Equal Pay Day: Frauen verdienten 2016 in NRW 22 Prozent weniger als

Düsseldorf (IT.NRW). Mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 16,09 Euro verdienten Frauen in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2016 rund 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen (20,76 Euro). Wie Information und Technik Nordrhein- Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich des internationalen Aktionstages für die Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen (Equal Pay Day; 18. März 2017) mitteilt, hat sich der prozentuale Verdienstunterschied in den vergangenen zehn Jahren kaum verändert.

Der Gender Pay Gap (Lohnlücke zwischen Frauen und Männern) wird europaweit nach einheitlichen methodischen Vorgaben berechnet und gilt als zentraler Maßstab für internationale Vergleiche der geschlechtsspezifischen Verdienstunterschiede. Der vorliegende Gender Pay Gap wurde auf Basis der Verdienststrukturerhebung unter Einbeziehung von Ergebnissen der vierteljährlichen Verdiensterhebungen ermittelt.

 

(65 / 17) Düsseldorf, den 16. März 2017
Quelle: (IT.NRW – Pressestelle | Kirsten Bohne | Leo Krüll | Claudia Key | pressestelle@it.nrw.de)

IG Metall: Stahl-Tarifabschluss sichert fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg

Internationaler Frauentag

 Anlass

Der Internationale Frauentag am 8. März steht weltweit für den Kampf der Frauen für mehr Gleichberechtigung in der Gesellschaft. Die IG Metall und ihre Betriebsräte nehmen den Internationalen Frauentag zum Anlass, auf die Themen aufmerksam zu machen, mit denen Frauen im Arbeitsalltag konfrontiert sind: Entgeltgerechtigkeit, berufliche Entwicklungsperspektiven und Vereinbarkeit von Arbeit und Leben.

Fakten

Eine Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern existiert in der gesamten EU, sie ist in Deutschland aber konstant höher als im EU-Durchschnitt. Und: Je weiter Frauen auf der Karriereleiter nach oben steigen, desto größer wird der Abstand zu den Einkommen der Männer.

Die Aufstiegschancen von Frauen sind in Europa nach wie vor bescheiden. Wenn man den Frauenanteil in den höchsten Entscheidungsgremien börsenorientierter Unternehmen in Europa betrachtet, fällt auf, dass z.B. Norwegen, das schon länger eine gesetzliche Frauenquote hat, einen deutlich höheren Frauenanteil in Aufsichtsratsgremien besitzt.

Eine entscheidende Stellschraube für berufliche Entwicklungsperspektiven ist die Arbeitszeit. Und Teilzeitarbeit in Europa ist weiblich geprägt, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau. Im EU-Vergleich zeigt sich hier, dass die Teilzeitquote von Frauen in Deutschland in der Altersgruppe der 25- bis 49-Jährigen im EU-Vergleich besonders hoch ist, worin sich die eher traditionellere Aufgabenteilung gegenüber anderen europäischen Ländern widerspiegelt.

Pflichten des Arbeitgebers

Arbeitgeber haben dafür zu sorgen, dass Benachteiligungen wegen des Geschlechtes verhindert und beseitigt werden. So steht es in § 1 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Das Betriebsverfassungsgesetz verpflichtet den Arbeitgeber mindestens einmal im Jahr auf einer Betriebsversammlung zu erläutern, welche Maßnahmen er ergriffen hat, um die Gleichstellung von Männern und Frauen zu fördern. In seinem Gleichstellungsbericht soll der Arbeitgeber unter anderem die Unterschiede beim Einkommen und der Art der Beschäftigung (Vollzeit/Teilzeit, unbefristet/befristet) darlegen und den Anteil von Frauen in Führungspositionen nennen.

