Eine große Belastung. Sein Wunsch: Mehr Freiheit über die eigene Freizeit. Und er ist sich sicher: Auch Unternehmen würden von besseren Arbeitszeitregelungen profitieren.
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Arbeitszeit: Das wollen Beschäftigte in Schichtarbeit. Unsere große Beschäftigtenbefragung zeigt: Die meisten Schichtarbeiter wünschen sich, ihre Freischichten frei einteilen zu können, doch nur etwa die Hälfte kann das. Was ist den Beschäftigten in Schichtarbeit bei ihrer Arbeitszeit sonst noch wichtig? Hier sagen wir es.
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Schichtarbeit: Was jeder selbst tun kann.Schichtarbeit bedeutet vor allem eins: Stress für den Körper. Die Folgen können Schlafstörungen, Herz-, Kreislauf- und Magen-Darm-Erkrankungen sein. Meist leiden auch Freizeit, Familie und Freunde. Mit diesen Tipps fällt Betroffenen der Taktwechsel leichter.

Wie gesundheitsverträglich sind unsere Arbeitszeiten?

Arbeitszeit ist seit jeher ein umkämpftes Terrain. Seit Beschäftigte sich mit ihren Gewerkschaften für eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen einsetzen, ist Arbeitszeit Gegenstand von Auseinandersetzungen.

Es geht um Macht- und Verteilungsfragen: Wer bestimmt über die Zeit? Wer bestimmt darüber, wann und wie lange von wem gearbeitet wird? Arbeitszeiten entscheiden darüber, wer zu welchen Bedingungen am Erwerbsleben teilhaben kann. Es geht um Beschäftigungs- und Einkommenssicherung und um die Frage, wie Arbeit und Privatleben miteinander vereinbart werden können. Und nicht zuletzt entscheiden Arbeitszeiten über die Gesundheit und wie lange die Menschen ihren Job machen können.

Bereits zum 4. Mal legt die IG Metall mit ihrem aktualisierten Arbeitszeit-TÜV® eine Arbeitshilfe vor, mit dem Arbeitszeiten im Betrieb problemlos analysiert und Arbeitszeitprobleme aufgedeckt werden können. Dazu bietet er einen umfassenden Überblick über die aktuelle Situation der Arbeitszeiten in Deutschland, stellt die aktuellsten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Auswirkungen der Arbeitszeit auf die Gesundheit dar und bietet mit dem Befragungs-Tool am Ende ein Werkzeug an, das es ermöglicht alle Beschäftigten in die Analyse mit einzubeziehen.

Den kompletten Arbeitszeit-TÜV® findest Du hier: > Arbeitszeit-TÜV®<

oder online unter: www.gesunde-arbeitszeiten.de

 

 

Entgeltforderung: So setzt sie sich zusammen

GUTE ARGUMENTE II
Die IG Metall setzt ihren verlässlichen Kurs in der Tarifpolitik fort

Wir stellen Euch aus der Reihe „Gute Argumente zur Tarifrunde“ eine Infografik für die Diskussion und Mobilisierung im Betrieb zur Verfügung.