Mitbestimmung des Betriebsrats

Betriebsräte haben eine Fülle von Möglichkeiten, die Benachteiligungen von Frauen abzubauen. Flexible Arbeitszeitmodelle verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Männer wie Frauen. Die richtige Eingruppierung sorgt dafür, dass gleiche Arbeit auch gleich bezahlt wird. Und mit ihrem Mitbestimmungsrecht bei Einstellungen und Versetzungen können Betriebsräte darauf achten, dass Frauen die gleichen Chancen haben wie Männer. Gleiches gilt für die Aus- und Weiterbildung sowie den beruflichen Aufstieg.

Initiativen der IG Metall

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein zentrales Anliegen der IG Metall. Im Rahmen der Kampagne „Wer die Besten will, kann auf Frauen nicht verzichten“ stellt die IG Metall umfangreiches Material zur Verfügung, das die Betriebsräte bei der Durchsetzung der Gleichstellung im Betrieb unterstützt

(→ extranet.igmetall.de/frauenwerbemonat).

Weltweit unterstüzt die IG Metall Gewerkschaften, um faire und gute Arbeitsbedingungen für Männer und Frauen zu erreichen, so z.B. für Textilarbeiterinnen in Asien.

 

Die IG Metall setzt sich ein für

  • flexible, an unterschiedlichen Lebensphasen
    angepasste Arbeitszeitmodelle,
  • ein verbindliches Recht auf Teilzeit und
    Rückkehr in Vollzeit,
  • gleiches Geld für gleichwertige Arbeit,
  • ein Entgeltgleichheitsgesetz,
  • bessere Zugänge zu Qualifizierung,
  • mehr Frauen in Führungspositionen
    durch verbindliche Zielquoten.

Zum Download hier klicken => Faktenblatt-Internationaler_Frauentag

MARCH FOR EUROPE DÜSSELDORF

Ja zu Europa – Nein zum Nationalismus!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein geeintes Europa war nach den traumatischen Erfahrungen von zwei Weltkriegen im 20. Jahrhundert, nach so vielen bitteren Erfahrungen und nach Auschwitz, eine Vision, deren Verwirklichung kaum für möglich gehalten wurde. Heute ist Europa eine Friedensgemeinschaft mit über 500 Millionen Einwohnern und mit dem weltweit größten Binnenmarkt. Es ist unbestritten, dass wir in der neuzeitlichen Geschichte Europas noch nie eine so lange Periode des Friedens und des Wohlstandes für die meisten Bürgerinnen und Bürger hatten.

Die Europäische Einheit befindet sich in einer tiefen Krise: Terror, Flucht, Schulden, Millionen Jugendliche ohne Job. Das europäische Projekt, das uns bisher Frieden und Wohlstand gebracht hat, wankt.

Rechtsextremisten und Nationalisten missbrauchen jetzt die Lage, um das Ende des vereinten Europas zu fordern. Sie predigen die Überlegenheit der eigenen Nation. Sie schotten sich von den Nachbarn ab. Sie verachten die freie, offene, demokratische Gesellschaft. Sie wollen die Uhr zurückstellen.

Diesen Entwicklungen wollen wir nicht tatenlos zusehen! Aus Anlass der Unterzeichnung der „Römischen Verträge“ zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft vor 60 Jahren rufen der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf, an der Kundgebung

Ja zu Europa – Nein zum Nationalismus
am Samstag, 25. März 2017, 12.00 Uhr
am Burgplatz, Düsseldorf

teilzunehmen und gemeinsam und zeitgleich mit vielen Menschen in Berlin, Rom und anderen europäischen Städten für ein soziales und weltoffenes Europa einzutreten. Wir brauchen mehr denn je ein wirtschaftlich starkes, politisch geeintes, soziales, kulturell vielfältiges, friedliches und solidarisches Europa als Wertegemeinschaft.

Wir bitten euch, an der Kundgebung teilzunehmen und für eine breite Beteiligung zu werben.

Mit freundlichen, kollegialen Grüßen

Nihat Öztürk                           Volker Consoir
Geschäftsführer                      Geschäftsführer/Kassierer